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Ehemaliger HSV-Trainer Slomka: "Hätte im Juli zurücktreten müssen"

Mirko Slomka: "Da war noch nicht dramatisch viel passiert" Zur Großansicht
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Mirko Slomka: "Da war noch nicht dramatisch viel passiert"

Er schaffte mit dem HSV den Klassenerhalt, dann musste sein Sportdirektor gehen - doch Mirko Slomka blieb. Ein Fehler, wie der Trainer rückblickend sagt. Er sei zum "Einzelkämpfer" geworden.

Hamburg - Am Ende der vergangenen Saison schafften Mirko Slomka und der Hamburger SV mit Mühe in der Relegation den Klassenerhalt. Dass er seinen Posten danach nicht freiwillig räumte, bezeichnet Slomka rückblickend als Fehler.

"Als Oliver Kreuzer im Juli für mich völlig überraschend entlassen wurde, hätte ich zurücktreten müssen", räumte Slomka im "Sportclub" des NDR-Fernsehens ein. Er habe mit dem Ex-Sportchef "fantastisch zusammengearbeitet", danach sei er zum "Einzelkämpfer" geworden, sagte der 47-Jährige.

Slomka hatte mit Kreuzer die Rettung des HSV in der Relegation gegen Greuther Fürth geschafft. Nach nur drei Spieltagen der laufenden Spielzeit mit einem Punkt und null Toren wurde er von der HSV-Führung jedoch freigestellt. Der Rausschmiss sei für ihn überraschend gekommen. "Da war ja noch nicht dramatisch viel passiert", sagte er. Seinem Nachfolger Josef Zinnbauer wünsche er mehr Geduld seitens des Klubs.

Slomka sieht die Probleme beim erneut abstiegsgefährdeten HSV nach nur 16 Toren in 25 Spielen vor allem im Angriff: "Es fehlt ein Stürmer, der mehr als zehn Tore im Jahr schießt und konstant auf dem Platz steht." Dennoch glaubt er, dass der HSV sich erneut retten wird.

luk/dpa/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Falsch
hei-nun 16.03.2015
Es darf nicht heißen: "Er schaffte mit dem HSV den Klassenerhalt", sondern: "Der HSV schaffte trotz Slomka den Klassenerhalt".
2. Hätte er nicht
HamburgerJung2110 16.03.2015
Denn dann hatte der arme Junge keine Abfindung erstreiten können
3.
Ihr5spieltjetzt4gegen2 16.03.2015
Na, lieber Mirko, dem HSV dürfte wohl etwas mehr fehlen als ein treffsicherer Stürmer... Der HSV und Slomka haben beide den gleichen Fehler begangen: Man hat sich in einer sehr schwierigen Situation aufeinander eingelassen. Den entscheidenden Fehler hat Slomka begangen, als er beim HSV angeheuert hat. Seine Demission bei Hannover 96 hätte seiner Karriere kaum geschadet. Er hatte die 96er in einer sehr prekären Situation übernommen. Mit Glück und Können hat er dann doch noch mit der wegen des Freitods von Robert Enke psychisch gelähmten Mannschaft den Klassenerhalt geschafft. Danach hat er mit einem relativ einfachen, aber effektiven Konzept H96 in die obere Tabellenhälfte und sogar in die EL geführt. Wobei Schmadtke hier ebenfalls ein Vater des Erfolgs war. Von Herrn Kind in die Wüste geschickt zu werden ist jetzt kein K.O-Kriterium. Der hat auch anderen schon die Papiere gegeben, wenn es nicht so lief wie er sich das vorstellte, z.B. Rangnick. Sicher muss man kritisch hinterfragen, was Slomka im Club alles so verändert hat nach Schmadtkes Fortgang und was davon zur Leistungseinbuße in der damaligen Hinrunde beigetragen hat. Aber akut abstiegsgefährdet war man trotz eklatanter Auswärtsschwäche nicht. Allerdings weit von den selbst (gerade von Herrn Kind) postulierten Ansprüchen entfernt. Da war die Entlassung kein Schaden für die Reputation. Mit etwas Geduld hätte Slomka woanders eine seriös einzuschätzende neue Position bekommen. Aber es musste ja sofort wieder ein neuer Club sein. Wobei der HSV sich auch fragen lassen muss, inwieweit es Sinn macht, einen gerade gefeuerten Trainer einzustellen. Ein wenig zeitlicher Abstand tut jedem gut. Nach seinem Überraschungscoup gegen den BVB kam dann auch nicht mehr viel. Slomka und der HSV hatten das Riesenglück, dass es 2 noch schlechtere Teams in dieser Saison gab und dass man mit 27 (!) Punkten noch den Relegationsplatz erreicht hat. Und in der Relegation mit nur einem erzielten Tor bei 2 Unentschieden gegen Fürth die Klasse noch erhalten konnte. Das wird wohl lange Zeit einmalig bleiben. Spätestens da war die Reputation von Slomka beschädigt. Dass die zu erwartende neue Führung weder ihm, noch Kreuzer positiv gegenüber stand, war schnell ersichtlich. Dass man sich schnell von beiden trennen würde keine Überraschung. Direkt nach der Relegation wäre der Zeitpunkt zum Rücktritt Slomkas richtig gewesen. So hängt ihm der Makel des frühen Rauswurfs an.
4.
powerkraut 16.03.2015
Wenn man "HSV" durch "96" und "Kreuzer" durch "Schmadtke" ersetzt, passt der Artikel immer noch. Sorry, die Spitze musste sein.
5.
sissy69 16.03.2015
"Noch nicht dramatisch viel passiert" ist schon richtig: ein Punkt, null Tore! Aber wenn er Stil bewiesen hätte und freiwillig gegangen ware, hätte es natürlich keine Abfindung gegeben. Dass er nach Kühnes Aussagen im Vorfeld nicht lange im Amt bleiben würde, war nicht schwer zu vorherszusehen.
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