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Champions League: Messi auch von Arsenal nicht zu stoppen

Champions League: Messi und sein Lieblingsgegner Fotos
REUTERS

Der FC Arsenal war dann doch kein Gegner auf Augenhöhe. Der FC Barcelona hat sich souverän im Achtelfinal-Hinspiel in London durchgesetzt. Lionel Messi schoss beide Treffer.

Per Mertesacker, Mesut Özil, Marc-André ter Stegen: Die Partie zwischen dem FC Arsenal und dem FC Barcelona war auch ein Stelldichein der deutschen Stars. Aber weder sie noch die Superstars Lionel Messi, Neymar und Luis Suàrez schafften es, aus diesem mit Hochspannung erwarteten Achtelfinal-Hinspiel ein echtes Fußballfest zu machen.

Dass Barcelona am Ende jedoch mit einem 2:0-Erfolg den hochverdienten Sieg von der Insel mitnahm, lag dann doch an den großen Drei: Messi schloss einen lehrbuchhaften Konter nach perfekter Vorarbeit von Neymar mit dem Führungstor ab. Der Argentinier schloss den Deckel über der Partie mit einem Foulelfmeter in der 83. Minute.

Die Gäste, die den FC Arsenal in den Vorjahren mehrfach aus dem Wettbewerb herausgeworfen hatten, traten im Arsenal-Stadion mit ihrer besten Besetzung an. Auch die Gastgeber boten die Spieler auf, die in den Vorwochen in der Premier League den Titelkampf offen gehalten haben: Mit Özil, dem Franzosen Olivier Giroud und dem Chilenen Alexis Sanchez in der Offensive.

Arsenal mit gutem Start, aber wenig effektiv

Vor allem Alexis wirkte zu Beginn extrem motiviert - kein Wunder: Er hat jahrelang für Barcelona gespielt und war vielleicht auch deswegen an den meisten Offensivaktionen beteiligt. Viele Chancen ergaben sich für die Mannschaft von Trainer Arsène Wenger dennoch nicht: Lediglich Alex Oxlade-Chamberlain hatte einmal die Gelegenheit, Arsenal in Führung zu bringen. Er scheiterte zentral jedoch an Barca-Keeper ter Stegen. Danach stellten die Londoner ihre Torschussversuche bis zur Halbzeitpause ein.

Die Gäste hielten mit ihrem üblichen Ballbesitzspiel dagegen, wirkten allerdings erst gegen Ende der ersten Hälfte damit effektiv. Suàrez tauchte zweimal relativ frei von Torwart Peter Cech auf, vergab aber beide Male. Das Pausenresultat von 0:0 war logisch.

Von Messi, von Neymar war bis dahin recht wenig zu sehen. Der Weltfußballer hatte zunächst wenig Gelegenheit, seine Bilanz gegen Cech endlich einmal aufzuhübschen. Sechsmal hatte Messi bislang gegen den Tschechen gespielt, nie war ihm ein Tor gelungen. Alles in allem ein diskreter Auftakt des Titelverteidigers in den ersten 45 Minuten.

Irgendwann wurde der Druck zu groß

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum. Arsenal zog sich tief zurück, hoffte auf Konter - und fast hätte sich nach einer Stunde diese Hoffnung sogar erfüllt, als Giroud nicht an ter Stegen vorbeikam. Auf der anderen Seite wurde Barcelona fast von Minute zu Minute dominanter, verstärkte den Druck - und erzielte dennoch erst einmal keinen Treffer. Was auch an der starken Defensivleistung der Arsenal-Innenverteidigung lag. Mertesacker lieferte eine starke Partie im Zentrum ab.

Beim Gegentor war dann allerdings auch vom ehemaligen Nationalspieler nichts zu sehen. Messi stand frei vor Cech, und da half auch die beste Statistik dem Torwart nicht mehr.

Suarez hätte nach 78 Minuten alles klar machen müssen., Aber der Uruguayer wollte an diesem Abend offenbar nicht treffen und setzte den Ball aus kürzester Entfernung an den Pfosten statt ins Tor. Gegenüber hätte Ramsey fast den Ausgleich erzielt. Aber ter Stegen war auch hier fehlerlos.

Die Entscheidung fiel dann sieben Minuten vor Schluss. Ein Foul von Flamini, der gerade erst eingewechselt wurde, im Strafraum ließ dem türkischen Schiedsrichter Cüneyt Cakir keine Wahl. Messi verbesserte seine persönliche Cech-Bilanz eiskalt auf sieben Spiele, zwei Tore.

Insgesamt eine ungefährdete Vorstellung der Spanier: Der Titelverteidiger marschiert Richtung Viertelfinale.

FC Arsenal - FC Barcelona 0:2 (0:0)
Tore:
0:1 Messi (70.)
0:2 Messi (83. Foulelfmeter)

Arsenal: Cech, Bellerin, Mertesacker, Koscielny, Monreal, Coquelin (82. Flamini), Ramsey, Oxlade-Chamberlain (49. Walcott), Özil, Alexis, Giroud (72. Welbeck)
Barcelona: ter Stegen, Alves, Pique, Mascherano, Jordi Alba, Busqets, Rakitiv, Iniesta, Messi, Neymar, Suarez
Schiedsrichter: Cakir
Gelbe Karten: Monreal / Pique

aha

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Premier League
kabelfernsehen_seit_86 24.02.2016
Englischer Fußball ist auch ziemlich schlecht und einfach nur rückständig. Vor allem taktisch bringen die Vereine der englischen Liga nichts zustande. Gut, dort setzt man dann auf Stars und Einzelkämpfer, aber das Zusammenspiel wird dadurch eben vernachlässigt und funktioniert nicht, was sich letztendlich auf internationaler Ebene bemerkbar macht.
2. Arsenal mit Barca zu vergleichen
dsch64 24.02.2016
ist ziemlich vermessen. Arsenal hat eigentlich nicht die Mannschaft um die Premier League zu gewinnen, Özil macht in der PL den Unterschied das sie so gut dastehen. Aber die PL in der CL? ManCity kann mit Glück das Halbfinale erreichen, ansonsten hat keine Mannschaft das Format über das Viertelfinale rauszukommen.
3. Welches Spiel
hanseulenspygel 24.02.2016
hat sich da ihr Autor "aha" eigentlich angesehen ? Er schreibt: "Nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum. Arsenal zog sich tief zurück, hoffte auf Konter...". Genau das Gegenteil war der Fall! Nach einer langweiligen ersten Halbzeit, bedingt durch die Passiv-Verteidigung der Londoner, wurde das Spiel nach der Pause wesentlich offener und interessanter: Arsenal spielte aggressiver nach vorne und handelte sich halt dann die Konter ein. Beides Mal durch dumme Fehlpässe im vorderen Mittelfeld eingeleitet. Die Katalanen können halt das Kontern, was man von Arsenal wahrlich nicht behaupten kann.
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