Lewandowski-Poker Bayern weist Vorwürfe des BVB zurück

Ein schriftliches Angebot für einen Spieler? Das habe der FC Bayern noch nie gemacht, sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zum Transfer-Hickhack um Robert Lewandowski. Dass der BVB-Stürmer doch noch in diesem Sommer nach München wechselt, hat Rummenigge abgehakt - er glaubt an einen Transfer im kommenden Jahr.

Bayern-Boss Rummenigge: "Bin kein Börsenspezialist"
Bongarts/Getty Images

Bayern-Boss Rummenigge: "Bin kein Börsenspezialist"


Hamburg - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Vorwürfe des BVB zurückgewiesen, ein vorzeitiger Wechsel von Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski nach München sei an den Bayern gescheitert. Dortmunds Vereinsführung um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte bemängelt, dass kein schriftliches Angebot der Bayern für den Angreifer vorgelegen habe.

"Mit einem Märchen muss ich jetzt mal aufräumen. Ich bin zwar jetzt kein Börsenspezialist von A bis Z, aber dass man als börsennotierter Club ein schriftliches Angebot braucht, um an die Aktionäre eine Ad-hoc-Mitteilung zu machen, ist einfach nicht korrekt. Das wird erst nötig, wenn der Verkauf feststeht", sagte Rummenigge der "Sport Bild".

"So, wie das dargestellt wurde, funktioniert das Fußballgeschäft nicht. Wir haben noch nie ein Angebot schriftlich gemacht. Das hat Gründe, und daran wird sich auch nichts ändern. Aber wir waren bereit, uns mit dem BVB an einen Tisch zu setzen", führte er weiter aus.

Der BVB hatte immer erklärt, dass es keine offizielle Anfrage der Münchner für den 24 Jahre alten Stürmer gegeben hatte. Deshalb pochte Dortmund letztendlich auf Erfüllung des bis 30. Juni 2014 datierten Vertrags. Der polnische Nationalspieler war am 7. Juli bei der Borussia ins Training eingestiegen. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte ebenfalls schon betont, dass für ihn klar sei, dass sein Goalgetter "nach der kommenden Saison zu den Bayern wechseln wird".

Auch Rummenigge rechnet fest damit, dass der Torjäger 2014 ablösefrei nach München wechselt. Im Trainingslager in Riva del Garda sagte der Vorstandschef: "Ich bin durchaus optimistisch, dass der Spieler im nächsten Sommer zu Bayern München wechseln wird." Die "Sport Bild" hatte ihn zuvor mit dem Satz zitiert: "Ich gehe davon aus, dass den Dortmundern das klar ist." Für die aktuelle Saison hat der Bayern-Boss das Thema abgehakt. "Ich habe den Eindruck, dass die Aussage von Herrn Watzke steht. Er wird sich den Satz, dass Lewandowski bleiben muss, schon gut überlegt haben", sagte Rummenigge.

aha/sid

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Seite 1
cs01 09.07.2013
1.
Kann bei den Bayern niemand schreiben oder warum will man kein schriftliches Angebot machen. Ich finde das befremdlich. Wenn ich ein Angebot machen will, dann kann ich es auch rüberfaxen.
glen13 09.07.2013
2.
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesEin schriftliches Angebot für einen Spieler? Das habe der FC Bayern noch nie gemacht, sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zum Transfer-Hickhack um Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski. Dass der Pole doch noch zur kommenden Saison nach München wechselt, hat Rummenigge abgehakt. Lewandowski: Rummenigge wehrt sich gegen BVB-Vorwürfe - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/lewandowski-rummenigge-wehrt-sich-gegen-bvb-vorwuerfe-a-910220.html)
Gut, dann ist das ja jetzt auch geklärt.
superwolle 09.07.2013
3. § 15 WpHG
Insiderinformationen sind unverzüglich zu veröffentlichen, lieber Herr Rummenigge, nicht erst, wenn die Tatsachen feststehen. Dann ist es nach Auffassung der BaFin meist zu spät.
DerWeisseWal 09.07.2013
4. Weil ?
---Zitat von KHR--- Wir haben noch nie ein Angebot schriftlich gemacht. Das hat Gründe ... ---Zitatende--- Die würden mich aber schon interessieren. Wenn man ein Angebot schriftlich macht, kann man hinterher nicht behaupten, dieses Angebot gar nicht gemacht zu haben, geht's darum ? Oder worum sonst ? Hätte der Interviewer mal nur nachgefragt ...
laffleur 09.07.2013
5.
Zitat von superwolleInsiderinformationen sind unverzüglich zu veröffentlichen, lieber Herr Rummenigge, nicht erst, wenn die Tatsachen feststehen. Dann ist es nach Auffassung der BaFin meist zu spät.
Aha, und warum müssen "Insiderinformationen" schriftlich erfolgen? Entgegen Watzke´s Äußerungen ist ein mündliches Angebot vorerst ausreichend. Er aber stellte es genau anders dar, nach dem Motto "Lieber Robert, wir würden dich natürlich sehr gerne an die Bayern verkaufen, aber leider leider haben die uns die bösen Bayern gar kein (schriftliches) Angebot gemacht, darum sind uns die Hände gebunden :("
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