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Manipulation im Fußball Limacher und Boksic zu Geldstrafen verurteilt

Früherer Uefa-Chefermittler Limacher: Vom Amtsgericht Hamburg zu Geldstrafe verurteiltZur Großansicht
dapd

Früherer Uefa-Chefermittler Limacher: Vom Amtsgericht Hamburg zu Geldstrafe verurteilt

Der frühere Uefa-Chefermittler Peter Limacher und dessen ehemaliger Mitarbeiter Robin Boksic müssen nach einem Urteil des Hamburger Amtsgerichts Geldstrafen zahlen. Sie hatten dem FC Bayern München Spielmanipulationen unterstellt.

Hamburg - Das Amtsgericht Hamburg hat den früheren Uefa-Chefermittler Peter Limacher wegen übler Nachrede und dessen ehemaligen Mitarbeiter Robin Boksic wegen Verleumdung zu Geldstrafen verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Männern vorgeworfen, im Juni 2010 gegenüber zwei Journalisten des Hamburger Magazins "Stern" wahrheitswidrig behauptet zu haben, gegen Mitarbeiter des FC Bayern würden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen geführt. Die Münchner waren seinerzeit in den Verdacht einer Manipulation des Uefa-Cup-Halbfinalspiels 2008 bei Zenit St. Petersburg gerückt worden und als Nebenkläger aufgetreten.

Demnach hatten Limacher und Boksic behauptet, es bestehe angeblich der Verdacht, dass die Münchner das Rückspiel im Uefa-Cup-Halbfinale gegen Zenit St. Petersburg 2008 gezielt 0:4 verloren hätten. Zudem behaupteten die Angeklagten damals, dass dafür 40 Millionen Euro aus Russland auf ein Konto des FC Bayern geflossen seien, auch habe es bereits Hausdurchsuchungen gegeben. Der "Stern" veröffentlichte daraufhin eine Geschichte über die Falschaussagen der beiden Angeklagten.

Im Zeugenstand hatten die beiden Journalisten die Vorwürfe gegen die Männer bekräftigt. Er habe erkannt, "das man hier versucht, uns zu instrumentalisieren und eine falsche Geschichte unterzujubeln", sagte einer der Autoren der Geschichte im Zeugenstand. Durch weitere Recherchen habe sich die anfängliche Skepsis bestätigt, dass an den Behauptungen der Uefa-Mitarbeiter nichts dran sei. Auch die Uefa fand für diese Anschuldigungen keine Beweise. Vonseiten des einen Uefa-Mitarbeiters sei dennoch erkennbar gewesen, "dass man großes Interesse daran hatte, die Geschichte zu veröffentlichen", sagte der zweite Journalist im Zeugenstand.

Laut der Onlineausgabe des "Stern" muss Limacher wegen übler Nachrede 9000 Euro Strafe zahlen (90 Tagessätze). Boksic erhielt eine Geldstrafe von 5400 Euro (180 Tagessätze) wegen Verleumdung. Die Verteidiger hatten Freisprüche gefordert. Beide Angeklagte waren bei der Verhandlung am Donnerstag anwesend und kündigten ebenso wie die Hamburger Staatsanwaltschaft und Nebenkläger FC Bayern an, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. Limacher war über die Pressestelle der Uefa nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Limacher hatte sich in Hamburg vor Gericht selbst geäußert, zu dem entscheidenden Punkt aber, ob sein Mitarbeiter die Aussagen in seinem Beisein so getätigt habe, nichts gesagt. Boksic bestritt, von Hausdurchsuchungen und Millionenüberweisungen gesprochen zu haben. Die zuständige Richterin glaubte den Beklagten aber nicht und sagte ihn ihrer Urteilserklärung, beide hätten "vorsätzlich" gehandelt.

Nach dem Bekanntwerden der Vorfälle hatte sich die Uefa von Boksic getrennt. Limacher hatte seine Ämter im September 2010 ruhen lassen.

jar/sid/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
nacut 12.01.2012
Peter Limacher war dann auch der Ermittler, der die Sperre für Ribéry vor dem CL Finale auf drei Spiele wegen angeblicher Tätlichkeit hochgesetzt hat, obwohl im Spielbericht grobes Foulspiel eingetragen war.
Zitat von sysopDer frühere Uefa-Chefermittler Peter Limacher und dessen ehemaliger Mitarbeiter Robin Boksic müssen nach einem Urteil des Hamburger Amtsgerichts Geldstrafen zahlen. Sie hatten*dem FC Bayern München Spielmanipulationen unterstellt. Manipulation im Fußball: Limacher und Boksic zu Geldstrafen verurteilt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,808841,00.html)
Peter Limacher war dann auch der Ermittler, der die Sperre für Ribéry vor dem CL Finale auf drei Spiele wegen angeblicher Tätlichkeit hochgesetzt hat, obwohl im Spielbericht grobes Foulspiel eingetragen war.
»Laut der Onlineausgabe des "Stern" muss Limacher wegen übler Nachrede 9000 Euro Strafe zahlen (90 Tagessätze). Boksic erhielt eine Geldstrafe von 5400 Euro (180 Tagessätze) wegen Verleumdung.« 3.000 Euro im Monat der [...]
»Laut der Onlineausgabe des "Stern" muss Limacher wegen übler Nachrede 9000 Euro Strafe zahlen (90 Tagessätze). Boksic erhielt eine Geldstrafe von 5400 Euro (180 Tagessätze) wegen Verleumdung.« 3.000 Euro im Monat der eine, 900 Euro im Monat der andere. Ganz schön wenig für einen »Chefermittler der UEFA« und seinen früheren Mitarbeiter.
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