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Unzufrieden bei Arsenal: Podolski denkt an Abschied

Nationalspieler Lukas Podolski hat genug von seiner Rolle als Bankdrücker beim FC Arsenal. Der Weltmeister ist unzufrieden, vermisst den wöchentlichen Wettkampf und liebäugelt mit einem Wechsel - vielleicht sogar schon in der Winterpause.

Nationalspieler Podolski: "Ich bin Vollblutfußballer" Zur Großansicht
Getty Images

Nationalspieler Podolski: "Ich bin Vollblutfußballer"

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der FC Arsenal hat in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul geglänzt und den Türken beim 4:1-Erfolg keine Chance gelassen. Lukas Podolski musste sich das von der Ersatzbank aus ansehen, der Dauer-Reservist verbrachte dort die kompletten 90 Minuten. Offenbar hat der Weltmeister genug von dieser Rolle und möchte den englischen Fußball-Pokalsieger FC Arsenal so schnell wie möglich verlassen. Der 29-Jährige strebt möglicherweise bereits einen Wechsel in der Winterpause an.

"Ich bin Vollblutfußballer, Straßenfußballer, und ich liebe den Wettkampf. Wenn ich diesen Wettkampf nicht jedes Wochenende habe, muss eine Veränderung her", sagte der Weltmeister in einem Interview mit dem Fernsehsender RTL. Ob es trotz seines bis 2016 laufenden Vertrags bei den Gunners bereits im Winter zu einer Trennung komme, "wird man sehen", fügte Podolski an, "aber man muss sich auf jeden Fall Gedanken machen darüber".

Podolski bestritt nur eines von bislang zwölf Pflichtspielen Arsenals in dieser Saison über die volle Distanz. Bei vier Einsätzen stand er insgesamt nur 128 Minuten auf dem Platz. Beim Erfolg über Galatasaray kam er sogar trotz personeller Probleme nicht zum Einsatz.

Dass ihm sein Reservisten-Dasein auch in der Nationalmannschaft zum Verhängnis werden könnte, glaubt der 29-Jährige jedoch nicht. "Ich bin schon lange dabei und hatte schon Phasen, in denen ich weniger gespielt habe in anderen Vereinen und trotzdem bei der Nationalmannschaft überzeugt habe. Das ist gar kein Problem", sagte er. Bundestrainer Joachim Löw hatte zuletzt betont, Podolski wisse sich "in den entscheidenden Momenten immer wieder zu steigern". Es gebe deshalb weiterhin "Situationen, in denen Lukas für uns sehr wertvoll ist".

Am Donnerstag wird der Bundestrainer den Kader für die EM-Qualifikationsspiele gegen Polen und Irland (11. und 14. Oktober, jeweils 20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bekannt geben.

asi/sid

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1. Merkwürdige Berufsauffassung
spmc-122226439819235 02.10.2014
Im Klub zu schlecht,aber für das Nationateam reicht es,falls dies der Ansatz ist ,sollte sich der Nationaltrainer hinterfragen.Die Werltmeisterschaft ist kein Freibrief für den Trainer,denn die Mannschaft wurde trotz Löw - Weltmeister - .
2. @spmc
jensen12345 02.10.2014
Podolski ist nicht im Klub zu schlecht. Sondern Wenger zu stur ihn aufzustellen. Obgleich Podolski in seinen ersten zwei Saisons Top-Scorer-Werte bei Arsenal hatte. Hinter Henry und Aguero in der Geschichte der PL bezüglich Tore und Torvorlagen pro Einsatzminuten auf Platz 3 liegt. Und er in seinen ersten beiden Spielzeiten für die Gunners in fünf seiner sieben CL-Einsätze jeweils ein Tor machte (u.a. zweimal gegen den Weltpokalsieger FC Bayern). Anders sieht es bei A. Schürrle aus, der für Chelsea zu schlecht ist und dennoch bei Löw seinen Platz sicher hat. Dort allerdings durch wichtige Scorer (wie die Vorlage im WM-Endspiel) seine Einsätze zuletzt auch rechtferigt - im Gegensatz zu seinen dürftigen Leistungen bei Chelsea, wo von ihm bislang fünf gute Spiele ohne Ende mäßige Spiele gegenüber stehen.
3. Hört doch mal mit dem Genörgel auf!
oidahund 02.10.2014
Deutschland ist mit Jogi Löw und Lukas Podolski Weltmeister geworden und nicht trotz! - Was hätte die NM denn mehr erreichen können? - Universumsmeister? Mir ist klar, dass die ganzen Jogi-Basher es nicht verdauen können, dass er das WM-Team trainiert, aber keine der Alternativen hätte mehr erreichen können. Also Klappe halten beim örgeln und die Leistung anerkennen , das wäre eine faire Reaktion.
4. @spmc
ctulhu 02.10.2014
Nö, ist es nicht. Er gehört zur alten Garde der Löw-Lieblinge, die nie Leistung erbringen müssen und trotzdem immer dabei sind. Offensichtlich ist so ne Ulknudel wie Podolski als professioneller Unterhalter so wichtig, dass Löw lieber einen Spieler weniger mitnimmt als auf ihn zu verzichten....
5. nicht unbedingt
Pless1 02.10.2014
Man muss ja nicht unbedingt schlecht sein, nur weil man nicht spielt. Mannschaften haben unterschiedliche Konzepte - was in Verein A nicht passt kann in Mannschaft B sehr wichtig sein. Weder Podolski noch Schürrle sind schlecht. Podolskis größtes Problem ist mangelnde Konstanz, das zieht sich durch seine ganze Karriere. Hat er einen guten Tag spielt er auf Weltkasseniveau. Löw hat ja den Vorteil, auch innerhalb der Saison berufen zu können, wen er will. Wenn Podolski also in Form ist nimmt er ihn mit. Auf vereinsebene ist das anders, zwischned den Wechselperioden muss man mit seinem Kader auskommen, auch bei Verletzungsmiseren, Sperren etc. Da wiegt es viel schwererer, wenn ein Spieler im Kader öfters schlechte Phasen hat. Dass sein Reseervistenleben nur auf Wenger beruht sehe ich nicht. Auch in der N11 kommt er ja über die Jokerrolle gegenwärtig nicht hinaus. Bei seinen Qualitäten wird ihm zumindest diese aber in den nächsten zwei Jahren wohl keiner absprechen wollen.
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