Nach nur fünf Spielen Inter trennt sich von Trainer Gasperini

Inter Mailand hat auf seinen schlechten Saisonstart reagiert und sich von Trainer Gian Piero Gasperini getrennt. Das Team hatte in den ersten fünf Saisonspielen nur einen Punkt geholt. Als Nachfolger werden unter anderem Claudio Ranieri und Luis Figo gehandelt.

Ex-Inter-Coach Gasperini: Trennung nach schwachem Saisonstart
dapd

Ex-Inter-Coach Gasperini: Trennung nach schwachem Saisonstart


Hamburg - Vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen waren zu viel: Inter Mailand hat nach dem schlechten Saisonstart die Zusammenarbeit mit Trainer Gian Piero Gasperini beendet. Auslöser war die 1:3-Pleite bei Aufsteiger Novara Calcio am Dienstag. "Heute schien es mir, als habe er das Team nicht in der Hand", hatte Inter-Präsident Massimo Moratti anschließend über den Trainer gesagt. Der Clubchef hatte zudem in Novara angekündigt, sich eine Nacht Zeit für eine Entscheidung zu nehmen - die er nun getroffen hat.

"Der Verein möchte Gian Piero Gasperini für die Hingabe, die er in seiner Arbeit gezeigt hat, danken und bedauert es, die Zusammenarbeit mit dem Trainer beenden zu müssen", kommentierte der Verein auf seiner Internetseite.

Inter befindet sich nach der 1:3-Niederlage bei Novara Calcio und nur einem Punkt aus den ersten drei Ligaspielen im Tabellenkeller der Serie A. Zuvor hatte Inter nur 0:0 gegen AS Rom gespielt und 3:4 gegen US Palermo verloren. Zudem gab es in dieser Saison zwei weitere Niederlagen für den Pokalsieger: ein 1:2 im Supercup gegen Meister AC Mailand und ein 0:1 gegen den türkischen Club Trabzonspor zum Start in die Champions League. Noch vor 15 Monaten hatte der Verein das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League gefeiert.

Luis Figo als Nachfolger im Gespräch

Die italienischen Sportzeitungen hatten den Rauswurf schon erwartet. "Gasperini geht unter - Das ist das Ende", titelte die "Gazzetta dello Sport" am Mittwoch. Und der "Corriere dello Sport" war sich sicher: "Gasperini ist weg."

Der Coach selbst hatte offenbar nach der bitteren Startbilanz aufgegeben. "Dies war eine schmerzhafte Ohrfeige", räumte er ein und bot indirekt bereits seinen Rücktritt an. "Wenn ich das Problem bin, lässt sich das lösen", sagte der 53-Jährige.

Erst im Juli hatte Gasperini einen Zweijahresvertrag bei Inter unterschrieben und die Nachfolge des Brasilianers Leonardo angetreten. Schon am Vormittag leiteten die Co-Trainer Giuseppe Baresi und Daniele Bernazzani das Training. Als Nachfolger für Gasperini werden bereits Namen wie Claudio Ranieri, Luis Figo und Quique Sánchez Flores gehandelt.

leh/sid/dpa/dapd

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
der_rookie 21.09.2011
1. Hm
Hat nicht Loddar mal recht erfolgreich in Mailand gespielt? Der ist doch auch gerade frei :-))
spon-1277755831106 21.09.2011
2. .
Gasperini lernt gerade Hamburgisch!
fullspeed 21.09.2011
3. 4 Wochen "gearbeitet"...
...und jetzt gibts für den Zweijahresvertrag ne Millionenabfindung. Was für eine Dekadenz,Lutz Claassen läßt grüßen...
leser1801 21.09.2011
4. wieso dekadent?
Zitat von fullspeed...und jetzt gibts für den Zweijahresvertrag ne Millionenabfindung. Was für eine Dekadenz,Lutz Claassen läßt grüßen...
aehhh, was ist denn daran dekadent? Wenn Du nen Zeitvertrag mit einer Firma hättest und die schmeißt dich nach ein paar Wochen raus, bestehst du ja wohl auch auf einen Ausgleich oder? Außerdem können wohl auch in Italien Verträge frei gestaltet werden. Vielleicht einigen sich die Parteien ja auf einen Ausgleich, aber nicht das volle Gehalt für zwei Jahre, weißt du das?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.