Nach Fan-Protesten Auch die zweite Liga schafft Montagsspiele ab

Die Bundesliga hat vorgelegt, nun folgt auch die zweite Liga: Montags werden von der Saison 2020/2021 an keine Spiele mehr ausgetragen. Stattdessen soll es einen neuen Termin geben - am Samstagabend.

Zweitliga-Fußballfans bei Union Berlin
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Zweitliga-Fußballfans bei Union Berlin


Auch in der zweiten Fußball-Bundesliga gehören Montagsspiele ab der Saison 2021/2022 der Geschichte an. Darauf einigten sich nach Angaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) die betroffenen Klubs "mit großer Mehrheit". Stattdessen soll künftig eine Partie am Samstagabend ab 20.15 Uhr ausgetragen werden. Die bei Fans ungeliebten Montagsspiele gibt es in der zweiten Liga seit 1993.

Vorausgegangen waren Diskussionen um die Ausschreibung der nationalen Medienrechte ab der Saison 2021/2022. Laut DFL fiel die Entscheidung am Montag bei "einem intensiven Gespräch und Meinungsaustausch über diverse Themen" in Frankfurt. Der Dialog über strukturelle und inhaltliche Fragen soll im Januar fortgesetzt werden.

Das Fan-Bündnis "Pro Fans" begrüßte die Entscheidung. "Das ist sicher eine Erleichterung für die aktiven Fans, vor allem für die Auswärtsfahrer. Das lag uns sehr am Herzen, insofern ist das ein Erfolg, der uns beflügelt und weitere Ziele angehen lässt", sagte Sprecher Sig Zelt: "Es ist gut, dass mehr und mehr erkannt wird, dass Fans dem Fußball einen Mehrwert geben."

Erst Ende November hatte auch die Bundesliga eine Abschaffung der Montagsspiele beschlossen. In der höchsten deutschen Spielklasse sollen die fünf Partien pro Spielzeit auf Sonntage verteilt werden.

Die Zweitligisten beschlossen in Frankfurt für die Saison 2018/2019 zudem die Einrichtung eines Solidaritätsfonds von 1,8 Millionen (bei drei Absteigern) beziehungsweise 1,2 Millionen Euro (bei zwei Absteigern). Dazu wird jeder Verein einen pauschalen Beitrag in Höhe von 100.000 Euro (bei drei Absteigern) beziehungsweise 66.667 Euro (bei zwei Absteigern) beitragen.

bka/sid



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