Abschied aus Köln: Podolski-Wechsel zum FC Arsenal perfekt

Der "Prinz" geht: Ab der kommenden Saison wird Lukas Podolski für den FC Arsenal auf Torjagd gehen. Das bestätigte der 1. FC Köln nun offiziell. Schon seit Wochen war über den Transfer des Nationalspielers spekuliert worden.

Getty Images

Hamburg - Kölns Stürmerstar Lukas Podolski wechselt zur neuen Saison zum Premier-League-Club FC Arsenal nach London. Darauf hätten sich die beiden Vereine und Podolski verständigt, teilte der akut abstiegsgefährdete 1. FC Köln am Montag mit.

"Der Wechsel zu Arsenal gibt mir die Möglichkeit, auf internationaler Ebene in einem europäischen Top-Club zu spielen", sagte Podolski. Er betonte zudem, dass es ihm nicht leicht gefallen sei: "Ich habe mich nicht gegen den FC, sondern für diese tolle Chance in meiner sportlichen Laufbahn entschieden."

Der Wechsel ist keine Überraschung mehr, bereits seit Wochen war über den Transfer für rund 13 Millionen Euro berichtet worden. Unter seinem neuen Trainer Arsène Wenger wird Podolski nun auf seinen Nationalmannschafs-Kollegen Per Mertesacker treffen. Wenger ist von den Qualitäten des Neuzugangs überzeugt: "Er ist ein sehr starker Spieler und bietet uns in der Offensive neue Möglichkeiten."

Die Kölner lassen Podolski nur ungern ziehen: "Wir waren zu einem wettbewerbsfähigen Angebot bereit und hätten den Vertrag auf dieser Basis gerne verlängert. Die frühe Wechsel-Entscheidung gibt uns dennoch Planungssicherheit", sagte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann.

Köln steckt derzeit tief im Abstiegskampf. Mit 30 Punkten steht der Club auf dem Relegationsplatz - und hat keine Chance mehr, den Tabellen-15. Augsburg einzuholen. Am letzten Spieltag kann Hertha BSC mit einem Sieg gegen Hoffenheim - und einer zeitgleichen Niederlage der Kölner - den FC sogar noch überholen.

Podolski hatte bereits in der Jugend für die Kölner gespielt und mit 18 Jahren in der Bundesliga-Mannschaft debütiert. 2006 wechselte er zum FC Bayern München, konnte dort jedoch nicht überzeugen. Seit 2009 spielt er wieder für den 1. FC Köln, für den er in bislang 180 Pflichtspielen 86 Tore geschossen hat.

bka/psk/sid/dpa

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1. Keine Überraschung
troy_mcclure 30.04.2012
Die Spatzen haben es ja schon länger von den Dächern gepfiffen. Ich denke, Podolski ist jetzt reif genug für einen solchen Verein. Für Bayern war er damals m.E. noch nicht so weit.
2. Drei verlorene Jahre für beide Seiten...
hador2 30.04.2012
Sowohl für Podolski als auch für Köln sind die letzten 3 Jahre eigentlich nur verlorene Zeit. Die Kölner hätten das Geld, dass sie für den verlorenen Sohn ausgegeben haben besser für andere Spieler brauchen könnne und Podolski hätte sportlich weiß Gott auch andere Herausforderungen angehen können. Ich wünsche ihm bei Arsenal alles Gute, er wirds dort brauchen können.
3. Podolski-Wechsel
f.b. 30.04.2012
Gut, daß er endlich weg ist, der wird in England ohnehin nur die Bank drücken. Merkwürdig, daß Arsene Wenger nicht gemerkt hat, was für eine Flasche er einkauft. Außer aus der 2. Reihe schießen konnte der doch noch nie etwas...
4.
haber100 30.04.2012
Zitat von hador2Sowohl für Podolski als auch für Köln sind die letzten 3 Jahre eigentlich nur verlorene Zeit. Die Kölner hätten das Geld, dass sie für den verlorenen Sohn ausgegeben haben besser für andere Spieler brauchen könnne und Podolski hätte sportlich weiß Gott auch andere Herausforderungen angehen können. Ich wünsche ihm bei Arsenal alles Gute, er wirds dort brauchen können.
86 Tore in 180 Pflichtspielen, nicht gelesen? Was ist daran verloren? Ohne Poldi wäre der FC längst zweitklassig. Und die zusätzlichen Umsätze bei Fanartikelverkauf pp. wiegen das Gehalt locker auf. Die drei Jahre haben sich gelohnt, zumindest für den FC. Und Poldi ist zum Superstar gereift, ich erhoffe mir viel bei der EM. Das wäre als Bayern-Reservist niemals möglich gewesen. Der aktuelle Abstieg des FC hat viel mit körperlicher Fitness zu tun, siehe Freiburg, das wurde in der ach so verachteten Boulevardpresse schon im Sommer- wie im Wintertrainingslager kritisiert, ebenso die Umstellung auf nur eine Trainingseinheit pro Tag. Das war Solbakken. Die Trainerentlassung war nur leider sechs Monate zu spät.
5. Nur die Bild Zeitung
jan0sch 30.04.2012
Zitat von f.b.Gut, daß er endlich weg ist, der wird in England ohnehin nur die Bank drücken. Merkwürdig, daß Arsene Wenger nicht gemerkt hat, was für eine Flasche er einkauft. Außer aus der 2. Reihe schießen konnte der doch noch nie etwas...
lesen reicht einfach nicht. Ab und zu mal Sportschau oder sogar Live tut jedem gut. Seine Torquote spricht für sich, ebenso in der Nationalmanschaft hat er bei großen Turnieren immer seine Leistung gebracht. Vom gefühlvollen Heber, über den Hammer aus der 2. Reihe bis zum passgenauen Assist hat der alles drauf. Seine Schusskraft gehört übrigens zur stärksten Europas. Ich wünsche ihm alles Gute und prognostiziere ihm eine große Zeit!
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