Löw-Urteil im Wortlaut "Fehlbarer Trainer schrie"

Ein Spiel Sperre für sein ungebührliches Verhalten - Bundestrainer Joachim Löw muss das Viertelfinale gegen Portugal am Donnerstag von der Tribüne aus verfolgen. SPIEGEL ONLINE dokumentiert das Urteil der Uefa-Disziplinarkommission.


Zürich - "Joachim Löw darf das Spiel nur von der Tribüne aus verfolgen. Vor und während des Spiels ist seine Anwesenheit in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel sowie in der technischen Zone untersagt. Weder vor noch während des Spiels darf er mit der Mannschaft in Kontakt treten."

Trainer Löw (r.) und Vierter Offizieller: Schreie und Nervosität
AP

Trainer Löw (r.) und Vierter Offizieller: Schreie und Nervosität

"Gemäß den im Bericht des Schiedsrichters wiedergegebenen Ausführungen des Vierten Offiziellen verhielten sich die beiden Trainer sehr nervös. In der 35. Minute kam es zu einem Wortgefecht zwischen den beiden Teamverantwortlichen in dessen Verlauf sie sich gegenseitig anschrien. Als der Vierte Offizielle die Situation beruhigen wollte, wurde er von den beiden Teamverantwortlichen angeschrien."

"Es besteht kein Anlass an der Richtigkeit des Schiedsrichterberichtes zu zweifeln, als ein unkorrektes Verhalten von Löw beschrieben wird. Dieses bestand darin, dass der fehlbare Trainer in Richtung seines österreichischen Kollegen beziehungsweise des vierten Kollegen schrie."

"Die Intensität dieses Verhaltens war offensichtlich derart, dass der mit der Erfahrung aus zahlreichen Spielen einer europäischen Profiliga bestückte Schiedsrichter keinen Augenblick zögerte, Joachim Löw aus der technischen Zone zu verweisen. Für den im Schiedsrichterbericht dargestellten Sachverhalt spricht auch der Umstand, dass sich beide Trainer beim Verlassen der technischen Zone die Hand reichten."

sid



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