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Choreos statt Pyrotechnik: Clubchef Kind bietet 96-Fans Geld an

Hannovers Clubchef Martin Kind wünscht sich bunte Choreografien seiner Anhänger anstatt Bengalos in der Kurve. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, lockt er die Anhänger seines Vereins nun mit finanzieller Unterstützung - und macht ihnen ein ungewöhnliches Angebot.

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Getty Images

Clubchef Martin Kind: Angebot an die Fans

Hamburg - Immer wieder musste Bundesligist Hannover 96 hohe Geldstrafen aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik seiner Anhänger bezahlen. Clubchef Martin Kind geht nun einen Schritt auf die Fans zu und will die Übeltäter mit einer Geldspritze zum Umdenken veranlassen.

"Lieber würde ich diesen Leuten 100.000 Euro für kreative Choreografien geben oder sie bei Reisen zu 96-Spielen unterstützen. Dieses Angebot steht", erklärte Kind am Samstag in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Hintergrund sind die hohen Strafen, die Hannover 96 in den vergangenen zwei Jahren an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und an die Europäische Fußball-Union (Uefa) zahlen musste. Für das Fehlverhalten der eigenen Anhänger bei Bundesliga-, DFB-Pokal- und Europa-League-Spielen sind wohl mehr als 100.000 Euro an Strafgeld zusammen gekommen. Zuletzt in der Vorwoche, als dem Verein Bußgelder von 30.000 Euro nur für Vorfälle in der Rückrunde der vergangenen Bundesliga-Saison aufgebrummt worden sind.

"Wenn jemand erwartet, dass wir freiwillig hohe Strafen für das Abbrennen von Pyrotechnik zahlen, dann liegt er falsch", betonte Kind. "Dass wir deshalb im Stadion viel Geld in Videotechnik installiert haben, halte ich vom Grundsatz für eine Fehlinvestition - trotzdem müssen wir es tun, um Straftäter ausfindig zu machen", argumentierte der Unternehmer.

asi/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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    Seite 1    
1. das ist
drnice1983 03.08.2013
so ungefähr das dümmste was man ala Verein machen kann, wenns um Fans bzw Ultras geht!!! wer den Fans Geld bietet, egal wofür, hats nicht verstanden.
2.
RWDJojo 03.08.2013
Martin Kind versteht seine eigenen Fans einfach nicht! Choreos stellen ein Geschenk an Mannschaft und Verein dar. Eine finanzielle Unterstützung seitens des Vereins ist daher nicht gewünscht und wird sicherlich abgelehnt.
3. Bitte Überschrift ergänzen
noalk 03.08.2013
An die Red.: Bitte ergänzt die Überschrift und damit auch die Übersicht in den "Schlagzeilen" um das Wort "Clubchef". "Choreos statt Pyrotechnik: Clubchef Kind bietet 96-Fans Geld an". Nicht jeder weiß, dass der Vereinsboss Kind heißt. So ist die Überschrift missverständlich.
4. Attacke!
walter_frosch 03.08.2013
Der Mann hat wirklich nichts verstanden. Wahrscheinlich lassen die Hannoveraner Ultras beim Derby gegen WOB naechste Woche als Reaktion die ganze Kurve brennen. Und blasen damit auch gleich noch dem CDU-Oberbürgermeisterkandidaten den Marsch, der Trachtengruppen und Feuerwehr-Spielmannzüge als Gegenkultur zu den Ultras vorgeschlagen hat.
5. Nichts verstanden
rolantik 03.08.2013
Herrn Kinds Vorschlag ist an Ungeschicklichkeit nicht zu übertreffen. Vielleicht hilft ein Hörgerät, um die Lage zu verstehen. Es darf nicht wahr sein Übeltäter mit Geld zum "Umdenken" zu bewegen, wie will man denn dies in die Tat umsetzen. Als Unternehmer müsste Herr Kind eigentlich wissen, wie man in solchen Dingen vorgeht. Im Fall Schmadtke hat er genauso wenig Fingerspitzengefühl entwickelt wie jetzt. Wenn man etwas Aussergewöhnliches vorhat, dann diskutiert man das zuerst intern, möglichst mit erfahrene Leuten und geht erst dann an die Öffentlichkeit. Die Leute, die Spiele stören, müssen mit hohen Geldstrafen verfolgt werden und gesperrt werden, es muss weh tun, wenn man diese Primitivlinge neutralisieren will. Durch Geldangebote nimmt man sie zudem noch wichtig, die lachen sich jetzt schon ins Fäustchen, wenn sie für ihren nfug noch "belohnt" werden. Armer Herr Kind.
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