Neuer ManUnited-Coach Moyes: Schottisches Temperament ohne Pokal

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Premiere-League-Coach Moyes: "Hohe Arbeitsmoral"

Hat David Moyes das Format, um Trainerlegende Alex Ferguson zu beerben? Die beiden Schotten haben viele Gemeinsamkeiten: Temperament, Treue und Integrität. Aber der Erfolg unterscheidet sie. Das könnte die Finanzkraft von Manchester United nun ändern - wenn Moyes einen alten Bekannten bekehren kann.

Hamburg - Die Fußstapfen für David Moyes sind groß. Der 50-Jährige vom FC Everton wird Sir Alex Ferguson als Trainer bei Mancherster United ablösen, eine Legende. 38 Titel hat Ferguson in fast 27 Jahren bei dem Club gesammelt.

Moyes dagegen war elf Jahre als Teammanager bei Everton und hat in insgesamt 15 Jahren als Coach keinen einzigen Titel gewonnen.

Doch auch wenn Moyes nur sehr überschaubare Erfolge vorweisen kann, wird er als ein Trainer respektiert, der mit geringem Etat einiges erreichen kann. Dank der finanziellen Möglichkeiten von Manchester United muss er sich über Geld in Zukunft keine Sorgen mehr machen. Wer ist der Mann, der künftig eine der besten Vereinsmannschaften der Welt leiten soll? Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Parallele mit Sir Alex: Moyes wurde wie Ferguson in Glasgow geboren. Beide gelten als treue Arbeiter mit Prinzipien. Ferguson war 26 Jahre beim gleichen Verein, Moyes arbeitete elf Jahre als Everton-Trainer.
  • Empfehlung von der Legende: Seinen neuen Job bei ManUnited verdankt Moyes seinem Vorgänger. "Ich bewundere seine Arbeit schon seit langem, er ist ein Mann mit großer Integrität und hoher Arbeitsmoral", sagte Ferguson über seinen Nachfolger.
  • Schottisches Temperament: Moyes sollte schon vor 15 Jahren Assistent von Ferguson werden. Doch nach einem Treffen befand er den 35 Jahre alten Trainer-Neuling als zu heißblütig - und entschied sich für Steve McClaren.
  • Tradition bei ManUnited: Moyes ist der siebter Schotte, der den Club übernimmt.
  • Überschaubare Spielerkarriere: Als Aktiver gewann der Innenverteidiger mit Celtic Glasgow 1982 die Schottische Meisterschaft, sonst spielte er bei unterklassigen Teams. Seine Karriere beendete er 1999 beim Drittligisten Preston North End - dort begann er auch seine Trainerlaufbahn.
  • Trainer-Traumstart: Den ersten Erfolg als Coach feierte er 2000 mit dem Aufstieg von Preston North End in die zweite englische Liga. Fast wäre ihm auch der Durchmarsch in die Premier League gelungen.
  • Aufstieg durch Erfolg: 2002 unterschreibt er beim FC Everton. Dort bleibt er bis zum Sommer, sein Vertrag läuft aus.
  • Chance auf das internationale Geschäft: Moyes belegte 2005 mit Everton den vierten Platz - scheiterte aber später in der Qualifikation zur Champions League am FC Villarreal.
  • Pokalsieg vergeben: 2009 zog er mit Everton ins FA-Cup-Finale ein. Doch das Spiel ging 1:2 gegen den FC Chelsea verloren.
  • Der größte internationale Erfolg: 2008 erreichte Moyes das Achtelfinale des Uefa-Cups. Dort schied Everton erst im Elfmeterschießen gegen den AC Florenz aus.
  • Ausgezeichneter Coach: Moyes wurde 2003, 2005, 2009 englischer Teammanager des Jahres.
  • Rekord in England: Im Januar 2012 wurde Moyes der vierte Trainer nach Sir Alex Ferguson, Arsène Wenger und Harry Redknapp, der 150 Siege in der 1992 gegründeten Premier League feiern konnte.

Moyes entdeckte Rooney in der Everton-Jugend

Die erste Amtshandlung des Trainers dürfte es sein, Wayne Rooney vom Verbleib bei ManUnited zu überzeugen. Der Stürmer hatte zuletzt signalisiert, dass er den Verein verlassen und seinen bis 2015 laufenden Vertrag nicht erfüllen wolle. Der Club hat den Transferwunsch seines Angreifers aber abgelehnt - er sei "nicht zu verkaufen", sagte ein Sprecher der Red Devils.

Moyes kennt Rooney schon lange. Der Angreifer begann seine Karriere in der Jugend von Everton. Die Berufung des heutigen Nationalspielers in den Profikader 2002 und sein Debüt in der Premier League am 17. August gegen Tottenham verantwortete Moyes - er formte Rooney zum Starspieler.

Allerdings hatten Passagen in Rooneys Biografie das Verhältnis der beiden zwischenzeitlich getrübt. Der Stürmer behauptete 2006 in dem Buch, dass Moyes vor dem Wechsel des Starspielers zu ManUnited seinen Abschied in Everton beschleunigt habe. Es kam sogar zu einem Gerichtsverfahren, weil Moyes gegen die Behauptung klagte. Inzwischen soll der Streit aber beigelegt worden sein.

joe

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insgesamt 2 Beiträge
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1. ....... eine gute wahl
chinchilla110 10.05.2013
..... ist ein klassetrainer, aber fergusons fußstapfen kann eigentlich niemand füllen.
2.
Tunechi 10.05.2013
Zitat von sysopDPAHat David Moyes das Format, um Legende Sir Alex Ferguson zu beerben? Die beiden Schotten haben viele Gemeinsamkeiten: Temperament, Treue und Integrität. Aber der Erfolg unterscheidet sie. Das könnte die Finanzkraft von Manchester United nun ändern - wenn Moyes einen alten Bekannten bekehren kann. http://www.spiegel.de/sport/fussball/neuer-trainer-von-manchester-united-a-898961.html
der siebter..is klar. _______________________________________ Schade, ich dachte Mourinho wird Trainer in ManU und bringt Ronaldo gerade mit. Es ist aber wahrscheinlich besser einen Trainer einzustellen, der bist jetzt nicht isn ganz große Rampenlicht getreten ist. Die scheitern seltener. Ich bin gespannt was Moyes bringt und wünsche ihm viel Glück
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    (ohne Clubnennung immer mit Manchester):

    Club-WM/Weltpokal: 1999, 2008

    Champions League: 1999, 2008

    UEFA-Pokal der Pokalsieger 1983 mit Aberdeen, 1991

    Super Cup 1983 mit Aberdeen, 1991

    Englischer Meister 1993, 1994, 1996, 1997, 1999 bis 2001, 2003, 2007 bis 2009, 2011, 2013

    FA-Cup-Sieger 1990, 1994, 1996, 1999, 2004

    Englischer Ligacup: 1992, 2006, 2009, 2010

    FA Charity/Community Shield 1990, 1993, 1994, 1996, 1997, 2003, 2007, 2008, 2010, 2011

    Schottischer Meister 1977 mit St. Mirren, 1980, 1984, 1985 mit Aberdeen

    Schottischer Pokal 1982, 1983, 1984, 1986 mit Aberdeen

    Schottischer Ligacup 1986

    Quelle: sid