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Tabellenletzter: Trainer Favre tritt bei Gladbach zurück

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DPA

Gladbach-Coach Favre: Rücktritt überraschend verkündet

Paukenschlag in der Fußballbundesliga: Lucien Favre hat bei Borussia Mönchengladbach seinen Rücktritt erklärt. Das hat der Schweizer Trainer am Sonntagabend verkündet. Der Verein hatte einen Rücktritt zuvor abgelehnt.

Das hatte niemand erwartet: Lucien Favre hat völlig überraschend seinen Rücktritt als Trainer von Borussia Mönchengladbach verkündet. Der Schweizer reagierte damit auf die Niederlagenserie seines Teams. Noch vor Tagen hatte Manager Max Eberl den Trainer als "unrauswerfbar" bezeichnet.

"Nach reiflicher Überlegung und eingehender Analyse bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Es ist in dieser Situation die beste Entscheidung, mein Amt als Cheftrainer bei Borussia Mönchengladbach niederzulegen. Es war eine unvergessliche Zeit, die ich hier in Mönchengladbach erlebt habe", teilte Favre am Abend in einem persönlichen Statement mit. Es sei "an der Zeit und die beste Entscheidung für den Verein und die Mannschaft, eine Veränderung herbeizuführen".

Am Sonntag hatte Eberl noch versucht, Favre zum Bleiben zu bewegen, heißt es. Aber für den 57-Jährigen stand der Entschluss nach dem mit 0:1 verlorenen Rheinderby beim 1. FC Köln fest. Dabei hat er wohl sogar die Konfrontation mit dem Klub gesucht. Wie es aus dem Verein heißt, habe der Vorstand einen Rücktritt Favres abgelehnt. Daraufhin hat der Trainer die Presse über seinen Schritt informiert und Tatsachen geschaffen.

Eine quälende Personaldebatte um seine Person wollte er sich und dem Verein offenbar ersparen. Favre hatte das 2009 bei Hertha BSC erlebt, wo er nach sechs verlorenen Partien entlassen wurde.

Eberl teilte am Abend in einer Erklärung des Vereins mit: "Wir sind nach wie vor total davon überzeugt, dass Lucien der perfekte Trainer für Borussia ist und wir gemeinsam mit ihm die aktuelle, sehr schwierige sportliche Situation überstehen werden. Wir haben gehofft, dass wir ihn auch dieses Mal überzeugen können, bei uns und mit uns weiterzumachen. Mit seinem öffentlich gemachten Rücktritt hat er nun Fakten geschaffen, die uns bis ins Mark treffen."

Favre hatte die Borussia 2011 als damaligen Tabellenletzten übernommen und dem Team den Klassenerhalt gesichert. Anschließend formte er die Mannschaft zu einem Team, das um die vordersten Plätze mitspielte. In der Vorsaison führte er die Mannschaft bis in die Champions League.

In dieser Spielzeit jedoch hat die Mannschaft bisher alle ihre fünf Ligapartien verloren und ist der Letzte der Tabelle. Auch in der Champions League gab es zum Auftakt eine bittere 0:3-Niederlage beim FC Sevilla.

Bereits am Mittwoch muss die Borussia wieder antreten: Dann geht es in der Liga gegen den FC Augsburg.

aha

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insgesamt 84 Beiträge
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1. Dann kann ja...
in-teressant! 20.09.2015
...jetzt Klopp BMG übernehmen. Eberls Aussage vom Unrauswerfbar ist übrigens kein Widerspruch zu Favres Abgang, schließlich ist der nicht rausgeworfen worden, sondern freiwillig zurückgetreten.
2. Nein
jawoll74 20.09.2015
Nein nein nein.....das kann nicht sein.
3. Gescheitert
MoeWHV 20.09.2015
Das nennt man dann wohl gescheitert. Nicht wegen der 5 Niederlagen, sondernd wegen der Flucht nach 5 Niederlagen. Sowas nenne ich Sonntagstrainer wenn man in so einer Situation geht...
4. Danke für die tollen Jahre!
Muh die Kuh 20.09.2015
Eines muss man ihm lassen: er ist konsequent in seinen Entscheidungen. Im Gegensatz zu Kloppo dem Großen hat er für sich erkannt, dass im Moment nichts mehr geht bei Borussia. Vielen Dank für die tollen Jahre! Und Kopf hoch - manchmal muss nicht einmal jemand Schuld haben, trotzdem muss etwas passieren! Und ein neuer Trainer bietet zumindest den schnellsten und einfachsten Neuanfang! Jeder Klub, der ihn verpflichtet, bekommt einen integren und fachlich kompetenten Mann!
5. Jetzt kommt Klopp!
Summermiller 20.09.2015
Einmal Borusse .....hehehe Gladbach hat halt lange über den Zenit gespielt. Das er jetzt nicht den Turnaround gestalten will finde ich schwach, deutete sich aber in diversen Interviews an.
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