Blatter-Herausforderer Van Praag will Garcia-Bericht veröffentlichen

"Ein klares Bekenntnis": Blatter-Herausforderer Michael van Praag hat den Fragebogen der Sport and Rights Alliance zu Korruption im Sport detailliert beantwortet. Er möchte unter anderem den Garcia-Bericht veröffentlichen.

Blatter-Herausforderer van Praag: Will auch sein Gehalt offen legen
DPA

Blatter-Herausforderer van Praag: Will auch sein Gehalt offen legen


Der Niederländer Michael van Praag will im Fall seiner Wahl zum neuen Fifa-Präsidenten unter anderem den Garcia-Bericht veröffentlichen und sein Gehalt offenlegen. Das erklärte der 67-Jährige in einer Mail an die Sport and Rights Alliance (SRA).

Die SRA, eine Koalition von führenden zivilgesellschaftlichen Organisationen, Sportorganisationen und Gewerkschaften, hatte den vier Präsidentschaftskandidaten einen Fragebogen zu den Themen Korruption, Arbeitsstandards und Menschenrechte zukommen lassen.

Nach der Auswertung der Reaktionen ist die SRA der Meinung, dass nur der Niederländer "ein klares Bekenntnis" zu den Punkten abgegeben habe. "Alle vier Kandidaten haben geantwortet, aber nur Michael van Praag hat in einer detaillierten persönlichen Antwort erklärt, die von der SRA angesprochenen Probleme anzugehen", teilte die Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International mit, die der Koalition angehört.

Der derzeitige Präsident Joseph Blatter habe "keine persönliche Stellungnahme" geschickt. Stattdessen habe sein Büro "die bisherigen Maßnahmen" der Fifa gegen Korruption dargestellt und "auf den laufenden Prozess zur Überarbeitung der Bewerbungskriterien" im Hinblick auf Menschenrechte, Arbeitsstandards und Antikorruptionsmaßnahmen verwiesen.

Sylvia Schenk, Sprecherin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland als Teil der SRA-Koalition, sagte: "Auch wenn es zunächst nur Worte sind - die Tatsache, dass alle vier Kandidaten geantwortet und ein Bekenntnis gegen Korruption sowie für Transparenz, zu Menschenrechten und international anerkannten Arbeitsstandards abgegeben haben, zeigt: Die Fifa kann die Probleme nicht länger negieren."

Der Garcia-Bericht hatte die Vergabe der WM 2018 nach Russland und 2022 nach Katar untersucht, die Fifa möchte ihn jedoch gern komplett geheim halten.

Gegen Amtsinhaber Blatter treten am 29. Mai zur Wahl in Zürich neben van Praag der einstige portugiesische Weltklassespieler Luís Figo sowie der jordanische Prinz Ali Bin Al Hussein an.

psk/sid

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
h.grootenboer 14.05.2015
1.
Und damit verliert er den Wahlkampf...
logabjörk 14.05.2015
2. ein Trauerspiel
im Jahr 2015. Sowas hält keiner für möglich. Gutsherren-Zustände.
anonymus1 14.05.2015
3. Was soll dieses Schmierentheater bedeuten ?!
So ein Schmarrn , da kommt nix bei raus ! ;0>
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.