Fußball-Bundesliga Josué, Sio und Nickenig gesperrt

Das DFB-Sportgericht lässt auch vor Weihnachten keine Milde walten - und hat harte Strafen für die Rotsünder des vergangenen Wochenendes verhängt. So wurde Josué vom VfL Wolfsburg für drei Spiele gesperrt, Augsburgs Giovanni Sio sogar für vier Partien.

Mittelfeldspieler Josué (M.): Drei Spiele Sperre
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Mittelfeldspieler Josué (M.): Drei Spiele Sperre


Hamburg - Der VfL Wolfsburg wird in der Rückrunde drei Spiele auf Josué verzichten müssen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sperrte den brasilianischen Mittelfeldspieler für drei Bundesliga-Spiele. Am 17. Spieltag wurde der frühere Mannschaftskapitän des VfL nach einer Tätlichkeit im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:2) durch Schiedsrichter Peter Gagelmann vom Platz gestellt.

Der Verein reagierte bereits und legte Einspruch gegen das Urteil ein. "Wir haben den Antrag gestellt, die Sperre zu reduzieren", sagte Manager Klaus Allofs: "Es wird aber sehr schwierig. Die Hoffnung ist nicht übertrieben optimistisch."

Einen in Wolfsburg unter Vertrag stehenden Profi traf es sogar noch härter. Giovanni Sio, der zu Saisonbeginn an den FC Augsburg verliehen wurde, ist nach seiner Roten Karte bei Greuther Fürth (1:1) für vier Spiele gesperrt worden. Die Sportgerichtsbarkeit des DFB bestrafte Sio wegen "rohen Spiels und unsportlichen Verhaltens". Am vergangenen Spieltag, kurz nach seiner Einwechslung, wurde der 23-Jährige in der 85. Minute des Feldes verwiesen und zeigte anschließend Fans den Mittelfinger.

"Wir schauen, ob wir das Leihgeschäft im Winter vorzeitig beenden können." sagte Augsburgs Manager Jürgen Rollmann SPIEGEL ONLINE. Ein großes Problem: "Sio spricht kein Deutsch, kein Englisch, ist nicht integriert. Wir sind so unzufrieden wie er selbst."

Tobias Nickenig von Zweitligist Erzgebirge Aue wurde aufgrund "unsportlichen Verhaltens" für zwei Spiele gesperrt. Der 28-Jährige sah in der Nachspielzeit im Heimspiel gegen Energie Cottbus (0:3) die Rote Karte.

rob/dpa/sid



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