Pokalpleite in Osnabrück "Warum es immer dem HSV passiert, kann ich auch nicht sagen"

Pleite gegen zehn Osnabrücker: Einmal mehr scheitert der HSV in der ersten Pokalrunde. Damit brechen schon vor Beginn der Bundesligasaison ungemütliche Zeiten für den Traditionsklub an.

Ratlose HSV-Spieler nach der Pleite im DFB-Pokal
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Ratlose HSV-Spieler nach der Pleite im DFB-Pokal

Von Philipp Awounou


Nach 90 peinlichen Minuten im Stadion an der Bremer Brücke war die Ratlosigkeit groß. "Warum es immer dem HSV passiert, kann ich auch nicht sagen", sagte Trainer Markus Gisdol gefrustet nach dem 1:3 seiner Mannschaft gegen den VfL Osnabrück. Es war das dritte Ausscheiden in der ersten Pokalrunde in den vergangenen sechs Jahren.

"Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Unser Passspiel war aber unsauber, und die wenigen Chancen des Gegners haben wir schlecht verteidigt", sagte Gisdol. Während es dem HSV an Konzentration, Effizienz und Einsatzbereitschaft mangelte, bestachen die Gastgeber mit Kaltschnäuzigkeit. Mit dem ersten Torschuss ging der Drittligist in Führung, mit dem ersten gelungenen Angriff der zweiten Halbzeit erhöhten die Niedersachsen auf 2:0.

Dabei schien der Spielverlauf dem Bundesligisten in die Karten zu spielen, nachdem Osnabrücks Marcel Appiah aufgrund einer Notbremse in der 19. Minute die Rote Karte sah. Aus der daraus resultierenden Überzahl vermochte der HSV jedoch kein Kapital zu schlagen. Der Großteil der Angriffsbemühungen verpuffte aufgrund fehlender Inspiration oder Genauigkeit. Und wenn sich die Hamburger dann doch einmal vors Osnabrücker Tor kombinierten, versagten Bobby Wood, André Hahn und Co. die Nerven.

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Osnabrück dagegen darf sich neben den Einnahmen aus der zweiten Pokalrunde auch über einen Schub für den Alltag in der dritten Liga freuen. Dort sind die Niedersachsen nach vier Spieltagen noch sieglos. "Wir haben überragend gekämpft. Der Sieg bedeutet uns sehr viel", kommentierte Osnabrücks Halil Savran den überraschenden Pokalerfolg des VfL.

Und beim HSV? Brennt der Baum, noch bevor die Bundesligaspielzeit 2017/18 überhaupt begonnen hat. Sollte auch der Saisonstart gegen den FC Augsburg missglücken, ist man schon gleich in der Krise. Markus Gisdol hatte sich eine sorgenfreie Saison gewünscht. Danach sieht es nach dem peinlichen Fehlstart im Pokal nicht aus.



insgesamt 77 Beiträge
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Freifrau von Hase 13.08.2017
1.
Eigentlich macht lästern über den HSV schon gar keinen Spaß mehr. Man empfindet fast so etwas wie Mitleid und möchte den Fans ein Taschentuch reichen....
lennart.30539 13.08.2017
2. Hsv alias soltau-nord
Nicht alles, was man kann, muss man. Der HSV beherzigt beides.
Bueckstueck 13.08.2017
3. Mir wärs auch lieber...
... wenn HSV im Pokal mal weiter kommt und dafür am Ende der Saison endlich absteigt. :P
awanko 13.08.2017
4. volle Konzentration
Dann kann sich der HSV ja jetzt voll auf den Abstiegskampf konzentrieren
jens20505 13.08.2017
5. Oh man,
geht das schon wieder los? Herrlich, ohne HSV bashing würde es nur halb soviel Spass machen!
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