Guardiolas Debakel Wie konnte das passieren, Coach?

Manchester City droht das Aus in der Königsklasse. Warum das Team im Viertelfinal-Hinspiel gegen Liverpool so unterlegen war? Die Kreativabteilung um Kevin De Bruyne fiel komplett aus, wie die taktische Analyse zeigt.

Pep Guardiola (links) und Kevin de Bruyne
REUTERS

Pep Guardiola (links) und Kevin de Bruyne

Von Philip Dehnbostel und Michel Massing


Manchester City hat im Champions-League-Viertelfinale beim FC Liverpool seine bisher höchste Niederlage in einem Europapokal-Hinspiel überhaupt kassiert. Ein Grund dafür: Bei der 0:3-Pleite brachte der Tabellenführer der Premier League keinen einzigen Schuss auf das Tor des Gegners.

Die Citizens können am kommenden Wochenende vorzeitig die Meisterschaft feiern. In der Premier League verloren sie in dieser Saison nur ein Spiel: Im Januar musste sich das Team von Trainer Pep Guardiola Jürgen Klopps Reds an der Anfield Road 3:4 geschlagen geben. Nun hat die Mannschaft gegen diesen Gegner auch in der Königsklasse verloren, ihr droht das vorzeitige Aus.

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Die grafische Analyse zeigt, wie es Liverpool gelang, den scheinbar übermächtigen Gegner ein zweites Mal zu bändigen, und was Manchester City an diesem Abend fehlte.



insgesamt 19 Beiträge
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mullertomas989 05.04.2018
1. Erneut schafft es Pep nicht....
... ein Gegenmittel gegen Klopps Umschaltspiel zu finden. Wie damals bei Bayern - BVB. Er wusste vorher was kommt, aber konnte nichts machen. Wenn Klopps Spieler aggressiv auftreten, sind sie nicht zu stoppen. Und dennoch wird es nochmal sehr schwer im Rückspiel.
diewildedreizehn 05.04.2018
2. Ja, aber ...
Zitat von mullertomas989... ein Gegenmittel gegen Klopps Umschaltspiel zu finden. Wie damals bei Bayern - BVB. Er wusste vorher was kommt, aber konnte nichts machen. Wenn Klopps Spieler aggressiv auftreten, sind sie nicht zu stoppen. Und dennoch wird es nochmal sehr schwer im Rückspiel.
Das gilt eben nur im 1 gegen 1. Wie damals in der BL ist über eine Saison gesehen das System von Guardiola das erfolgreichere. Nun sind sie zufällig in der CL aufeinander getroffen. Die zwei Fehlentscheidungen beim Abseits spielen bei der Gesamtbetrachtung außerdem eine zu geringe Rolle. Ein 3:0 klingt doch etwas anders als ein 2:1, oder?
roppel 05.04.2018
3. Naja, ...
....zwei von Klopps Siegen über Guardiola bei Bayern-BVB stammen nur aus dem Supercup. Die wichtigen Spiele hat in der Regel Guardiola gewonnen. "Er wusste was kommt und konnte nichts machen" ist doch völliger Humbug.
menton 05.04.2018
4. Klopps Särke
ist die Motivation. Fußballspielen können alle Profis in den Top-Ligen (natürlich nicht alle genau gleich stark). Mit der richtigen Einstellung in taktischer und psychischer Hinsicht und dem richtigen Maß an Disziplin und vorgegebenem Korsett, kann viel erreicht werden. Was Klopp schafft, ist den Spielern Spass daran zu vermitteln, wach, aggressiv und wuselig zu sein und zu Kämpfen. Das geht über eine ganze Spielzeit natürlich nicht so gut, wie bei einzelnen - vor allem wichtigen - Spielen. Der von Disziplin und "engerem Korsett" geprägte Stil von Guardiola kann dagegen gut auch dauerhaft und über die gesamte Saison gleichbleibend aufrecht erhalten werden.
chilischweiz 05.04.2018
5. Guardiola hat Schwierigkeiten mit dem KO System der Champions League
... das war auch schon in München so. Die außergewöhnlich hohe und meisterschaftsträchtige Durchschnittsqualität in Spitzenspielen im Hier & Jetzt relativ sicher abrufen zu können ist nicht die augenfällige Stärke des Systemfussballs a la Pep.
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