Manchester City im FA Cup Spiel gewonnen, Sané verloren

Wie spielt man gegen Manchester City? "Mit Härte!", dachte sich wohl Zweitligist Cardiff im FA-Cup-Duell mit dem Favoriten. Leidtragender war Nationalspieler Leroy Sané. Das rief sogar den DFB auf den Plan - wenn auch nur kurz.

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Dass Manchester City die Hürde Cardiff City in der vierten Runde des FA-Cups nehmen würde, war zu erwarten. Manchester City ist das Maß der Dinge in der englischen Premier League, Cardiff ein ambitionierter Zweitligist. Der 2:0 (2:0)-Sieg war da nur logisch. Allzu groß war die Freude über das Weiterkommen aber nicht. Der Grund: Cardiffs angeblich zu raue Gangart, die nicht nur Trainer Pep Guardiola erzürnte, sondern offenbar auch den DFB besorgte.

In einem Tweet appellierte der Verband an Cardiff: "Bitte verletzt unsere Spieler nicht". Schließlich stehe im Sommer dieses eine wichtige Turnier an. Zu sehen war der Tweet allerdings nur kurz, noch am Abend löschte ihn das Social-Media-Team wieder.

Auslöser für den Tweet war ein heftiges Foul. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte grätschte Cardiffs Mittelfeldspieler Joe Bennett dem dribbelnden Sané mit Anlauf in die Beine, traf dabei nicht den Ball, sondern den Knöchel des 22-Jährigen, der daraufhin mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen blieb und in der Pause ausgewechselt werden musste. Sané darf wie auch Manchester-Profi Ilkay Gündogan, der gegen Cardiff durchspielte, auf eine Nominierung für den WM-Kader durch Bundestrainer Joachim Löw hoffen.

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Bennett kam mit seinem Foul vorerst davon, statt der vertretbaren Roten Karte wurde er nur verwarnt. Zum Zeitpunkt des Fouls führte Manchester allerdings bereits durch Tore von Kevin De Bruyne (8. Minute) und Raheem Sterling (37.).

Kurz vor dem Abpfiff stand Bennett erneut im Fokus: Da holte er Sanés Ersatzmann, den 18 Jahre alten Brahim Díaz, von den Beinen - und wurde diesmal tatsächlich mit Gelb-Rot vom Platz gestellt.

Der Tweet des DFB mag eine leicht ironische Note enthalten, City-Trainer Pep Guardiola war nach dem Spiel dagegen sehr ernst. Sané werde seiner Mannschaft vorerst fehlen, "mindestens zwei, drei Wochen oder einen Monat" falle er aus, so Guardiola, der dann selbst einen Appell aussandte: "Die Schiedsrichter müssen die Spieler beschützen. Nicht nur meine Spieler - alle."

Wie schwer Sanés Verletzung tatsächlich ist, soll am Montag untersucht werden.

mon/mmm/dpa/sid/Reuters



insgesamt 5 Beiträge
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Malshandir 28.01.2018
1. Straftat
Man muss nur die Strafen verschärfen und auch ausserhalb des Platzes ermitteln. 1) Der Foulende muss die Behandlungskosten und das Gehalt des Spielers zaheln. 2) Auch strafrechtlich verfolgen wegen Körpervereltzung. Seit Kevin Prince Boateng Ballack krankenhausreif gekickt hat, muss härter durchgegriffen werden. Als Folge hätte man KPB verbieten müssen je wieder in Deutschland zu spielen. Sollte man auch heute noch durchsetzen.
Orthoklas 29.01.2018
2. Ein gewisser K.-P. Boateng
ist da nicht besser. Metzeln statt fußballerische Qualität wird in der Premier League groß geschrieben.
rainer60 29.01.2018
3. mehrere
in dem unteren teil der pl sowie in allen anderen ligen des englischen fußballgschäftes wird kein Fußball gespielt, sondern getreten. besonders die strafraumszenen nach standards haben nichts mit Fußball gemeinsam, sondern sind reine catcherkämpfe. zum beispiel in der bl ( Orthoklas ) möchte ich noch die namen vidal und weiser hinzufügen.
dauernörgla 29.01.2018
4. ...
Ich finde auch ,Topmannschaften sollten einfach nicht gegen schlechter platzierte Mannschaften spielen...die Verletzungsgefahr ist einfach zu gross...und ja Strafen, immer mehr Strafen ,z B auch nach Gehaltsklassen, ein gut bezahlter Spieler sollte öfter den Ball bekommen als ein schlechter bezahlter, wo kommen wir denn da hin wenn jeder der 22 Jungs den Ball haben will...
henning_brand 29.01.2018
5. Richtig lesen!
Zitat von Orthoklasist da nicht besser. Metzeln statt fußballerische Qualität wird in der Premier League groß geschrieben.
Es ging hier um ein FA Cup Spiel - Cardiff ist nicht in der Premier League
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