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Fußball-Weltverband: Gesperrter Platini tritt nicht zur Fifa-Präsidentschaftswahl an

Michel Platini: Vorerst doch kein Blatter-Nachfolger Zur Großansicht
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Michel Platini: Vorerst doch kein Blatter-Nachfolger

Er wurde von der Fifa-Ethikkommission für acht Jahre gesperrt. Nun zieht Michel Platini seine Kandidatur zur Präsidentschaft des Fußball-Weltverbandes zurück.

Michel Platini zieht seine Kandidatur für die kommende Wahl des Fifa-Präsidenten zurück. Das bestätigte der 60 Jahre alte Franzose der Nachrichtenagentur AP und der französischen Sportzeitung. Damit hat der für acht Jahre gesperrte Uefa-Präsident seine Meinung geändert: Zuletzt hatte er stets unterstrichen, um seine Chance auf das Präsidentenamt kämpfen zu wollen.

"Ich ziehe meine Kandidatur zurück. Mir fehlt einfach die Zeit, Wahlkampf zu betreiben, gegen andere Kandidaten anzutreten. Wie soll ich dann eine Wahl gewinnen", sagte Platini "L'Équipe".

Der frühere französische Nationalspieler und Trainer hätte sich als Nachfolger für den ebenfalls für acht Jahre gesperrten Joseph Blatter ohnehin nur der Wahl stellen können, wenn er gegen seine Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS rechtzeitig erfolgreich gewesen wäre.

AP erklärte Platini nun, dass diese Zeit nicht ausreiche. "Das Timing ist nicht gut für mich", sagte er - die Wahl ist am 26. Februar. "Bye bye Fifa", sagte Platini nun. Er schließt aber nicht aus, zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zum Welt-Fußballchef zu werden: Es gebe keine Altersbegrenzung - "also komme ich vielleicht in 20 Jahren wieder. Wer weiß?", sagte er in dem Gespräch.

Die Ethikkommission der Fifa hatte eine von Blatter bewilligte Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini aus dem Jahr 2011 als Verstoß gegen die Fifa-Ethikregeln gewertet - und beide daraufhin gesperrt. Gegen diese Strafe will Platini aber vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Er behauptete, das Geld für lange zurückliegende Beratertätigkeiten erhalten zu haben. "Ich kann nichts bedauern an dieser Geschichte", bekräftigte Platini nun nochmals in dem AP-Interview.

cvo/apr/AP/dpa

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insgesamt 23 Beiträge
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    Seite 1    
1. Das soll eine
derkloppstock 07.01.2016
Eilmeldung sein? So langsam reicht es mit mit der Spon App
2.
holzhouser 07.01.2016
Das währe ja noch schöner! Wer gesperrt ist,ist gesperrt!!!
3. Platin?
pb-sonntag 07.01.2016
Wer ist das? Ist das nicht der, der von der Ethik-Kommission wegen Korruption gesperrt ist? Ist das nur ein Manöver, um in den Medien zu bleiben? Peinlich allemal. Lieber blubbagold, bitte nicht kommentieren, das Thema ist schon unappetitlich genug.
4. !
janne2109 07.01.2016
na dann hat der alte Blatter wenigstens hier noch mal ausholen können, was wäre wohl passiert wenn er damals zurück getreten wäre und Platini den Job gegeben hätte?? Niemand hätte niemals etwas von dem ganzen Klüngelkram erfahren
5.
turadot 07.01.2016
Wieso, er darf doch gar nicht. Eine noble Geste von ihm, dass er nicht will. Mein Gott, was sind das für Nachrichten, dass jemand, der gesperrt ist und nicht kandidieren darf, sich öffentlich zur Lachnummer macht, indem er verkündet, dass er nicht kandidieren will.
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