Hamburg - Breno soll öffentlich seine Unzufriedenheit über seine Situation beim FC Bayern München kundgetan haben. "Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir", soll der Innenverteidiger in einer Übersetzung aus dem Portugiesischen beim Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Account "Breno Borges@Breshow02" geschrieben haben. Hintergrund für Brenos angebliche Äußerung dürfte sein, dass er am Sonntag nicht zum Kader des Bundesliga-Tabellenführers beim 4:0-Sieg im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt zählte. Stattdessen war er tags zuvor in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen.
Bayern München hat zurückhaltend auf die mögliche Unmutsäußerung seines Abwehrspielers reagiert. Der deutsche Rekordmeister wolle zunächst einmal prüfen, ob der betreffende Account tatsächlich Breno gehöre und der Brasilianer für diesen Fall die Nachricht selbst verfasst habe, sagte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick. Unabhängig von Brenos Äußerung stehen die Chancen auf eine Vertragsverlängerung des Abwehrspielers beim FC Bayern momentan schlecht.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Sperre gegen Hertha-Profi Raffael um ein Spiel reduziert. Wie das DFB-Sportgericht nach einer Anhörung entschied, muss der Brasilianer wegen einer Roten Karte nur drei Partien aussetzen. Der 26-Jährige war am 17. Spieltag nach einer Tätlichkeit beim Auswärtsspiel gegen 1899 Hoffenheim (1:1) vom Platz gestellt worden. Er hatte seinen Gegenspieler Sejad Salihovic in die Magengrube geschlagen und war dafür ursprünglich für vier Spiele gesperrt worden. Ausschlaggebend für die Reduzierung war die Aussage von Salihovic, "der bekundete, er habe den Stoß von Raffael in den Bauchbereich nicht wahrgenommen, sondern vielmehr auf die Gesichtsberührung reagiert", sagte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz.
Schlechte Nachrichten gibt es dagegen für Hertha von Andre Mijatovic: Der Abwehrchef fällt länger aus als gedacht. "Leider muss ich noch etwas Geduld haben. Ich bin zwar auf einem guten Weg, falle aber noch zwei bis drei Wochen aus", sagte Mijatovic im "Querpass", einer Sendung der "Berliner Morgenpost" in einem Berliner Regionalsender. Eigentlich sollte der 33-Jährige nach seiner Sprunggelenksverletzung bereits am Montag wieder ins Training einsteigen.
Martin Fenin ist beim FC Energie Cottbus zurück im Training und mit der Mannschaft des Zweitligisten ins Trainingslager ins türkische Antalya gereist. Der Stürmer will nach seinem Fenstersturz, einer Gehirnblutung und dem anschließenden Depressions-Geständnis im November wieder zurück ins Profigeschäft finden. "Martin ist willig, sogar ein wenig ungeduldig", hieß es von Seiten des Zweitligisten. Der Tscheche trainiert zunächst nicht mit dem Team, sondern absolviert ein Aufbauprogramm. Ein Einsatz in den verbleibenden 15 Saisonspielen ist jedoch weiterhin fraglich.
Schwere Krawalle haben das Testspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und Union Berlin II (1:1) im alten Wolfsburger Stadion am Elsterweg überschattet. Während der bundesweite Fan-Kongress am Wochenende in Berlin tagte, lieferten sich am Samstag die Ultras beider Vereine heftige Prügeleien. Die Polizei bestätigte am Montag die Vorfälle und kündigte Anzeigen wegen Landfriedensbruchs, Tragens verfassungswidriger Abzeichen und Sachbeschädigung gegen mindestens 15 Berliner Fans an. "Das nächste Mal müssen wir solche Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren", sagte Pablo Thiam, Sportlicher Leiter der VfL-Reserve, den "Wolfsburger Nachrichten".
Das DFB-Sportgericht hat gegen die Trainer Huub Stevens von Schalke 04 und Rico Schmitt von Erzgebirge Aue eine Geldstrafe verhängt. Demnach muss Stevens 8000 Euro zahlen, weil er sich im Heimspiel gegen Werder Bremen (5:0) am 17. Dezember 2011 "unsportlich gegenüber dem Schiedsrichtergespann um Manuel Gräfe geäußert und verhalten" hatte. Anschließend wurde der Niederländer auf die Tribüne verwiesen. Rico Schmitt muss eine Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro zahlen, da er sich am 16. Dezember 2011 im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt unsportlich gegenüber Gästetrainer Tomas Oral geäußert hatte.
rei/dpa/dapd/sid
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