Null-Bock-Fußballer: Rekordstrafe für City-Profi Tévez

Manchester City hat seinen Angreifer Carlos Tévez zur Zahlung von mehr als einer Million Euro verdonnert. Der Verein reagiert damit auf das lustlose Verhalten des Argentiniers beim Champions-League-Spiel in München. Der Spieler will dies nicht akzeptieren.

Manchester-Profi Tévez: Strafe von vier WochengehälternZur Großansicht
AFP

Manchester-Profi Tévez: Strafe von vier Wochengehältern

Hamburg - Carlos Tévez vom englischen Fußballpokalsieger Manchester City muss die Rekordstrafe von einer Million Pfund (1,15 Millionen Euro) bezahlen. Der Tabellenführer der Premier League verdonnerte den argentinischen Nationalspieler zu einer Strafe in Höhe von vier Wochengehältern. Der Stürmer soll rund 250.000 Pfund in der Woche verdienen. Beim 0:2 von ManCity in der Champions League bei Bayern Münchensoll sich Tévez geweigert haben, eingewechselt zu werden.

Im Statement des Clubs vom Dienstagabend wurde zudem eine zweiwöchige interne Sperre ausgesprochen, die Tévez bereits abgesessen hat. Zudem wurde Tévez offiziell abgemahnt. Direkt nach der Partie in München hatte City-Coach Roberto Mancini erklärt, den Argentinier nie mehr spielen zu lassen. Diesen Kurs haben die Vereinsverantwortlichen nun aufgegeben. Künftig muss Tévez laut Vertrag bei jedem Spiel auflaufen, für das er nominiert wird.

Der Profi selbst will die Strafe offenbar nicht akzeptieren. Aus dem Umfeld des Spielers hieß es, er erwäge eine Klage gegen Mancini. Das Management des Argentiniers ließ verlauten, Tévez werde "diesen Kampf bis zum Ende der Welt verfolgen" werde und eine Klage gegen Mancini wegen Diffamierung anstrebe: "Wir weisen alle Anschuldigungen gegen Carlos Tevez von uns und prüfen rechtliche Schritte."

Tévez hatte bereits bei seinem Vorgängerclub Manchester United für Ärger gesorgt. Ein Wettanbieter hatte daher vor dem Stadtderby am vergangenen Sonntag eine Aktion gestartet, bei der Anhänger beider Manchester-Clubs ihre Tévez-Trikots öffentlich vernichten sollten.

aha/sid

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 13 Beiträge
wetnoodle 26.10.2011
Man kann nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Es ist für mich unerträglich wie sich manch Spitzenverdiener als Loyalitätsversager entpuppt, besonders in einer so öffentlichen Position wie der eines Spitzenfussballers. [...]
Man kann nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Es ist für mich unerträglich wie sich manch Spitzenverdiener als Loyalitätsversager entpuppt, besonders in einer so öffentlichen Position wie der eines Spitzenfussballers. Damit zeigt dises Gesindel der Jugend, dass wenn man genug Lohn kassiert, man auf Loyalität gegenüber seinem Arbeitsgeber pfeiffen kann.
steffets 26.10.2011
Also, bei der Fotostrecke ausgerechnet Albert Streit zu vergessen ist schon ein starkes Stück. Sachverstand, wo gehst du hin?
Also, bei der Fotostrecke ausgerechnet Albert Streit zu vergessen ist schon ein starkes Stück. Sachverstand, wo gehst du hin?
joschitura 26.10.2011
Das ist doch der pure Hohn von SPON: der Armleuchter verdient (verdient?) pro Woche 290 000 Euro! Da ist eine Million noch nichtmal ein Monatsgehalt! Das mag ja (absolut gesehen) eine "Rekordstrafe" sein - ist [...]
Das ist doch der pure Hohn von SPON: der Armleuchter verdient (verdient?) pro Woche 290 000 Euro! Da ist eine Million noch nichtmal ein Monatsgehalt! Das mag ja (absolut gesehen) eine "Rekordstrafe" sein - ist aber (in der Relation) auf keinen Fall eine "hohe" Strafe.
jp' 26.10.2011
Vielleicht hat er auch einfach keine Lust mehr zu arbeiten? Bei dem Wochengehalt muss man ja nur 2 Monate das anstrengede Fussballerleben durchhalten, um dann für den Rest des lebens einen Lebensstandard wie ein normaler Bürger [...]
Zitat von wetnoodleMan kann nur hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Es ist für mich unerträglich wie sich manch Spitzenverdiener als Loyalitätsversager entpuppt, besonders in einer so öffentlichen Position wie der eines Spitzenfussballers. Damit zeigt dises Gesindel der Jugend, dass wenn man genug Lohn kassiert, man auf Loyalität gegenüber seinem Arbeitsgeber pfeiffen kann.
Vielleicht hat er auch einfach keine Lust mehr zu arbeiten? Bei dem Wochengehalt muss man ja nur 2 Monate das anstrengede Fussballerleben durchhalten, um dann für den Rest des lebens einen Lebensstandard wie ein normaler Bürger zu bekommen. 2 Mio sollten genug Zinsgewinne abwerfen :)
fbaf 26.10.2011
wer in 4 Wochen 1 Mio € verdient und wer weiß ich was viele davon schon im Sack hat, ich kann mir nicht vorstellen das die Strafe ihn wesentlich trifft. Es wird einfach zuviel verdient in der Branche.
wer in 4 Wochen 1 Mio € verdient und wer weiß ich was viele davon schon im Sack hat, ich kann mir nicht vorstellen das die Strafe ihn wesentlich trifft. Es wird einfach zuviel verdient in der Branche.
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
alles aus der Rubrik Fußball
alles zum Thema Premier League

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Mittwoch, 26.10.2011 – 09:25 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 13 Kommentare

Themenseiten Fußball
Tabellen





TOP



TOP