Schwedischer Fußball: Trainer tritt nach Fan-Bedrohungen zurück

Coach Pehrsson: "Unangenehm und unvertretbar" Zur Großansicht
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Coach Pehrsson: "Unangenehm und unvertretbar"

Er wurde übers Telefon und beim Training bedroht, das war Magnus Pehrsson zu viel: Der Trainer des schwedischen Erstligisten Djurgarden ist nach massiven verbalen Fan-Attacken zurückgetreten. Nun ermittelt die Polizei in dem Fall.

Hamburg - Der Trainer des schwedischen Erstligisten Djurgarden, Magnus Pehrsson, hat aufgrund massiver verbaler Fan-Attacken sein Traineramt aufgegeben.

Drei Männer einer inoffiziellen Fangruppierung sollen Pehrsson sowohl am Telefon als auch beim Training bedroht haben. Schlechte Leistungen des Clubs hätten "Konsequenzen für ihn persönlich", sollen die Anhänger Club-Angaben zufolge angekündigt haben.

"Die ganze Situation ist unangenehm und nicht mehr zu vertreten. Der drastische Mangel an Respekt hat mich dazu veranlasst, mein Amt niederzulegen. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder in Djurgarden passieren wird", sagte Pehrsson.

Auch der Manager des Clubs, Tommy Jacobsen, trat wegen der Bedrohungen zurück. "Es ist tragisch, dass diese Angriffe einen solchen Einfluss haben", sagte Jacobsen: "Das sind Menschen, die sich gegen demokratische Prinzipien stellen. Das ist nicht zu akzeptieren."

Mittlerweile wurde auch die Polizei in die Angelegenheit eingeschaltet, die Beamten haben bereits Ermittlungen aufgenommen. "Ich denke, wir werden die Namen der drei Fans schnell herausfinden, auch ohne die Unterstützung der Bevölkerung. Wir haben einen guten Ansatzpunkt", sagte Polizeisprecherin Ann-Britt Furugard.

Djurgarden ist schwach in die Saison gestartet. Der Club steht mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von 1:10 Treffern auf dem letzten Tabellenplatz. Der elfmalige Meister hatte in dieser Saison schon einmal Probleme mit den eigenen Fans. Anfang April war die Partie gegen Mjällby abgebrochen worden, nachdem Djurgarden-Anhänger einem gegnerischen Spieler eine Flasche in den Bauch geworfen hatten.

bka/REUTERS

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