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Fahren ohne Führerschein: Reus darf sich als unbestraft bezeichnen

BVB-Profi Reus: 540.000 Euro Strafe wegen Fahrens ohne Führerschein Zur Großansicht
REUTERS

BVB-Profi Reus: 540.000 Euro Strafe wegen Fahrens ohne Führerschein

Mehr als eine halbe Million Euro muss Marco Reus zahlen, weil er mehrfach ohne Führerschein geblitzt wurde. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft klar: Der Fußballnationalspieler darf sich trotzdem als unbestraft bezeichnen.

Hamburg - Borussia Dortmunds Fußballnationalspieler Marco Reus darf sich trotz des Strafbefehls über 540.000 Euro wegen Fahrens ohne Führerschein als nicht vorbestraft bezeichnen. Das sagte Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang der Nachrichtenagentur dpa. Der Strafbefehl über 90 Tagessätze sei seit Mittwoch rechtskräftig, erklärte die Staatsanwaltschaft und bestätigte damit Informationen der "Bild"-Zeitung.

Der 25-jährige Reus hat den Strafbefehl nach Angaben der Anklagebehörde akzeptiert. Demnächst bekomme er die Rechnung. Bei der Strafbemessung wurde das Gehalt mit 6000 Euro netto pro Tag zu 90 Tagessätzen festgelegt. Hochgerechnet lässt das auf einen Brutto-Jahresverdienst von rund vier Millionen Euro schließen.

"Gegenstand des Strafbefehls sind sechs Fahrten ohne Fahrerlaubnis und zwar in einem Zeitraum von September 2011 bis März 2014", sagte Vogelsang. Am 18. März wurde Reus bei einer Polizeikontrolle in der Dortmunder Innenstadt mit seinem Aston Martin erwischt. Zuvor war er bereits mehrfach bei Geschwindigkeitskontrollen aufgefallen. Weil er dabei aber stets geblitzt wurde, fand keine Führerscheinkontrolle statt, weshalb die fehlende Fahrerlizenz nie auffiel.

Reus hatte zwar im Alter von 18 Jahren Fahrstunden genommen, jedoch nie eine Prüfung gemacht. "Ich habe mich damals leider entschieden, diesen Weg zu gehen. Die Gründe kann ich heute selbst nicht mehr nachvollziehen", wird Reus in der "Bild"-Zeitung zitiert: "Heute weiß ich: Ich war in dieser Situation viel zu naiv."

"Wir haben mit Marco Reus gesprochen. Er sieht ein, dass er eine große Dummheit begangenen hat, und er hat versprochen, dass dies nie wieder vorkommt", sagte BVB-Pressesprecher Sascha Fligge. "Da wir Marco nicht nur sportlich als auch menschlich schätzen, gibt es keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln."

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es auf Grundlage der Nachrichtenagentur dpa, dass Marco Reus nicht vorbestraft sei. Das ist falsch. Richtig ist, dass sich Reus trotz Strafbefehl als nicht vorbestraft bezeichnen darf, da er zu nicht mehr als 90 Tagessätzen verurteilt worden war. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

ham/dpa/sid

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 73 Beiträge
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    Seite 1    
1. der arme marco
blidur 18.12.2014
er tut mir leid
2. Iss doch cool...
Reservist 1975, 18.12.2014
...einen Aston Martin ohne Lizenz zu bewegen. Was muss in diesem jungen Millionär vorgegangen sein? Doofheit wird bestraft! Die Finanzbehörden freut's. Peinliche, uncoole Nummer der Nummer 11!
3. Naja....
larry_lustig 18.12.2014
Gaaaanz richtig ist das nicht... Geldstrafen bis 90 TS tauchen zwar nicht im Führungszeugnis auf, und er darf sich als "nicht vorbestraft" bezeichnen. Vorbestraft ist er schon und jede weitere Eintragung bis zur kompletten Tilgung dieser Straftat, würden dann beide Einträge im Führungszeugnis sichtbar machen.
4. ganz schön blöd...
albicastrense 18.12.2014
für so viel geld hätte er doch längst den führerschein machen können. wenn der mal nicht zum fb wechselt...
5.
miss_moffett 18.12.2014
Ich finde es in Ordnung. Sonst könnten sich die BVB-Anhänger nicht mehr über die vorbestraften Bayernfunktionäre aufregen.
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