Stiftungsgelder umgeleitet Argentinische Staatsanwaltschaft reicht offenbar Klage gegen Messi ein

Schwere Vorwürfe gegen Lionel Messi: Der Fußballstar soll Stiftungsgelder mithilfe von Briefkastenfirmen in Steueroasen verschoben haben. Dieser Fall beschäftigt nun die argentinische Staatsanwaltschaft.

Lionel Messi
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Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi sieht sich erneut mit Anschuldigungen im Zusammenhang mit seiner Stiftung konfrontiert. Die argentinische Staatsanwaltschaft in Buenos Aires leitete laut Medienberichten ein Verfahren gegen Messi und seinen Vater Jorge ein. Diese sollen seit 2010 Stiftungsgelder, darunter auch private Spenden, via Briefkastenfirmen in Steuerparadiese verschoben haben.

Die Unterlagen, die die Grundlage der Klage bilden sollen, sollen von einem ehemaligen Mitarbeiter der Messi-Stiftung an die Justiz weitergereicht worden sein. Dieser behaupte zudem, dass die Gelder der Stiftung nie offiziell deklariert worden seien. Im Umfeld der Familie Messi war laut spanischen Medien zu vernehmen, dass "die Klage keine Grundlage hat".

Messi war in der Vergangenheit wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Vermarktung seiner Bildrechte in Spanien bereits zu 21 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Diese Strafe wurde in der Folge in eine Geldstrafe in Höhe von 252.000 Euro umgewandelt.

Der SPIEGEL und das Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations (EIC) hatten schon im Januar über Messis dubiose Geldflüsse berichtet. Grundlage der Enthüllungen waren tausende Dokumente der Online-Plattform Football Leaks. Die Geschichten zeigten, dass Messi 2016 rund zwölf Millionen Euro ans Finanzamt nachzahlte. Einer der Gründe waren Zahlungen seines Arbeitgebers, des FC Barcelona, an Messis spanische Stiftung in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro. Die Finanzbehörden waren der Auffassung, dass der Spieler das Geld als Teil seines Einkommens hätte versteuern müssen.

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bam/sid



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