Von Peter Ahrens
Felix Magath ist es passiert, Giovanni Trapattoni und Otto Rehhagel auch, Jürgen Klinsmann sowieso. Alle sind sie beim FC Bayern München letztlich gescheitert, trotz zwischenzeitlicher Erfolge wie vor allem im Fall Magath. Bei allen hat irgendetwas nicht gestimmt zwischen Trainer und Verein. Louis van Gaal hat sich jetzt eingereiht. Er wird den Verein zum Saisonende vorzeitig verlassen.
Ab sofort beginnt die Nachfolgesuche. Wie hat er also künftig auszusehen, der ideale Münchner Trainer, einer, der selbst Präsident Uli Hoeneß gefallen würde? SPIEGEL ONLINE macht den Kandidatentest: Wer hat das Zeug zum wahren Bayern-Coach?
Fangen wir mit der spektakulärsten Variante an: Joachim Löw. Der Bundestrainer, so mutmaßt die "Bild"-Zeitung, könnte 2012 nach der Europameisterschaft übernehmen. Bis dahin würde der alte Hoeneß-Kumpel und jetzige Leverkusen-Trainer Jupp Heynckes für eine Saison den Platzhalter spielen, heißt es. Löw hat seit der WM 2010 die Aura des Unantastbaren. Der 51-Jährige ist führungsstark, hat Stehvermögen, seine Strategie des offensiven Spiels mit jungen, willigen Profis hat sich bewährt. Zudem kennt er einen Gutteil des Bayern-Kaders bestens aus der Nationalelf. Löw hat in der Vergangenheit mehrfach durchblicken lassen, dass er auch gerne wieder einen Verein trainieren würde.
Dagegen spricht, dass Löw bis zum letzten Moment bei der Nationalelf voll gefordert wäre. Er müsste ohne Zwischenstopp sofort nach der EM beim Rekordmeister einsteigen. Außerdem sind es genau die Löwschen Stärken, die ihm bei den Bayern Probleme bereiten könnten: Der Bundestrainer lässt sich extrem ungern reinreden. Damit ist er als möglicher Coach in München fast schon erledigt.
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