Niederlage gegen Freiburg: Schalker Krise spitzt sich zu

Wieder kein Sieg: Schalke wartet in der Bundesliga seit nunmehr sechs Partien auf ein Erfolgserlebnis. Zum Abschluss der Hinrunde unterlag der einstige Bayern-Jäger Nummer eins dem SC Freiburg deutlich. Durch die Niederlage rutscht S04 in der Tabelle von den internationalen Plätzen.

Schalke-Niederlage gegen Freiburg: Freiburg verschärft Schalker Krise Fotos
REUTERS

Hamburg - Schalke 04 findet keinen Weg aus der Krise, für Trainer Huub Stevens droht die Situation immer prekärer zu werden. Zum Hinrundenabschluss unterlag die Stevens-Elf dem SC Freiburg 1:3 (1:2). Jefferson Farfán hatte S04 zunächst in Führung gebracht (20.), Jan Rosenthal und Jonathan Schmid drehten die Partie aber noch vor der Pause (26./32.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Rosenthal mit seinem zweiten Treffer des Abends für den Endstand (60.).

Für Schalke war die Pleite gegen Freiburg das sechste Liga-Spiel in Folge ohne Sieg (vier Niederlagen, zwei Unentschieden). In der Tabelle rutscht der Champions-League-Achtelfinalist auf den siebten Platz ab, der Sport-Club rückt dagegen auf Rang fünf vor.

"Man merkt, dass wir in einer Scheiß-Phase sind. Wir haben sehr gut angefangen, aber nach dem Gegentor fallen wir in uns zusammen", sagte S04-Verteidiger Christoph Metzelder nach der Partie.

Schalke begann nach den Enttäuschungen der letzten Wochen druckvoll. Zunächst scheiterte Julian Draxler noch mit zwei Weitschüssen (6. und 19.) an Freiburgs Torhüter Oliver Baumann. Dann wurden die Angriffsbemühungen der Gastgeber aber belohnt: Nach einem Pass von Atsuto Uchida liefen Lewis Holtby und Farfán allein auf das Gästetor zu. Holtby legte quer, Farfán traf zur Führung (20.).

Rosenthal trifft per Doppelpack

Der Rückstand zeigte bei Freiburg Wirkung, die Gäste spielten nun deutlich offensiver. Jan Rosenthal verfehlte mit einem Kopfball das Schalker Tor nur knapp (25.). Eine Minute später machte es der SC-Mittelfeldspieler besser: Nach einer Flanke von Max Kruse traf der 26-Jährige per Direktabnahme zum Ausgleich (26.). Schalke wirkte nach dem Gegentreffer konsterniert, die Abwehr produzierte Fehler im Minutentakt. Schmid nutzte einen davon noch vor der Pause zur Freiburger Führung (32.).

Auf dem Feld lief es nicht für die Schalker und auch auf den Rängen gab es verbale Auseinandersetzungen: Etwa 300 S04-Ultras in der Nordkurve setzten wegen des beschlossenen Sicherheitskonzepts ihren Stimmungsboykott fort und forderten in Richtung des Schalker Vorstands und Ligaverbands-Vize Peter Peters: "Peters raus!" Die deutliche Mehrzahl der Anhänger unterstützte die Königsblauen aber von Beginn an lautstark und reagierte mit Pfiffen und "Ultras raus!"-Rufen auf die Proteste.

Zwei Platzverweise kurz vor Schluss

Nach dem Seitenwechsel versuchte Schalke den Druck zu erhöhen, ließ im Angriff aber die nötigen Ideen vermissen. Freiburg konzentrierte sich auf die Sicherung der eigenen Defensive, blieb aber bei Kontern gefährlich. So auch in der 61. Minute. Nach einem Fehlpass von Metzelder schaltete der SC schnell um, Caligiuri passte auf Rosenthal, der mit einer Direktabnahme aus 16 Metern zum 3:1 traf.

In der Schlussphase wurde die Partie dann noch einmal turbulent. Erst musste Doppeltorschütze Rosenthal den Platz mit der Gelb-Roten Karte verlassen (81.), nur eine Minute später war das Spiel dann auch für Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar beendet. Der Niederländer sah ebenfalls nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot.

Schalke 04 - SC Freiburg 1:3 (1:2)
1:0 Farfan (20.)
1:1 Rosenthal (26.)
1:2 Schmid (32.)
1:3 Rosenthal (61.)
Schalke: Hildebrand - Uchida (29. Metzelder), Höwedes, Matip, Christian Fuchs - Moritz (59. Pukki), Neustädter - Farfan, Holtby (83. Marica), Draxler - Huntelaar
Freiburg: Baumann - Hedenstad, Flum, Diagne, Sorg - Schuster, Makiadi - Schmid, Daniel Caligiuri - Rosenthal, Max Kruse (88. Guede)
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 60.620
Gelb-Rote Karten: Huntelaar wegen wiederholten Foulspiels (82.) - Rosenthal wegen wiederholten Foulspiels (81.)
Gelbe Karte: Holtby (2) -

mib/sid

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insgesamt 21 Beiträge
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1. Klasse
thebe 15.12.2012
Gut gemacht vom SC Freiburg. Platz 5 nach der Hinrunde, so kann man beruhigt in die Winterpause gehen. :)
2. Und tschüss
KnoKo 15.12.2012
Das dürfte wohl (zurecht) Stevens' Rauswurf besiegeln.
3. Die Schalker Mannschaft...
donadoni 15.12.2012
....spielt gegen den eigenen Trainer Stevens. Sie will ihn augenscheinlich loswerden. Das geht am besten über Schlappen. Stevens hat sich nicht an die Regel gehalten, wonach man niemals ein zweites Mal zum gleichen Arbeitgeber gehen sollte. Daran habe ich mich immer gehalten und bin immer gut gefahren. Stevens´ Zeit in Gelsenkirchen geht zu Ende. Das weiß jeder.
4.
atombcn 15.12.2012
Zitat von donadoni....spielt gegen den eigenen Trainer Stevens. Sie will ihn augenscheinlich loswerden. Das geht am besten über Schlappen. Stevens hat sich nicht an die Regel gehalten, wonach man niemals ein zweites Mal zum gleichen Arbeitgeber gehen sollte. Daran habe ich mich immer gehalten und bin immer gut gefahren. Stevens´ Zeit in Gelsenkirchen geht zu Ende. Das weiß jeder.
Heynckes war auch schon mal bei den bayern und hat gerade erfolg.komische regel.
5. mal verliert man, mal...
spargel_tarzan 15.12.2012
Zitat von sysopREUTERSWieder kein Sieg: Schalke wartet in der Bundesliga seit nunmehr sechs Partien auf ein Erfolgserlebnis. Zum Abschluss der Hinrunde unterlag der einstige Bayern-Jäger Nummer eins dem SC Freiburg deutlich. Durch die Niederlage rutscht S04 in der Tabelle von den internationalen Plätzen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/niederlage-gegen-freiburg-schalkes-krise-spitzt-sich-zu-a-873151.html
gewinnen die anderen. gegen stevens wird doch schon seit wochen geschrieben und ich fragte mich warum, will er selber weg?
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