Ex-Nationalspieler Basler wird Geschäftsführer bei Lok Leipzig

Neuer Job für Mario Basler: Der frühere Nationalspieler wird die Geschäfte beim Fünftligisten Lok Leipzig führen. Der 46-Jährige hatte sich zuvor wenig erfolgreich als Trainer versucht.

Ex-Profi Basler in Leipzig: "Erfahrungen einbringen"
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Ex-Profi Basler in Leipzig: "Erfahrungen einbringen"


Hamburg - Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Mario Basler ist neuer Geschäftsführer Sport beim Fünftligisten Lok Leipzig. Der 46-Jährige übernimmt die Stelle beim aktuellen Tabellensechsten der Oberliga mit Wirkung zum 1. Februar 2015. Das teilte der Klub mit.

"Ich freue mich auf die reizvolle Aufgabe beim 1. FC Lokomotive Leipzig", sagte Basler. Die Vision und die Leidenschaft im Klub hätten ihn überzeugt, erklärte der frühere Bundesliga-Profi von Werder Bremen, Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern. "Ich möchte meine Erfahrungen sowie mein großes Netzwerk einbringen", so Basler.

Wie der Klub mitteilte, ist der 30-malige Nationalspieler bei den Blau-Gelben für den Bereich Sport allein verantwortlich und soll sich vorrangig um die erste Mannschaft kümmern. Zudem habe Basler die Aufgabe, Talente aus dem eigenen Nachwuchs an den Männerbereich heranzuführen.

Verein gehörte zu DDR-Zeiten zu den Großen

"Wir freuen uns sehr, mit Mario Basler den nächsten Schritt gehen zu können", sagte Lok-Präsident Heiko Spauke, der mit Basler über Geschäftskontakte ins Gespräch gekommen war. "Wir konnten ihn dann von unserem Projekt Lok2020 überzeugen. Wir möchten den Verein bis dahin in die 3. Liga führen. Durch das große Netzwerk hoffen wir natürlich nicht nur im Sportlichen von Mario Basler profitieren zu können, sondern auch im Bereich Vermarktung."

Lok gehörte zu DDR-Zeiten mit 77 Europapokalspielen zu den erfolgreichsten Klubs im Osten und gewann viermal den Pokal. Im vergangenen Jahr stiegen die Sachsen aus der Regionalliga ab. Durch den rasanten Aufstieg von Stadtrivale RB Leipzig bis in die Spitze der 2. Liga drohte Lok in der eigenen Stadt zuletzt immer mehr eine Rolle im Abseits.

Basler begann seine aktive Zeit als Trainer 2006 im Anschluss an seine aktive Karriere beim SSV Jahn Regensburg. Es folgten Stationen bei TuS Koblenz als Co-Trainer, bei Eintracht Trier sowie bei Wacker Burghausen und Rot Weiß Oberhausen, ehe er 2012 von der Fußball-Bühne vorläufig verschwand.

aha/sid



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
SGE1899 21.01.2015
1. Lok oder Chemie sollten so schnell wie möglich wieder Profifußball spielen.
Allein schon um Red Bull den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sicher würde auch die Leipziger Bevölkerung diese beiden Vereine noch mehr annehmen als den aktuellen Profiverein (Der ja auch schon überraschend viele Anhänger gewonnen hat). Insofern kann ich Herrn Basler nur alles Gute wünschen!
Daisycutter 21.01.2015
2. Nullnummer!
Ich frage mich ernsthaft was ein Basler noch positives bringen soll: In keinem Job nach seiner aktiven Laufbahn hat er auch nur geringste Erfolge vorzuweisen. Stattdessen hat er sich als "Kollumnist" der Boulevard-Presse als Nestbeschmutzer, Nachtreter und Klugscheißer in großen Teilen des deutschen Profifussballs unbeliebt und unglaubwürdig gemacht. Soviel zu den Erfahrungen und dem Netzwerk welche er einbringen will. Ich denke, er saugt nur das bischen Kohle ab, das Lok bieten kann und ist dann wieder weg. Aber solange er immer wieder Vereine findet, die ihn trotzdem engagieren, kann man ihm das nicht einmal vorwerfen...
puyumuyumuwan 21.01.2015
3. Würde ich auch gerne machen.
Statt nur rumzusitzen und Geld zu zählen. :-) Gute Aufgabe, einen Fünftligisten in die Bundesliga zu führen. Und machbar. Übrigens hat fast jeder Verein in der Bundesliga klein angefangen. Der FC Bayern München brauchte von 1900 - 1910, um in der Süddeutschen Liga zu spielen. 1926 scheiterten er schon im Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft in Leipzig gegen den SV Fortuna Leipzig 02 mit 0:2. Später wurde aus der Fortuna Leipzig 02 dann BSG Lokomotive Ost Leipzig und heute Lok Leipzig. Basler kann eine glorreiche Vergangenheit wiederholen. :-) 26 Jahre schafft der wohl noch mit seinen 46. Dann ist er 72 und kann sich nach dem Sieg gegen den FC Bayern mit einem wohligen Herzinfarkt verabschieden. Gemeinsam mit Hoeness, der dann 89 ist. Ich habe Basler immer gemocht. Seine Coolness, seine Unangestrengtheit und seine Ballbehandlung. Er war schon als Spieler eine Persönlichkeit. Der wäre auch was als Golfprofi geworden.
rocco 21.01.2015
4. Der hat sich vertan...
Ich glaube ja, Herr Basler hat nur Leipzig gehört und wollte schnell mit auf den Millionen-Zug aufspringen. Irgendwann wird er dann feststellen, dass es gelbe statt roter Trikots, Wasser statt Brause und fünfte Liga statt Champions-League gibt.
beckenbebauer 21.01.2015
5. @Zudem habe Basler die Aufgabe, Talente aus dem eigenen Nachwuchs an den Männerbereich heranzuführen.
DenSatz kann nur ein Schwuler geschrieben haben....
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