Hamburg - Ein gutes Vorbild ist er nur selten. Trotzdem wird dem italienischen Nationalstürmer Mario Balotelli eine besondere Ehrung zuteil: Das amerikanische "Time"-Magazin hat den Profi das AC Mailand in die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt gewählt.
In der Kategorie "Ikone" steht er unter anderem in einer Reihe mit Michelle Obama und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Nicht zum ersten Mal hat Balotelli einen großen Auftritt im "Time"-Magazin: Im November hatte ihm das Heft die Titelgeschichte gewidmet.
Dabei fällt der Angreifer immer wieder durch Skandale und Undiszipliniertheiten auf: In seinen nicht einmal zweieinhalb Jahren bei Manchester City kassierte er insgesamt vier Platzverweise. Im Privatleben geriet der heute 22-Jährige unter anderem in die Schlagzeilen, weil er im Badezimmer mit Feuerwerkskörpern hantierte.
Nach seinem Wechsel zum AC Mailand wurde er jüngst auf einer Reise zum Auswärtsspiel beim Rauchen erwischt. Auch eine Sperre wegen Schiedsrichter-Assistenten-Beleidigung handelte er sich beim AC Milan schon ein.
Gegen eine zusätzliche Zahlung von 20.000 Euro wurde die Sperre zwar von drei auf zwei Partien verkürzt, beim Spitzenspiel der italienischen Serie A gegen Meister Juventus Turin muss er trotzdem zusehen.
Zu Balotellis sportlichen Höhepunkten gehört das EM-Halbfinale gegen Deutschland im vergangenen Jahr, in dem er beide Tore zum 2:1-Erfolg der Italiener beisteuerte - und eine unvergessene Jubelpose. Neben Balotelli stehen noch drei weitere Sportler auf der "Time"-Liste: Basketballer LeBron James, Ski-Ass Lindsey Vonn und die chinesische Tennisspielerin Li Na.
buc/sid
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