Nach Anschlag in Ankara Podolski erwägt Abgang von Galatasaray

Terroranschläge, Erfolglosigkeit, Uefa-Sperre: Lukas Podolski denkt über einen Abschied von Galatasaray Istanbul nach. Bei dem Anschlag in Ankara verstarb auch der Vater von Podolskis Teamkollege Umut Bulut.

Lukas Podolski
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Lukas Podolski


Lukas Podolski hat nach dem erneuten Anschlag in der Türkei mit vielen Todesopfern seine Zukunft bei Galatasaray Istanbul infrage gestellt. "Man muss gut überlegen, wie es weitergehen soll, bei dem was hier passiert ist", sagte der Nationalspieler der "Bild"-Zeitung.

Podolski hatte am Sonntag mit seinem Team in Ankara gespielt, bevor in der türkischen Hauptstadt eine Autobombe 37 Menschen tötete. Zu den Opfern gehört auch der Vater von Podolskis Mannschaftskollege Umut Bulut. "Der ganze Klub steht unter Schockstarre", sagte Podolski.

Im vergangenen Sommer war Podolski nach einem missglückten Engagement bei Inter Mailand in die Türkei gewechselt und hatte bei Galatasaray sportlich wieder überzeugen können. Allerdings hinkt der Klub den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher, in der Tabelle der Süper Lig liegt Galatasaray nur auf Platz fünf, der Rückstand auf den Stadtrivalen Fenerbahce an der Spitze beträgt 20 Punkte.

Und auch finanziell kämpft der 20-malige türkische Meister mit vielen Problemen. Zuletzt verhängte die Uefa wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay eine einjährige Sperre für alle europäischen Wettbewerbe. Deshalb muss der Uefa-Cup-Sieger von 2000 im kommenden Jahr die Gehälter der Spieler erheblich reduzieren.

Medien hatten zuletzt über ein Angebot für Podolski aus der Major League Soccer in den USA berichtet, Toronto FC soll starkes Interesse am Stürmer haben.

krä/dpa



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insgesamt 10 Beiträge
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petruz 15.03.2016
1. Poldi, komm nach Hause
Er sollte seine Karriere beenden. Er hat alles erreicht, Weltmeister, Deutscher Meister, Pokalsieger, FA Cup. Geld hat er auch nicht zu knapp verdient, was will er denn noch? Für ein hohes Niveau reicht es nicht mehr. In Köln kann er sich um sein Brauhaus und seine Mode kümmern.
cave68 15.03.2016
2.
Ein Herr Podolski sollte schlicht und einfach sagen,dass er mit der Gehaltskürzung nicht einverstanden ist aber nicht solch einen Grund vorschieben.So tragisch wie der Tod des Vaters eines Kollegen ist,was hat das mit ihm zu tun?
ddnomad 15.03.2016
3. @ nr. 2
vllt das die anschläge auch ihn treffen könnten? Die Entscheidung ist mehr als verständlich.
severin123 15.03.2016
4. Dass er sich vielleicht um
seine Familie fürchtet?
aurichter 15.03.2016
5. Was hat das
mit Ihm zu tun? Um ehrlich zu sein, ich würde mich bei dieser Lage im Land auch nicht mehr wohl fühlen. An jeder Ecke damit rechnen zu müssen, daß etwas passiert, selbst bei Fußballveranstaltungen. Wenn dann auch noch vereinsinterne Probleme hinzu kommen, dann würde ich bei einem letzten, guten Angebot aus einem sicheren Land auch die Fliege machen. Sprachlich kein Problem, also Eingewöhnung gesichert und das Gehalt stimmt doch auch. Sollte er ruhig machen. Zwei Jahre Toronto, EM noch als Aushilfe mitnehmen und gut ist. Für WM16 Russia langt es nicht mehr. So kann er dann beim effzeh als Jugendtrainer einsteigen ab Sommer 18.
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