Vorwurf der arglistigen Täuschung Keine Einigung im Sammer-Prozess

Der Richter drängte die Parteien zur Einigung, der Prozess wird aber fortgesetzt: Matthias Sammers Rechtsstreit um die Vermittlung eines Profis geht weiter. Im Mittelpunkt: ein Wolfsburger Verteidiger.

Matthias Sammer (M.)
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Matthias Sammer (M.)


Im Zivilprozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern, Matthias Sammer, wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis hat es zunächst keine Einigung gegeben. Nach der ersten Verhandlung vor dem Landgericht München I wurde für den 6. Juli ein weiterer Termin angesetzt.

Bis dahin könnten sich Kläger und Beklagter außergerichtlich einigen. "Das brüllt nach einer Einigung", hatte der Richter gesagt, ehe er die Verhandlung zur Beratung beider Parteien für rund 20 Minuten unterbrach. Eine Einigung blieb dann jedoch aus.

Im konkreten Fall geht es um einen Streitwert von 64.750 Euro. Der Kläger Alderim Ramaj, 30, hatte seinen finanziellen Schaden ursprünglich sogar auf 350 000 Euro geschätzt. Im November 2015 gründete Ramaj gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH, über die beide Fußballspieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie damit nicht. "Diese GmbH war nicht der große Bringer", stellte auch der Richter fest. "Ich hätte die Scheißfirma null Komma null gebraucht", räumte Sammer senior vor der Kammer ein.

Ramaj hatte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer verkauft. Kurz nach der Abwicklung wurde der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, so Ramaj und ficht den Abtretungsvertrag an.

chh/dpa



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