Wahl des Weltfußballers Kroate Modric gewinnt Ballon d'Or

Erstmals seit elf Jahren geht der Ballon d'Or nicht an Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. Gewinner der wichtigsten Trophäe des Jahres Luka Modric. Der Kroate ist bereits Fifa-Weltfußballer und bester Fußballer Europas.

Luka Modric
REUTERS

Luka Modric


Luka Modric hat nach der Wahl zum Fifa-Weltfußballer und zu Europas Fußballer des Jahres nun auch den Ballon d'Or gewonnen - und damit die elf Jahre anhaltende Serie von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gebrochen. Die Jury aus 173 Sportjournalisten wählte den Kroaten vor Ronaldo und Antoine Griezmann auf Platz eins. Der fünfmalige Ballon d'Or-Gewinner Messi wurde nur Fünfter, Mohamed Salah kam auf Platz sechs.

Der Ballon d'Or wird seit 1956 von der französischen Zeitschrift "France Football" verliehen. Bei einer feierlichen Zeremonie in Paris bekam Modric die goldene Trophäe überreicht. Erstmals seit 2007, als der Brasilianer Káká den Ballon d'Or gewonnen hatte, heißt der Sieger nicht Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi.

Die von der Jury gewählten besten zehn Spieler der Welt, können Sie in der Fotostrecke nachschauen:

Ein Deutscher hatte nicht zu den 30 zur Wahl stehenden Spielern gehört, auch Champions-League-Sieger Toni Kroos nicht. Stattdessen waren seine Teamkollegen von Real Madrid, Karim Benzema, Gareth Bale, Thibaut Courtois, Marcelo, Sergio Ramos und Raphaël Varane nominiert worden.

Die Jury wählt den Gewinner nach individuellen und kollektiven Leistungen während des Jahres, individueller Klasse des Spielers und der bisherigen Karriere des Spielers aus. Der 33-jährige Modric hatte im Mai zum insgesamt vierten Mal in Folge mit Real Madrid die Champions League gewonnen und im Anschluss Kroatien ins WM-Finale geführt.

Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe war über einen Sieg Modric' spekuliert worden. Auf Twitter wurde drei Stunden vor der Verleihung ein Bild geteilt, das die Ergebnisse der Wahl zeigen sollte. Die Ergebnisse auf der abfotografierten Ergebnisliste stellten sich im Nachhinein als richtig dar.

Norwegerin Hegerberg siegt bei den Frauen

Ada Hegerberg
AFP

Ada Hegerberg

Zum ersten Mal wurde in Paris auch bei den Frauen der Ballon d'Or verliehen. Die Norwegerin Ada Hegerberg von Champions-League-Sieger Olympique Lyon wurde zur besten Fußballerin der Welt gekürt.

Die deutsche Spielerin Dzsenifer Marozsan, ebenfalls von Olympique Lyon, wurde Dritte. Direkt hinter der Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg, die im August zu Europas Fußballerin des Jahres gekürt worden war.

hba



insgesamt 9 Beiträge
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briancornway 03.12.2018
1. Konsens
Da kann man einfach nicht glaubwürdig meckern, in den Sportforen war Modric längst "durch". Einen fetten Applaus, herzlichen Glückwunsch und noch viele gesunde Jahre im Beruf und danach ... !
aurichter 03.12.2018
2. Merkwürdig
und sehr Anti-Deutschlastig diese Wählen, was nicht heißen soll, dass Modric nicht der Richtige ist. Ihm gönne ich den Titel ohne Frage, aber dass kein deutscher Spieler zu den 30 Vorauserwählten gehört, das ist schon ein wenig lachhaft.
jo-bo-sa 04.12.2018
3. Glückwunsch Modric
Verdient. Um den WM Titel betrogen, er und sein Team. Kein Deutscher dabei. Völlig zu Recht.
M.O.A. 04.12.2018
4. schwierig
Ob der Ballon d'Or oder der Weltfußballer, die ja nur recht kurz zwischen 2010 und 2015 die selbe Auszeichnung waren prestigeträchtiger oder wichtiger ist, darüber kann man streitern. Die Vergabe beim Ballon d'or hat sicher den höheren Glamour - Faktor. Ich würde trotzdem behaupten wollen, dass der Titel "Fifa Weltfußballer des Jahres" der wichtigere Titel ist. Immerhin gibt es diesen auch schon seit 1990. Desweiteren noch der Hinweis, dass Real Madrid zwar vier mal die Champions League seit 2014 gewonnen hat aber halt nicht vier mal in Folge, 2015 gewann Barcelona. Das hätte man finde ich schon kurz checken können bei der Recherche, sofern das nicht sogar Grundwissen für einen Sportjournalisten ist.
Nonvaio01 04.12.2018
5. wiebitte?
Zitat von aurichterund sehr Anti-Deutschlastig diese Wählen, was nicht heißen soll, dass Modric nicht der Richtige ist. Ihm gönne ich den Titel ohne Frage, aber dass kein deutscher Spieler zu den 30 Vorauserwählten gehört, das ist schon ein wenig lachhaft.
welcher deutsche sollte denn unter den Top 30 sein? das ist schon alles richtig so.
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