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Betrugsvorwürfe: Staatsanwaltschaft will gegen Neymar vorgehen

Barcelonas Neymar: Gerichtliche Schritte durch Staatsanwaltschaft gefordert Zur Großansicht
AFP

Barcelonas Neymar: Gerichtliche Schritte durch Staatsanwaltschaft gefordert

Nach den Ungereimtheiten beim Wechsel des Brasilianers Neymar zum FC Barcelona stehen der Klub sowie weitere Beteiligte des Transfers nach wie vor unter Betrugsverdacht. Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft gerichtliche Schritte gegen Neymar selbst.

Die spanische Staatsanwaltschaft hat beantragt, gegen den Brasilianer Neymar gerichtliche Schritte einzuleiten. Grund dafür ist ein Betrugsverdacht im Rahmen seines Transfers zum FC Barcelona. Nach Ansicht der Staatsanwälte am nationalen Staatsgerichtshof sei es "angemessen, dass er als Beschuldigter erscheint", hieß es in einem Statement über den Brasilianer.

Auch gegen Neymars Vater, Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu, dessen Vorgänger Sandro Rosell sowie die früheren Vereins-Offiziellen Luis Alvaro de Oliveira und Odilio Rodriguez sollen gerichtliche Schritte eingeleitet werden. Der Gerichtshof muss nun entscheiden, ob es der Empfehlung der Staatsanwaltschaft folgt.

Barcelona hatte zunächst angegeben, Neymar für 57,1 Millionen Euro vom FC Santos verpflichtet zu haben. Später stellte sich heraus, dass sich die tatsächlichen Kosten für den Torjäger auf insgesamt 86,2 Millionen Euro belaufen hatten. Der Strafantrag war vom brasilianischen Investitionsfonds DIS gestellt worden. Der Fonds, der nach eigenen Angaben 40 Prozent Anteile an Neymar hielt, wirft den Beteiligten Betrug und Korruption vor.

Die Staatsanwaltschaft ging bereits 2014 wegen Steuerhinterziehung gegen Barça vor. Der Klub zahlte anschließend vorsorglich 13,5 Millionen Euro an den Fiskus. Dennoch wurde Bartomeu 2015 wegen Steuerbetrugs angeklagt, genauso wie sein Vorgänger Rosell. Neymars Ex-Klub FC Santos hatte sich ebenfalls betrogen gefühlt und bei der Fifa eine Klage eingereicht: gegen Neymar, dessen Vater, die Beraterfirma und den Klub.

aev/sid

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Ein Menschen besitzender Fond
tobiwithyou 08.01.2016
Wie kann eine Firma (oder hier ein Investitionsfond) 40% an einem Menschen besitzen. Wahrscheinlich an den Bildrechten bzw. Namensrechten. Aber für mich klingt es immer wieder wie moderne Sklaverei.
2. Guter Zweck
osmanian 09.01.2016
Ist schon komisch wenn Stars wie Schumi oder Neymar mit Aktionen für guten Zweck ans Licht kommen..Doch wenn man dann solche negativen aktionen hört wird alles vom Vergangenheit futsch..Vielleicht war es ja auch für einen guten Zweck gedacht
3.
der_ba_be 09.01.2016
Nein, die Firma sichert sich Anteile an den Transferrechten. Beispiel: Klub A möchte einen Spieler verpflichten, der 10 Mio kostet. hat aber nur 6 Mio. dann tritt ein Investor auf den Plan und sagt, der Spieler ist gut, wir denken er wird seinen Marktwert steigern, wir steigen mit ein und bringen die restlichen 4 Mio. auf. Und schon gehören dem Investor 40% an den Transferrechten. Wenn der Verein den Spieler dann irgendwann weiter verläuft, stehen dem Investor eben 40% von der Transfersumme zu. Und das hat mit Menschenhandel (erstmal) nichts zu tun. Im Wesentlichen bleibt es die Entscheidung des Spielers wann und wohin er wechselt. Das wird dabei gerne vergessen... meistens geht nämlich mit der Erhöhung des Transferwertrs auch eine nicht unerhebliche Gehaltssteigerung einher. im übrigen gibt es inzwischen (ich glaube in Belgien) bereits den ersten Transfer, bei dem die Ablöse durch Crowdfunding im Internet aufgetrieben wurde...
4. Beim
33dd 09.01.2016
Transfer von N aus B wurde geschoben, getrickst und geschummelt, dass sich alle katalanischen Balken biegen. Zudem ist er immer noch das große "Opfer" der WM, obwohl er die zweitmeisten Fouls gespielt hat. Kurzum: erst ein Moratorium, drei Monate lang recherchieren, ob wir Neymar überhaupt noch brauchen, und dann ggf einfach abschalten.
5.
weirdo 09.01.2016
Zitat von tobiwithyouWie kann eine Firma (oder hier ein Investitionsfond) 40% an einem Menschen besitzen. Wahrscheinlich an den Bildrechten bzw. Namensrechten. Aber für mich klingt es immer wieder wie moderne Sklaverei.
Sklaven werden im Gegensatz den Neymars nicht mit Abermillionen überschüttet. Sklaven erreichten in Katar die Bühne, auf er sich die Neymars in Szene setzen, um mit weiteren Abermillionen überschüttet zu werden. Bejubelt von einer Masse, der das Wohl von Balltretern alles bedeutet und das der Sklaven garnichts.
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