2 - 1999 spielte der spätere Weltmeister Gianluigi Buffon noch für den FC Parma. Nach dem Pokaltriumph beim AC Florenz erschien es dem Keeper äußerst kompliziert, das Stadion zu verlassen, ohne von erzürnten Fiorentinern körperlich angegangen zu werden. Bis Buffon plötzlich eine Clownsmaske aus der Sporttasche hervorkramte, sich diese vor das Gesicht klemmte und unerkannt unter die enttäuschten Fans des AC Florenz mischte. Es war nicht das erste Mal, dass der heutige Juventus-Torwart auf ungewöhnliche Art das Stadion in Florenz verlassen musste: Einige Jahre zuvor ließ er sich im Kofferraum eines Freundes aus dem Betonkessel des AC kutschieren. Ebenfalls erfolgreich.
3 - Marios Lamboupulos, Schiedsrichter in der zweiten griechischen Liga, machte im März 2009 Bekanntschaft mit den heißblütigen Fans von Korfu. Weil der Unparteiische in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen nicht ganz unberechtigten Elfmeter für den Gastclub Pas Ioannina gepfiffen hatte, wollte das Fanvolk dem guten Mann an den Kragen. Glück für den Schiri: Korfu-Boss Spiros Kallogiannis hatte zuvor bereits einen Leichenwagen in den Katakomben parken lassen. Versteckt hinter dicken Seidenvorhängen gelangte Lamboupulos aus dem Stadion. Die frustrierten Korfu-Fans vermöbelten stattdessen die Gästespieler.
4 - 2005, nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona in der Champions League, spekulierte der damalige Chelsea-Trainer José Mourinho unverblümt über die Parteilichkeit von Schiedsrichter Anders Frisk. Der beendete nach daraufhin folgenden Morddrohungen seine Karriere. Im Viertelfinale gegen die Bayern wurde Mourinho der Kontakt zu seinem Team verboten. Was der Portugiese angeblich listig umging: Obwohl strengstens untersagt, hatte er sich in der Kabine an der heimischen Stamford Bridge aufgehalten und soll, so die Legende, nach der Partie in einem Wäschereiwagen vor den Uefa-Funktionären aus dem Stadion geflohen sein.
5 - "Wann mein letztes Spiel endet, will ich selbst bestimmen", hatte Wolfgang Kleff noch im Frühsommer 1984 gesagt. Doch Präsident Bruno Recht von Fortuna Düsseldorf entschied anders. Der Torwart musste sein Abschiedsspiel am 20. Mai 1984 gegen Waldhof Mannheim absolvieren. Kleff, ganz Profi, täuschte in der 74. Minute eine Zerrung vor, drehte eine Ehrenrunde, warf Trikot und Handschuhe ins Publikum, um schließlich vor der Haupttribüne ganz blank zu ziehen und Clubboss Recht mit dem nackten Hinterteil zu grüßen. Anschließend entschwand Kleff aus dem Stadion. In Unterhose.
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