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Kurzpässe Van Bommel kritisiert Ex-Kollegen, Ziege übernimmt U19

Ex-Kapitän van Bommel: "Spieler sollten nicht nachtreten"Zur Großansicht
dpa

Ex-Kapitän van Bommel: "Spieler sollten nicht nachtreten"

Mark van Bommel ist mit dem Verhalten ehemaliger Kollegen vom FC Bayern nicht einverstanden. Daniel Jensen wird in Bremen für seine Kritik am Trainer bestraft. Außerdem: Die Bundesliga wird einen Zuschauerrekord aufstellen und Christian Ziege trainiert die U19-Nationalmannschaft.

Hamburg - Mark van Bommel hat Kritik an seinen ehemaligen Kollegen von Bayern München geübt. Grund sind die negativen Äußerungen einiger Spieler über Ex-Trainer Louis van Gaal. "Spieler sollten nicht nachtreten. Es wäre wichtig gewesen, die Diskussion zu suchen, als er noch da war. Sich hinterher zu trauen, ist kein guter Stil", erklärte van Bommel in der "Bild"-Zeitung. Zuletzt hatten sich Jörg Butt und Philipp Lahm über van Gaal beschwert. Der ehemalige Bayern-Kapitän van Bommel war in der Winterpause zum AC Mailand gewechselt und wurde dort italienischer Meister.

Der ehemalige Nationalspieler Christian Ziege wird Trainer der deutschen U19-Nationalmannschaft. Ziege, der im November 2010 als Coach des Zweitligisten Arminia Bielefeld freigestellt worden war, soll die DFB-Junioren zunächst bei der Eliterunde in der Türkei zwischen dem 24. Mai und 5. Juni betreuen. Der bisherige U19-Trainer Ralf Minge war Ende April vom Deutschen Fußball-Bund freigestellt worden. Ziege übernimmt die neue Aufgabe mit ausdrücklicher Zustimmung der Arminia, bei der er noch bis zum 30. Juni unter Vertrag steht.

Werder Bremens Mittelfeldspieler Daniel Jensen ist nach seiner Kritik an Trainer Thomas Schaaf bis zum Saisonende suspendiert worden. Jensen hatte Schaaf fehlenden Respekt vorgeworfen, weil dieser ihn nicht für das Spiel am vergangenen Wochenende gegen Borussia Dortmund nominiert hatte. Für Jensen wäre es die letzte Einsatzmöglichkeit vor heimischen Publikum gewesen. Der Däne wird den Verein nach Vertragsende am Saisonende verlassen.

Der 1. FC Nürnberg ist vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt worden. Grund der Strafe ist der mangelnde Schutz des Schiedsrichter-Assistenten und des Gegners sowie unsportliches Verhalten der Zuschauer im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen. In der Partie am 19. März waren zwei Feuerzeuge und eine Flasche aus dem "Club"- Fanblock auf das Spielfeld geflogen. Nach Abpfiff wurden zudem zwei volle Becher in den Innenraum geworfen.

Die Fußball-Bundesliga steht vor einem Zuschauerrekord. Zum ersten Mal in ihrer 48-jährigen Geschichte kann nach dem 34. Spieltag die 13-Millionen- Zuschauer-Marke übertroffen werden. Wenn am Samstag alle Stadien ausverkauft sind, würde die Resonanz der Saison 2010/2011 bei der Rekordzahl von etwa 13,05 Millionen Besuchern liegen. Die bisherige Bestmarke von rund 12,99 Millionen Fans stammt aus der vergangenen Saison. Das entspricht einem Schnitt von 42.454 Zuschauern pro Partie. In dieser Runde könnten es 42.655 werden.

Der FC Bayern München hat die Verträge mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und dessen Stellvertreter Karl Hopfner verlängert. Die Zusammenarbeit mit Rummenigge wurde bis 2013 ausgedehnt, Hopfner bleibt vorerst bis 2012. "Der Aufsichtsrat des FC Bayern München hat sich einstimmig für die Vertragsverlängerungen ausgesprochen", sagte der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Uli Hoeneß.

Guy Demel vom Hamburger SV hat den Vorwurf einer unprofessionellen Einstellung durch seinen Trainer Michael Oenning deutlich zurückgewiesen. "Ich bin wirklich enttäuscht, dass es heißt, ich hätte keine Lust. Fußball ist meine Arbeit, und die respektiere ich", sagte Ivorer der Zeitschrift "Sport Bild". Zudem betonte Demel, er sorge sich um seinen guten Ruf als Fußballer. Michael Oenning hatte dem zuletzt von ihm nicht mehr berücksichtigten Abwehrspieler vorgeworfen, dieser habe wohl keine Lust mehr und sei zuletzt nur noch durch ständig neue Verletzungen in Erscheinung getreten.

Der georgische Fußball-Verband hat fünf Profis wegen Spielmanipulationen lebenslänglich gesperrt. "Diese Spieler werden nie wieder spielen, egal ob in Georgien oder außerhalb", sagte Verbandssprecher Lascha Dwalischwili. Die Fußballer sollen im April drei Spiele manipuliert und dafür bis zu 8300 Euro von Buchmachern erhalten haben.

jjo/dpa/sid

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