Hamburg - Sportdirektor Rudi Völler hat seinen Vertrag bei Bayer Leverkusen vorzeitig bis zum 30. Juni 2017 verlängert. "Ich bin mit Unterbrechungen jetzt seit gut 15 Jahren mit Bayer Leverkusen verbunden und fühle mich hier ausgesprochen wohl. Wir haben in dieser Zeit sehr viel erreicht - aber ganz besonders im sportlichen Bereich müssen wir immer nach vorne schauen. Um national und international weiter eine gute Rolle spielen zu können, denken wir heute schon an die Mannschaft für die kommenden Jahre", sagte der 51-Jährige. Völler war in seiner aktiven Zeit als Profi für Bayer aufgelaufen, später wurde er Sportchef.
Die Verletzungssorgen bei Aufsteiger FC Augsburg haben sich zwei Tage vor dem Derby gegen Rekordmeister Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) verschärft. Wie der Club mitteilte, wurde Torhüter Simon Jentzsch ebenso wie Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen am Freitag operiert. Jentzsch hatte beim Sieg des Bundesliga-Neulings am neunten Spieltag in Mainz (1:0) einen Bruch des Ringfingers der rechten Hand erlitten, Bellinghausen klagte nach dem Training am Donnerstag über Knieschmerzen. Wie lange beide Profis ausfallen, ist noch nicht bekannt. Für das Spiel gegen die Bayern muss der Tabellenvorletzte zudem auf Kapitän Uwe Möhrle (Adduktorenverletzung) und den rotgesperrten Torsten Oehrl verzichten.
Die Verantwortlichen von Hannover 96 haben Ultras des Clubs für das Abbrennen von Pyrotechnik vor und während des Europa-League-Spiels am Donnerstagabend beim dänischen Meister FC Kopenhagen (2:1) scharf kritisiert. "Das war überflüssig wie ein Kropf. Über diese Chaoten nachzudenken, ist kein Dauerzustand", sagte Clubchef Martin Kind. Sportdirektor Jörg Schmadtke ergänzte: "Wir müssen uns Dinge überlegen, wie wir das in den Griff kriegen. Das ist verboten und sehr ärgerlich. Es kostet uns jedes Mal unnötigerweise Geld."
Liga-Konkurrent Werder Bremen hat einen Zuschauer für das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik zur Kasse gebeten. Der Bremer Anhänger, der beim DFB-Pokalspiel beim 1. FC Heidenheim erwischt worden war, muss 4000 Euro zahlen. "In dieser Woche konnte eine rechtswirksame Vereinbarung mit dem Fan erwirkt werden", hieß es am Freitag in einer Pressemitteilung. Damit holt sich der Verein das Geld wieder, das der Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach der Partie als Strafe verhängt hatte. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln werden am Samstag Sprengstoff-Spürhunde eingesetzt.
Zweitligist Alemannia Aachen muss aufgrund des Fehlverhaltens seiner Fans bei den Auswärtsspielen bei Union Berlin und Dynamo Dresden eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro zahlen. Die Alemannia stimmte einem entsprechenden Strafantrag des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu. In Berlin wurde aus dem Aachener Fanblock ein gefüllter Bierbecher geworfen, der am Fangnetz abprallte und in den Innenraum fiel. In Dresden wurden während der ersten Halbzeit im Gästeblock zwei Knallkörper gezündet.
Die deutsche U21-Nationalmannschaft tritt mit drei Neulingen zum EM-Qualifikations-Doppelspieltag in Griechenland und Zypern an. DFB-Trainer Rainer Adrion nominierte erstmals Leverkusens Torwart Bernd Leno, Verteidiger Marvin Plattenhardt vom 1. FC Nürnberg und Mittelfeldspieler Christoph Kramer vom VfL Bochum. Der deutsche Nachwuchs tritt am 11. November gegen Griechenland an, am 15. November gegen Zypern.
chp/dpa/dapd/
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