Neuer TV-Vertrag in England 668 Millionen Euro für drei unterklassige Profi-Fußballligen

Nun also doch: Die drei englischen Profi-Fußballligen unterhalb der Premier League haben einen neuen gemeinsamen TV-Vertrag unterzeichnet. Zuletzt hatten mehrere Zweitligisten mit einer Abspaltung gedroht.

Sheffield United gegen Sheffield Wednesday (20.11.2018)
DPA

Sheffield United gegen Sheffield Wednesday (20.11.2018)


Der englische Fernsehsender Sky Sports hat sich die TV-Rechte für die drei englischen Profi-Fußballligen unterhalb der Premier League gesichert. Sky Sports bezahlt für Übertragungsrechte für die eingleisige zweite, dritte und vierte Liga in den kommenden fünf Jahren 595 Millionen Pfund (umgerechnet rund 668 Millionen Euro). Einer entsprechenden Vereinbarung stimmte die englische Fußballliga EFL zu.

Im Rechtepaket enthalten sind dabei insgesamt 138 Spiele pro Spielzeit, darunter auch mindestens 20 Spiele der dritten und vierten Liga sowie diverse Play-off-Partien und Begegnungen des englischen Ligapokals. Laut EFL beträgt die Steigerung im Vergleich zum bisherigen Vertrag 35 Prozent.

"Es ist nicht nachhaltig, in der Championship zu spielen"

Im Vorfeld hatten sich mehrere Zweitligisten noch gegen die neue Regelung ausgesprochen. Andrea Radrizzani, der Eigentümer von Leeds United, beklagte den Verteilungsschlüssel unter den insgesamt 72 Teams in den drei Ligen. "Es ist nicht nachhaltig, in der Championship zu spielen", sagte Radrizzani. 19 der 24 Klubs hatten das Spieljahr 2016/2017 einer Analyse des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte zufolge mit einem Verlust abgeschlossen. "Vielleicht müssen wir darüber nachdenken, eine 'Premier League Two' zu gründen."

Der neue Fernsehvertrag sei deshalb "eine Herausforderung" gewesen, sagte EFL-Vorstand Debbie Jevans, es sei vor allem darum gegangen, die verschiedenen Interessen der 72 Teams zu managen. Man habe die aktuelle Marktsituation durch externe Berater prüfen lassen. Vor allem die Planungssicherheit, die der Deal mit Sky Sports den Klubs biete, sei am Ende ausschlaggebend für die Verlängerung gewesen.

Der finanzielle Unterschied zur Premier League bleibt trotzdem gewaltig. Die 20 Klubs der höchsten englischen Spielklasse bekommen aus dem neuen Fernsehvertrag, der im Februar unterzeichnet wurde, insgesamt 4,46 Milliarden Pfund (5,01 Milliarden Euro) - für die kommenden drei Jahre.

chh/sid/Reuters

Mehr zum Thema


insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Nonvaio01 20.11.2018
1. und das fuer
Liga 2/3/4 Unglaublich. Ich frage mich wie man die einhamne wieder reinholen will. Fuer die PL kann ich es nocht verstehen da diese Weltweit verfolgt wird.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.