Arsenal gegen Barcelona Mesut? Messi!

Der FC Barcelona hat dem FC Arsenal mal wieder gezeigt, wie man es macht. Und das "Duell der Magier" hatte am Ende seinen klaren Sieger. Alles Wichtige zum zweiten Topspiel des Champions-League-Abends.

Barcelona-Star Messi: Klarer Punktsieger im "Duell der Magier"
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Barcelona-Star Messi: Klarer Punktsieger im "Duell der Magier"

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Ausgangslage des Spiels: Arsenal gegen Barcelona, die Partie gab es in den vergangenen zehn Champions-League-Jahren dreimal, und der Sieger hieß dreimal FC Barcelona. Einmal war es sogar das Finale, Jens Lehmann könnte dazu sicher Interessantes aus den ersten zehn Minuten der Partie erzählen (bevor er mit Rot vom Platz flog).

Aber diesmal sind die Vorzeichen ja vollständig andere, denn es kommt zum "Duell der Magier", wie es im Vorfeld in den Zeitungen plakatiert wurde: Mesut Özil versus Lionel Messi. Ein Duell, bei dem es mindestens so Funken schlagen wird wie beim Zweikampf von Harry Potter mit Lord Voldemort.

Resultat des Spiels: Wie immer. Sieg für Barcelona. Diesmal 2:0. Tore: Auch wie immer. Lionel Messi (70.), Lionel Messi (83./Foulelfmeter).

Die erste Halbzeit: Ehrlich gesagt: langweilig. Arsenal versucht es wenigstens am Anfang und hat sogar eine gute Chance. Aber zum Vergeben von Chancen hat Coach Arsène Wenger ja Alex Oxlade-Chamberlain auf dem Platz. Und der wird seinem Ruf gerecht. Und das "Duell der Magier"? Eher so Neville Longbottom gegen Ron Weasley.

Die zweite Halbzeit: Messi. Muss man mehr mitteilen? Erst ein Konter, der demnächst in die Lehrfilmabteilung der Barça-Jugendakademie aufgenommen wird, dann ein Elfmeter. Seine Tore sieben und acht gegen Arsenal, aber erst seine allerersten Treffer gegen den langjährigen Chelsea-Keeper Petr Cech, gegen den er in sechs Partien zuvor nie erfolgreich gewesen war. Es gibt eben immer noch irgendeine Statistik, die Lionel Messi antreibt. Jetzt kann er dieses Thema auch abhaken.

Spieler des Spiels: Na ja, der eben, dieser Dings. Der Magier halt. 82 Tore in 103 Champions-League-Spielen. Stand: Februar 2016.

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Champions League: Messi und sein Lieblingsgegner
Duell des Spiels: Mesut versus Messi. Am besten kann man Mesut-Özil-Fans damit ärgern, dass man dem Nationalspieler das Etikett phlegmatisch überklebt. Quasi das Lieblingsadjektiv der Özil-Kritiker, auch dann gerne benutzt, wenn es überhaupt nicht zutrifft. Und wie hat der Topvorbereiter der Premier League an diesem Abend gespielt? Es tut einem ja fast im Herzen weh, es so aufschreiben zu müssen: Aber man könnte es vielleicht phlegmatisch nennen.

Zahl des Spiels: Fünfmal ist der FC Arsenal in den vergangenen fünf Jahren in der Champions League im Achtelfinale ausgeschieden. Zahl des Spiels wäre demnach wohl die sechs. Arsène Wenger denkt mittlerweile vermutlich ernsthaft über einen Brexit nach.

Messi des Spiels: Elfmeter in der 83. Minute für Barcelona. Zuvor Foul an, nun ja, Messi. Welche Zirkusnummer erwartet uns nun? Spielt er den Ball erst zurück zum Torwart Marc-André ter Stegen, der ihn dann mit einem weiten Abschlag über Iniesta, Neymar und Suárez wieder zurück zu Messi befördert, der ihn anschließend mit einem Fallrückzieher als Hommage an Thomas Müller ins Tor schießt? Nein. Es geht tatsächlich auch ohne Umwege, einfach rein damit. Zählt auch. Und war in jedem Fall, um ein Lieblingswort der Deutschen zu benutzen, regelkonform.

Erkenntnis des Spiels: "Wat wolln se? Glauben Sie etwa, der Gegner unter den letzten 16 wäre so eine Karnevalstruppe?" Nein. Das glaubt nach diesem Spiel beim FC Arsenal niemand mehr, und Per Mertesacker hat das ja ohnehin immer schon gewusst.



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insgesamt 32 Beiträge
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loma 24.02.2016
1. Pique des Spiels
holt sich nach dem 0:2 clever die gelbe Karte, darf im Rückspiel ausruhen und das Viertelfinale frisch angehen.
Reziprozität 24.02.2016
2. Suprafacial
Ich habe eine Zusammenfassung von ARS-FCB auf SF2 gesehen, meine Herren, was war das für ein Spiel in Halbzeit zwei, vor dem Pausentee waren die Protagonisten ja eher noch zurückhaltend. Ja, das war's dann wohl für die Londoner, sie sollten das Schaulaufen im Camp Nou in drei Wochen dann noch angemessen geniessen.
stranzjoseffrauss 24.02.2016
3. Mesut versus Messi
Was ist das denn für ein Vergleich? Es vergleicht ja auch niemand Oppermann mit Obama.
Broko 24.02.2016
4. Hype
Da kann man mal sehen, was die Laudatien der selbsternannten "Fachleute" in den diversen Redaktionen wirklich wert sind: Özil - das Kleinod in der schwachen englischen Liga, wird in dem Wettbewerb, wo wirkliche Klasse abzulesen ist, stets in die Ecke gestellt! Die Schalmeienklänge auf ihn kann man sich wirklich sparen ...
ftb7 24.02.2016
5.
Welch Wunder! Arsenal ist dich das Vizekusen von England und wird es auch bleiben solange Arsène Wenger dort Trainer ist. Schoen spielen und immer dann verlieren wenn es drauf ankommt.
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