Gespräche mit DFB Löw vor Verlängerung als Bundestrainer

Joachim Löw wird wohl auch nach der WM in Brasilien Bundestrainer bleiben, sein Berater habe mit dem DFB einige "Eckpunkte festgelegt". Eine Vertragsverlängerung dementiert er aber. Auch Hansi Flicks Zukunft könnte sich bald entscheiden.

Bundestrainer Löw, rechts, Assistent Flick: "Eckdaten geklärt"
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Bundestrainer Löw, rechts, Assistent Flick: "Eckdaten geklärt"


Hamburg - Verlängerung nein, Annäherung ja: Joachim Löw hat die von der "Bild" gemeldete Einigung über eine Vertragsverlängerung mit dem DFB dementiert. Die Zeitung hatte berichtet, diese solle bereits nach dem Spiel am Dienstag auf den Färöer Inseln (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD) verkündet werden.

Löw bestritt dies, bestätigte stattdessen aber eine möglicherweise entscheidende Annäherung. "Ich habe noch keine Gespräche mit dem DFB geführt, aber mein Berater (Harun Arslan - d. Red.) hat mit Generalsekretär Helmut Sandrock gesprochen und dabei zwei bis drei Eckdaten festgelegt", sagte der 53-Jährige dem "Kicker". Er versicherte, dass es keine Entscheidung vor Ende der Qualifikation geben werde. Aber: "Es wird schon vor der WM sein."

Sollte Löw sich mit dem Verband über eine Zusammenarbeit nach der WM verständigen, wird er sich aller Voraussicht nach einen neuen Assistenten suchen müssen. Aussagen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach lassen erahnen, dass Hans-Dieter Flicks Chancen auf den Posten des Sportdirektors mehr als gut sind. "Es ist eine Alternative. Das ist doch auch nahe liegend. Er ist ein Mann von hoher Kompetenz, der die ganzen Strukturen kennt, der die Leute kennt. Er bräuchte keine Einarbeitung für diesen Job mit allem, was dranhängt. Aber lasst uns noch die Zeit."

"Das ist immer ein Abwägen"

Niersbach macht aber auch klar, dass der Wechsel nicht mehr vor der WM erfolgen werde. Nach den Vorstellungen Niersbachs soll der 48-Jährige in Brasilien noch an Löws Seite arbeiten. "Unsere klare Zielsetzung ist die, dass wir dieses Team vor der WM in Brasilien nicht auseinanderreißen wollen", sagte Niersbach: "Die Vier, die die Quali wieder souverän bewältigt haben werden (Löw, Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff - d. Red.) sollen auch Verantwortung für WM 2014 haben."

Für Brasilien könne man nach dem 3:0 gegen Österreich "langsam konkret planen", sagte der DFB-Präsident. Allerdings betonte er in Bezug auf die Vertragsverlängerungen von Löw und Co. wieder, "dass wir erst die Qualifikation abwarten, dann sprechen wir weiter". Nach kompletter Einigung klang es noch nicht, als Niersbach weiter ausführte: "Das ist immer ein Abwägen, es kommt auf beide Parteien an. Aus Sicht dieses Verbandes habe ich den Wunsch, noch vor der WM zu verlängern." Er deutete an, "die Vorstellungen, speziell des Bundestrainers", schon zu kennen. Löw wisse "auch, dass der DFB ein guter Arbeitgeber ist".

Mit allen Vieren weiterzuarbeiten sei "nahe liegend, aber es kommt auf jeden Einzelnen an, was er so will". Dies steht nach "Bild"-Informationen aber schon fest: Flick steigt auf, Löw, Köpke und Bierhoff bleiben bei der Nationalelf. Der Vertrag beinhalte demnach eine beidseitige Ausstiegsklausel nach der WM.

Löw zwiegespalten

Flick wird das nicht mehr betreffen. Der Löw-Assistent wollte unter der Woche nichts Konkretes mehr zu seiner Situation sagen. Bei der vorherigen Zusammenkunft der Nationalelf vor drei Wochen in Mainz hatte der frühere Bayern-Profi, der sich nicht zuletzt durch seine kompetente Aufarbeitung der misslungenen U-21-EM für höhere Aufgaben empfohlen hat, sein Interesse an der Dutt-Nachfolge aber schon deutlich signalisiert.

"Die Anfrage freut mich sehr, das ist eine sehr interessante Aufgabe", hatte Flick damals gesagt. Und auch schon angedeutet, dass er zuerst noch seinen "Teil beitragen möchte" zu einer erfolgreichen WM. Löw hatte zuvor erklärt, dass er seinem langjährigen Assistenten die Aufgabe zutraue, er ihn aber ungern als Mitarbeiter verlieren wolle.



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