Manipulationsverdacht Spieler sollen auf eigene Niederlage gewettet haben

Sechs Spieler des SV Wilhelmshaven II stehen im Verdacht, in der Oberliga auf eine Niederlage der eigenen Mannschaft gewettet zu haben. Die zuständige Polizeibehörde hat konkrete Hinweise erhalten und die Ermittlungen aufgenommen.


Hamburg - Dem norddeutschen Amateurfußball droht möglicherweise ein Wettskandal. Bei der Oberligamannschaft SV Wilhelmshaven II sollen sechs Spieler in Wettbüros auf Niederlagen ihres eigenen Teams gewettet haben. Die Polizei in Wilhelmshaven hat entsprechende Hinweise erhalten und Ermittlungen in Richtung Betrugsverdacht aufgenommen. "Das zuständige Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes prüft zur Zeit, ob strafrechtliche Bestimmungen verletzt wurden", sagte ein Polizeisprecher.

Sportwetten: Manipulationsverdacht in der Oberliga
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Sportwetten: Manipulationsverdacht in der Oberliga

Weitere Angaben könnten derzeit nicht gemacht werden, erklärte Harms. Der SV Wilhelmshaven hat nach eigenen Angaben den Justiziar des zuständigen Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) von den Verdächtigungen informiert. Um welche Spieler es sich handelt, konnten weder Verein noch Polizei sagen. Die SVW-Reserve belegt derzeit den letzten Platz in der fünftklassigen Oberliga Niedersachsen West.

"Wilhelmshaven II hat nach dem Rückzug von Sponsoren bereits 40 Spieler in dieser Saison eingesetzt. Ich halte die Vorwürfe für unrealistisch", sagte der NFV-Spielobmann Jürgen Stebani. Für ihn hat der "Fall Wilhelmshaven" eine andere Qualität als der Vorfall in der Bremen-Liga.

Dort war im März auf Bitten der Polizei die Partie Werder Bremen III - FC Bremerhaven abgesagt worden, weil in einem Wettbüro in Bremerhaven ungewöhnlich hohe Wetten auf eine Niederlage des favorisierten FC Bremerhaven gesetzt worden waren.

jar/dpa



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