Mittelfinger-Eklat Uefa ermittelt gegen Montpellier-Trainer

Konsequenz für den Mittelfinger nach dem Champions-League-Spiel gegen Schalke: René Girard muss sich bei der Uefa wegen seiner unmissverständlichen Geste erklären. Gegen den Montpellier-Coach wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet. Ihm droht eine Sperre.

Montpellier-Trainer Girard: "Ungebührliches Verhalten"
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Montpellier-Trainer Girard: "Ungebührliches Verhalten"


Hamburg - René Girard, Trainer des französischen Fußball-Erstligisten HSC Montpellier, könnte nach seiner Entgleisung im Gruppenspiel der Champions League bei Schalke 04 (2:2) Ärger mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa) bekommen. Wie der Verband mitteilte, wurde der 58-Jährige im Rahmen eines Disziplinarverfahrens wegen "ungebührlichen Verhaltens" zu einer Anhörung am 9. Oktober geladen, ihm droht eine Sperre. Girard hatte nach dem Abpfiff am Mittwoch Schalkes Trainer Huub Stevens den Mittelfinger gezeigt.

Stevens hatte sich schon während der 90 Minuten lautstarke Auseinandersetzungen mit Gäste-Trainer Girard an der Seitenlinie geliefert. Der Höhepunkt der Streitigkeiten spielte sich dann kurz nach dem Schlusspfiff ab.

Stevens reagierte nach Ende des Spiels gelassen. Er hatte die obszöne Geste Girards zunächst nicht gesehen, erst später wurde sie ihm in einer Fernsehwiederholung gezeigt. "Das ist ein Niveau, auf das ich mich nicht begeben will", sagte der Schalke-Trainer beim TV-Sender Sky. Girard hätte bei jeder Szene eine Gelbe Karte für Schalke gefordert, das wäre kein Fair Play gewesen, so Stevens.

jar/dpa/sid



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