Manipulationsskandal in Italien Catania vor Zwangsabstieg in die dritte Liga

Der italienische Zweitligist Catania Calcio soll wegen Spielmanipulation in die dritte Liga strafversetzt werden. Das fordert der Fußballverband. Sollte es so kommen, wäre das für den Klub ein Erfolg.

Ex-Klubchef Pulvirenti: Manipulierte fünf Saisonspiele für je 100.000 Euro
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Ex-Klubchef Pulvirenti: Manipulierte fünf Saisonspiele für je 100.000 Euro


Auf Platz 15 mit zwei Punkten Vorsprung auf die Relegationsplätze hatte sich Catania Calcio in der vergangenen Saison vor dem Abstieg in die dritte italienische Fußballliga gerettet. Für den Klassenerhalt nutzte der damalige Klubchef Antonio Pulvirenti illegale Mittel. Catania soll wegen Spielmanipulation daher in die dritte Liga strafversetzt werden.

Eine entsprechende Forderung wird der Chefankläger des italienischen Fußballverbandes (FIGC), Stefano Palazzi, vor dem Verbandsgericht einreichen. Das berichtet die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport". Ex-Vereinsboss Pulvirenti soll für fünf Jahre gesperrt werden.

Pulvirenti hatte im Juli zugegeben, insgesamt fünf Spiele in der vergangenen Saison für jeweils 100.000 Euro beeinflusst zu haben, um den Abstieg des Vereins aus der Serie B zu verhindern. Gegen den 53-Jährigen und andere Verdächtige wird seit einigen Wochen wegen Spielmanipulationen ermittelt.

Weil sich Pulvirenti zur Aufklärung des Skandals und zur Zusammenarbeit mit den Justizbehörden entschloss, soll Catania ein Abstieg in die vierte Liga erspart bleiben - so würden es die Vorschriften der italienischen Sportjustiz eigentlich vorsehen.

jan/sid

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