DFB-Niederlage gegen Frankreich "Für Deutschland geht die Tortur des Abstiegs weiter"

Deutschland verliert gegen den Weltmeister. Medien in Italien und England verbreiten Untergangsstimmung. Aus französischer Sicht ist seit der WM jeder Spieltag ein Feiertag. Die Pressestimmen.

Lucas Hernandez und Thilo Kehrer (r.)
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Lucas Hernandez und Thilo Kehrer (r.)


Deutschland hat in der Nations League 1:2 (1:0) gegen Frankreich verloren. Trotzdem wurde das DFB-Team in der Heimat im Vergleich mit dem Debakel in den Niederlanden deutlich besser bewertet. Und im Ausland? Die internationalen Pressestimmen zum Spiel:

FRANKREICH

Le Parisien: Die französische Mannschaft hat "die beste Mentalität der Welt, einen Griezmann, der in Schlüsselmomenten trifft, einen Top-Torhüter und eine Armee von Hunden unter der Führung von Kanté, die zum Opfer bereit ist. Das Ganze ist ein Team, mit einem inspirierten Deschamps. Es ist jeden Tag der 15. Juli."

L'Équipe: "Eine erste Halbzeit nicht auf dem Niveau eines Weltmeisterteams. Ein Mangel an Kontrolle über den Ball und die Ereignisse. Aber dann Charakter, um sich durchzusetzen."

Les Dernières Nouvelles d'Alsace: "Während das französische Team in der ersten Halbzeit von der deutschen Mannschaft herumgeschubst wurde, hat es danach seine Kräfte mobilisiert, um dem deutschen Wespennest zu entkommen."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Frankreich ist mittendrin. Für Deutschland geht die Tortur des Abstiegs (...) weiter."

GROSSBRITANNIEN

The Sun: Löws "12-jährige Amtszeit als König des deutschen Fußballs scheint sich dem Ende zu nähern".

SPANIEN

La Vanguardia: "Der Weltmeister hat sein solides Spiel, das vor drei Monaten in Russland so beeindruckend war, verloren. In einer Zeit, in der mehr über den Ballon d'Or als über alles andere gesprochen wird, sind Einzelpersonen in einem Team entstanden, das dafür bekannt ist, in erster Linie ein Kollektiv zu sein."

AS: "Wenn Joachim Löw weiter derjenige ist, der auf der deutschen Bank sitzt, dann hängt das aber mehr in der Luft als je zuvor. Die große Krise, die den deutschen Fußball durchzieht, trägt seinen Namen."

Sport: "Der Fußball war grausam zu Deutschland. (...) Les Bleus reagierten nach der Pause und verwandelten Tore mit einem Doppelpack von Griezmann (...), die zum unfreiwilligen Henker von Joachim Löw werden könnten."

El Mundo: "Deutschland brauchte eine Revolution. (...) Der Trainer musste entscheiden, ob er diese Revolution anführen wollte (...). Und bei der Entscheidung zwischen dem sicheren Tod und einem, der nur wahrscheinlich ist, hat Löw sich dafür entschieden, gegen sich selbst und seinen Niedergang zu rebellieren."

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ÖSTERREICH

Kronen-Zeitung: "Am Ende also zwei umstrittene Elfmeter auf beiden Seiten, ein schönes Tor von Griezmann, und unterm Strich: Deutschland spielte besser als bisher, nur selbst das war zu wenig gegen den Weltmeister."

SCHWEIZ

Blick: "Trotzdem ist's gut, was die Deutschen bieten, die wohl beste Leistung des schlecht bis unterirdischen Jahres 2018. Das Endergebnis? 2:1. Es muss die Deutschen besonders schmerzen - sie, denen über Jahre auch durchschnittliche Leistungen genügten, um zu siegen. Sie verlieren gegen Franzosen, deren Bestform weit vom Gezeigten entfernt ist. (...) Und jetzt? Jogi Löw dürfte der couragierte Auftritt reichen, um im Amt zu bleiben."

sak/dpa



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