Schiedsrichter Gräfe "Videobeweis hätte geholfen"

Manuel Gräfe hat Bayer Leverkusen um Entschuldigung gebeten. Sein Fehler hatte Wolfsburg auf die Siegerstraße gebracht. Der von Rudi Völler kritisierte Schiedsrichter hätte sich über einen Videobeweis gefreut.

Schiedsrichter Gräfe: offen für technische Hilfsmittel
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Schiedsrichter Gräfe: offen für technische Hilfsmittel


Schiedsrichter Manuel Gräfe hat sich nach dem Bundesligaspiel VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen (2:1) bei den Gästen entschuldigt. "Es war mein Fehler und das tut mir sehr leid. Die Leverkusener können zu Recht sauer sein", sagte Gräfe nach dem Spiel.

Der Referee hatte vor dem irregulären 1:0 des VfL durch Nicklas Bendtner (34. Minute) bei einer Abseitsposition des Vorlagengebers Vieirinha seinen Linienrichter überstimmt, der die Fahne gehoben hatte. "Ich war mir einfach hundertprozentig sicher, dass der Leverkusener Spieler Kampl den Ball gespielt hat", berichtete Gräfe. Sein Assistent sei sich dagegen nicht so sicher gewesen.

Stattdessen hatte jedoch Wolfsburgs André Schürrle den Ball als Letzter gespielt. Gräfe befragte nach der Szene beide Spieler, erhielt jedoch keine eindeutige Antwort. "Ich habe leider von den Spielern keine Hilfestellung bekommen, das kann ich aber auch nicht erwarten", sagte Gräfe, der auch um Fairness bat: "Spieler machen Fehler, Trainer und Manager machen Fehler und Schiedsrichter eben auch. Man sollte nur fair und vernünftig miteinander umgehen."

Gräfe bekannte auch, dass ihm technische Hilfsmittel in diesem Moment recht gewesen wären. "Der Videobeweis hätte in dieser Szene geholfen". Er schränkte jedoch ein: "In vielen anderen Szenen stochert man weiter im Nebel."

rae/dpa

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insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
DorianH 31.10.2015
1.
Vielleicht sollte er mal woanders als auf dem Fußballplatz stochern, denn da hat der nix verloren. Schöner Gruß aus Karlsruhe....
Neugierig 01.11.2015
2. Respekt
Respekt, Herr Gräfe.
eingangrad 01.11.2015
3. Mal wieder Gräfe!n
Ich plädiere hier ganz klar, für eine Professionalisierung der Schiedsrichter. Also Fussballschiedsrichter als Beruf, mit angemessener Bezahlung und Prämien. Beginnend ab der Regionalliga. Wenn man sich vor Augen führt, welche Auswirkungen eine Fehlentscheidung haben kann, Beispiel die Relegation 2015. Das angebliche Handspiel, der Pfiff Gräfes, da kommen locker geschätzt 10-15 Mio. Euro zusammen. Anhand dieser Summen, ob es jetzt um Auf-oder Abstieg, das Erreichen der CL, oder nur um drei Punkte geht. Der einzige Amateur bei dem Spiel ist der Schiedsrichter. Im gleichen Kontext bin ich auch für den Videobeweis. Aber nur nach klar strukturierten Regeln. Zum Beispiel ein einmaliges Vetorecht für die Trainer pro Spiel. Strittige Abseitsentscheidungen, die mit dem Auge kaum erkennbar sind blieben erhalten, klare Fehlentscheidungen, wie gestern, könnten sofort revidiert werden. Nur so eine Idee...
MarkusW77 01.11.2015
4.
Ich bin auch pro Video Beweis, aber was macht man nach einem zu Unrecht abgepfiffenen Abseits? Freistoß? Die Spielsituation ist ja nicht wieder herstellbar. Tore kann man aberkennen oder geben, Elfmeter auch, aber abseits dürfte dann ja nicht mehr angezeigt werden,
hwdtrier 01.11.2015
5. Dann noch bitte
eine Entschuldigung an Wolfsburg für den nicht gegebenen Elfer.
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