Transfer nach München: Götze kassierte 3,7 Millionen Euro vom BVB

Von Rafael Buschmann und Michael Wulzinger

Wechsel nach München: Götze kassierte Millionen vom BVB Fotos
Getty Images

37 Millionen Euro hat Bayern München für Mario Götze bezahlt. Nach Informationen des SPIEGEL gingen zehn Prozent der Ablösesumme an den Nationalspieler selbst. Das geht aus Götzes Vertrag mit dem BVB hervor.

Fußball-Nationalspieler Mario Götze hat für seinen Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern München 3,7 Millionen Euro vom BVB kassiert. Das sind exakt zehn Prozent der festgeschriebenen Ablösesumme in Höhe von 37 Millionen Euro, für die der Nationalspieler im vorigen Sommer von den Münchnern aus seinem laufenden Arbeitsverhältnis beim BVB herausgekauft wurde. Das berichtet der SPIEGEL.

Diese Zahlen gehen aus einem 13 Seiten umfassenden Vertrag hervor, den Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc am 27. März 2012 für den BVB mit Götze schlossen. Damals verlängerte der Club mit seinem umworbenen Jungstar einen Kontrakt, der im Sommer 2014 ausgelaufen wäre, bis zum 30. Juni 2016 - verbunden mit einer erheblichen Anhebung von Götzes Festgehalt und Prämien.

Beide Seiten vereinbarten außerdem eine "Ausstiegsklausel": Zum 1. Juli 2013 durfte Götze für eine Transfersumme von 37 Millionen Euro den Verein wechseln, zum 1. Juli 2014 für 30 Millionen und zum 1. Juli 2015 für 22 Millionen. Götzes "Transferbeteiligung" lag für diese festgeschriebenen Ablösesummen jeweils bei zehn Prozent, zu zahlen von Borussia Dortmund.

In dem Vertrag ist auch detailliert beschrieben, wie eine verbindliche Offerte aussehen und bis wann das Geld fließen sollte. Demnach hat Bayern München spätestens am 30. April vorigen Jahres ein "verbindliches Anzeige- und Angebotsschreiben" für Götze "per Post oder Telefax" an die Dortmunder Geschäftsführung geschickt. Die 37 Millionen Euro des FC Bayern waren bis spätestens 1. Juli fällig. Borussia Dortmund wiederum überwies Götze seinen 3,7-Millionen-Euro-Anteil "14 Tage nach Zahlungseingang der Transferentschädigung beim Club".

Götzes Spielerberater Volker Struth äußerte sich zum Vorgang nicht. BVB-Geschäftsführer Watzke sagte dem SPIEGEL: "Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Transfer korrekt abgelaufen."


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insgesamt 71 Beiträge
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1. Geld für die armen.....
ortibumbum.. 08.02.2014
toll und nochmals toll. Man muss nichts leisten, Steuern hinterziehen, hauptsache, man kann hinter eine Lederkugel treten, und das etwas besser, als andere. Genau wie Tennisspieler, Rennfahrer etc. Schade für Schuhmacher mit dem Skiunfall; dennoch bleibt, das er wg. Einsparung der deutschen Steuern in die Schweiz gegangen ist, wie Vettel und andere. Beckenbauer, der Großkotz, der auch nichts anderes kann, verlustiert sich im österreichischen Steuerdschungel. Höneß zahlt "brav"...., aber hinterzieht und beschwert sich noch darüber. Darf aber in der Weltgeschichte herumreisen, obwohl Anklage besteht. Beri keinem Anderen sonst möglich! Schöne Bananenrepublik.
2. Von mir aus
Mannheimer011 08.02.2014
Ordentlich versteuert kassiert der Staat ordentlich mit. Viel mir stört mich die aktuelle Werbekampagne meines Handyherstellers mit M.G. und Kaiser Franz. Sowas bezahlt beim Kauf mit...mir ist vollkommen egal welches Handy die beiden benutzen. Ein bestimmtes Mineralwasser eines Formel-Rennfahrers habe ich vor Jahren abgesetzt.
3. Clever, der Götze.
frank_w._abagnale 08.02.2014
Clever der Götze. Wer solche Verträge auahandelt, hat es auf dem Kasten. Und der BVB hat damit gezeigt, dass er nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Management und Vertragsgestaltung hinter dem Marktführer Bayern München hinterherhinkt.
4. Das nächste Mal ...
hans leerlauf 08.02.2014
bitte die Steuererklärung Götzes veröffentlichen und prüfen, ob die EUR 3,7 Mio ordentlich erklärt worden sind. Bei den Bayern weiß man das nie so genau.
5. ...
Mindbender 08.02.2014
Und bei diesen Summen mault der Rummenigge noch über PSG und den FFP?! Der FCB untermininiert bei solch horrenden Summen doch die Liga selbst. Ich will Fussball als _Sport_ sehen und nicht dieses gierige Geldgeschaffere, Spekulieren, Geld verschieben, groteske Ablösesummen, wahnsinnige Spielergehälter und sonstigen Schwachsinn, der neben dem Spielfeld passiert. Im Grunde kann man sich momentan nur einen Regionalligisten in seiner Nähe aussuchen, und da "Fan" werden und zuschauen. Der Rest "da oben" ist nur perverses Geklüngele und Unternehmertum. Sorry, musste mal raus :D
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