Berufung fallen gelassen Bendtner muss Freiheitsstrafe antreten

Nicklas Bendtner hat seinen Einspruch gegen eine 50-tägige Gefängnisstrafe zurückgezogen. Ein letzter Ausweg bleibt dem dänischen Fußballer nach seinem Angriff auf einen Taxifahrer aber noch.

Nicklas Bendtner
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Nicklas Bendtner


Fußballprofi Nicklas Bendtner hat die Berufung gegen die gegen ihn verhängte 50-tägige Freiheitsstrafe fallen gelassen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Nachdem der ehemalige Spieler des Bundesligisten VfL Wolfsburg zunächst noch Einspruch gegen das Urteil wegen schwerer Körperverletzung eingelegt hatte, zog er diesen nun zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Kopenhagen am Mittwoch mit.

Bendtner, der seit März 2017 für den norwegischen Rekordmeister Rosenborg Trondheim spielt, hatte im September einen Taxifahrer angegriffen und ihm den Kiefer gebrochen. Die Anfang November verhängte Strafe wurde wegen der Schwere der Verletzung nicht zur Bewährung ausgesetzt.

Nach der Verurteilung hatte Bendtner noch angekündigt, gegen das Urteil angehen zu wollen - bis jetzt. "Nicklas stimmt der Entscheidung des Stadtgerichts nicht zu, hat aber beschlossen, den Fall hinter sich zu lassen und sich auf seinen Verein und seine Familie zu konzentrieren", zitiert die dänische Nachrichtenagentur Ritzau eine Textnachricht von Bendtners Anwalt.

Nicklas Bendtner im Trikot der dänischen Nationalmannschaft
AFP

Nicklas Bendtner im Trikot der dänischen Nationalmannschaft

Haftbedingungen noch unklar

Nicht sicher ist, wann und ob Bendtner tatsächlich ins Gefängnis muss. Wie die dänische Zeitung "Politiken" berichtet, kann Bendtner den Zeitpunkt des Haftantritts selbst beantragen. So könnte der dänische Nationalspieler die Winterpause der norwegischen ersten Liga für seine Haft nutzen. Am 2. Dezember findet das letzte Pflichtspiel von Rosenborg im nationalen Pokalfinale statt. Die kommende Saison startet erst im März 2019.

Laut "Politiken" besteht auch noch die Möglichkeit, dass Bendtner seine Strafe nicht in einer Justizvollzugsanstalt, sondern mit einer Fußfessel zu Hause absitzen könnte. Einen Antrag darauf kann man in Dänemark bei Freiheitsstrafen stellen, die einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten. Dazu muss die verurteilte Person eine feste Arbeit und einen ständigen Wohnsitz haben sowie in Dänemark leben. Verlagert der 30-Jährige seinen Wohnsitz für die Zeit der Freiheitsstrafe nach Dänemark, hätte er demnach die Chance, dem Gefängnis zu entgehen.

hba/dpa

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