Hamburg - John Terry muss seine Kapitänsbinde in der englischen Fußball-Nationalmannschaft wegen angeblich rassistischer Beschimpfungen abgeben. Am Freitag gab es ein Gespräch zwischen Nationaltrainer Fabio Capello und der Verbandsspitze gegeben. "Terry wird das Team nicht führen, bis die Vorwürfe gegen ihn geklärt sind", teilte der englische Verband FA mit. David Bernstein, Vorsitzender der FA, soll den Innenverteidiger des FC Chelsea bereits zuvor über die Entscheidung informiert haben.
Terry soll am 23. Oktober 2011 seinen Gegenspieler Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers bei einem Spiel in der Premier League beleidigt haben. Die Staatsanwaltschaft sieht die Anschuldigungen durch Internetvideos belegt und hatte daraufhin das Verfahren gegen Terry eingeleitet.
Der 31-Jährige bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet den Vorgang als Hetzkampagne gegen seine Person. "Ich werde mit Klauen und Zähnen kämpfen, um meine Unschuld zu beweisen", hatte Terry gesagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Geldstrafe von bis zu 3000 Euro. Der Prozess soll im Sommer kurz nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) beginnen.
Terry verliert das Amt des Mannschaftsführers bereits zum zweiten Mal. Bereits 2010 hatte der Innenverteidiger kurz vor der WM in Südafrika die Binde abgeben müssen, nachdem eine Affäre Terrys mit der Ex-Freundin eines Nationalmannschaftskollegen publik geworden war. Im März 2011 war Terry allerdings wieder zum Kapitän ernannt worden.
aha/sid/dapd
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