Fußball-Betrug Auch Profi-Spiele in Niederlanden manipuliert

Der Manipulationsskandal im europäischen Fußball hat jetzt auch die Niederlande erreicht. Vier Profi-Spiele sollen betroffen sein. Bei internationalen Partien seien zudem Vereine aus der Ehrendivision benachteiligt worden. Die Informationen gab die Bochumer Staatsanwaltschaft bekannt.

Sportwetten: Skandal beschäftigt auch die Niederländer
DPA

Sportwetten: Skandal beschäftigt auch die Niederländer


Hamburg - Auch die Niederlande müssen sich mit dem Thema Spielbetrug im Fußball beschäftigen. So sind offenbar mindestens vier Partien im holländischen Profifußball im Jahr 2009 manipuliert worden. Nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft sollen zudem niederländische Mannschaften zwischen 2009 und 2013 bei internationalen Spielen benachteiligt worden sein. Mindestens sieben Fußballspiele von niederländischen Mannschaften wurden nach Informationen der deutschen Justiz manipuliert. Das sagte der Bochumer Staatsanwalt Andreas Bachmann im niederländischen Fernsehen am Samstag.

Bei den internationalen Spielen wurde nach Angaben Bachmanns "teilweise auf Schiedsrichter eingewirkt", um Ergebnisse zu manipulieren. "Dadurch sind unseres Erachtens nach auch niederländische Mannschaften geschädigt worden." Um welche Spiele es sich handelt, wollte der Staatsanwalt nicht sagen, um den niederländischen Kollegen nicht zuvorzukommen

Bachmann, der jahrelang zum sogenannten Matchfixing im Fußball ermittelt, berief sich auf Beweise aus Telefonüberwachungen. Die deutsche Justiz habe auch in den Niederlanden mit Wissen der dortigen Behörden Telefone abgehört.

tpr/aha/dpa



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insgesamt 6 Beiträge
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totalmayhem 01.09.2013
1.
Na sowas aber auch. Bin mal gespannt wann es in deutschen Fussball so richtig kracht. Ein spanischer Richter hat ja angeblich der Muenchner Staatsanwalschaft Beweise in Form von Abhoerprotokollen zukommen lassen, die belegen, dass der FC Banane 50 Millionen fuer "Matchfixing" von einer Bande russischer Auftragskiller und Waffenschieber kassiert haben soll. Russian mafia paid Bayern Munich millions to throw UEFA Cup semi-final, judge claims | Mail Online (http://www.dailymail.co.uk/news/article-1066544/Russian-mafia-paid-Bayern-Munich-millions-throw-UEFA-Cup-semi-final-judge-claims.html)
Malone81 01.09.2013
2.
Zitat von totalmayhemNa sowas aber auch. Bin mal gespannt wann es in deutschen Fussball so richtig kracht. Ein spanischer Richter hat ja angeblich der Muenchner Staatsanwalschaft Beweise in Form von Abhoerprotokollen zukommen lassen, die belegen, dass der FC Banane 50 Millionen fuer "Matchfixing" von einer Bande russischer Auftragskiller und Waffenschieber kassiert haben soll. Russian mafia paid Bayern Munich millions to throw UEFA Cup semi-final, judge claims | Mail Online (http://www.dailymail.co.uk/news/article-1066544/Russian-mafia-paid-Bayern-Munich-millions-throw-UEFA-Cup-semi-final-judge-claims.html)
Sie verlinken jetzt nicht ernsthaft einen Artikel aus dem Jahr 2008, dessen Anschuldigungen bereits seit mehreren Jahren aufgearbeitet und entkräftet wurden, oder? Mal im Ernst: so sehr ich mir auch wünschen würde das an den Vorwürfen was dran wäre; wie kann man jetzt hier bitte so eine alte, abgekochte Geschichte vorbringen!?!
wachholz.texte 01.09.2013
3. Jahrelange Bevorzugung
Von wegen "alt und abgekocht": Die Bevorzugung des FCB durch Schiedsrichter, national wie international, zieht sich seit Jahren als leuchtend roter, skandalöser Faden durchs Geschehen. Warum hat Ribery im CL-Finale keine rote Karte gesehen, warum darf ein Madzukic überhaupt noch antreten, warum wird Eintracht Frankfurt krass doppelt betrogen, warum wird ein fürs ganze Stadion lachhafter Elfer gegen Nürnberg gegeben etc.etc.etc.??? Vielleicht kommt im Zuge weiterer Ermittlungen gegen das bzw. die Konten des Herrn Hoeneß in der Schweiz noch mehr heraus.
streitross2012 01.09.2013
4. Als BVB-Fan kann ich nur feststellen:
Verleumdungen, egal gegen wen, haben auch im Sport nichts zu suchen: Pfui Teufel!
wachholz.texte 01.09.2013
5. Hinter der Fassade
Selbst naiven Sportfreunden, selbst in Dortmund, düfte allmählich dämmern, dass im Profigeschäft andere Spielregeln gelten als die von Anstand und Moral - zu groß die Summen, zu groß die Verlockung. Siehe auch das vergiftende Thema Doping. So gesehen kann es dem Betrieb nur gut tun, wenn immer wieder einmal etwas von den betrügerischen Praktiken herauskommt, gegen die Phalanx der beschönigenden Manager, Funktionäre, Leserbriefschreiber...
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