Teamgeist-Diskussion beim DFB: Özil kontert Schweinsteiger-Kritik

Mesut Özil hat die Teamgeist-Diskussion in der Nationalmannschaft neu entfacht. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid widersprach der Kritik von Bastian Schweinsteiger, der während der EM mangelnden Zusammenhalt konstatiert hatte. "Ich habe gespürt, dass wir eine Einheit waren", so Özil.

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dapd

Nationalspieler Özil: "Habe eigentlich gespürt, dass wir eine Einheit waren"

Hamburg - Nationalspieler Mesut Özil hat der Kritik von Bastian Schweinsteiger am Teamgeist in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft widersprochen und damit die Diskussionen kurz vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Irland (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) neu entfacht.

Schweinsteiger hatte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" unterstellt, dass bei der EM die Auswechselspieler bei Toren nicht so mitgejubelt hätten, wie es bei Spielen von Bayern München der Fall sei. "Wir haben gerade wirklich einen guten Geist in der Mannschaft (bei Bayern München, Anm. der Red.), das spürst du ja zum Beispiel, wenn ein Tor fällt: Springt da die komplette Bank auf? Bei uns springt sie auf, das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zur Nationalmannschaft bei der EM. Da sind nicht immer alle gesprungen", so Schweinsteiger.

Özil hält nun dagegen: "Ich war ja mittendrin, habe eigentlich gespürt, dass wir eine Einheit waren. Da war jeder für den anderen da, jeder kämpfte für die Mannschaft. Bei der EM hat jeder Spieler Vollgas gegeben, auch wenn er eingewechselt wurde. Deshalb kann ich die Kritik auch nicht so verstehen", sagte Özil der "Bild"-Zeitung.

Neuer sieht Teamgeist-Diskussion als Chance

Schweinsteigers Sätze, die als klarer Affront gegen den Zusammenhalt während des vergangenen Turniers zu verstehen waren, handelten dem Mittelfeldspieler einen Rüffel von Teammanager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Joachim Löw ein. Beide suchten die Aussprache mit dem Vize-Kapitän. "In dieser Sache gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen. Das ist jetzt aber alles geklärt", sagte Bierhoff.

Nationaltorhüter Manuel Neuer sieht in der Teamgeist-Diskussion sogar eine Chance. "Man kann nie sagen, dass es nicht noch besser geht", sagte der Keeper von Rekordmeister Bayern München dem "Kölner Express". Ausdrücklich bestätigen wollte Neuer Schweinsteigers Ansicht allerdings nicht: "Ich habe auf jeden Fall keinen Spieler nach dem Italien-Spiel gesehen, der sich gefreut hat, dass es nach Hause geht. Ich finde schon, dass wir alle an einem Strang gezogen haben."

mib/sid

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1. vielleicht hilft eine gruppendynamische...
spargel_tarzan 11.10.2012
Zitat von sysopdapdMesut Özil hat die Teamgeist-Diskussion in der Nationalmannschaft neu entfacht. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid widersprach der Kritik von Bastian Schweinsteiger, der während der EM mangelnden Zusammenhalt konstatiert hatte. "Ich habe gespürt, dass wir eine Einheit waren", so Özil. http://www.spiegel.de/sport/fussball/oezil-widerspricht-schweinsteiger-nach-kritik-an-dfb-elf-a-860698.html
aussprache, in der jeder mal seine wahrnehmungen ausspricht, dann muß auch keine öffentliche diskussion via (blöd-) zeitung ausgetragen werden, die eh nur für verdruß sorgt, weil durch zeitverzögerte reaktionen einzelner spieler der schon kalte kaffee wieder aufgewärmt wird.
2. Kein Torjubel?
kahabe 11.10.2012
Wie bei Spielen des FC Bayern Hollywood. Da haben doch nur Münchner gespielt? Außer Özil und Kedhira. Die anderen, die, die vieleicht auch Tore erzielt hätten mit denen Spiele gewonnen werden, durften ja meistens nicht. Dem Flick Hansi sei Dank dafür. Also, Schweini, fußballtechnisch nennt man sowas ein Eigentor. Das passiert noch nicht einmal Kevin Großkreutz.
3. Schweinsteiger plappert halt nach!
Litajao 11.10.2012
Zitat von sysopdapdMesut Özil hat die Teamgeist-Diskussion in der Nationalmannschaft neu entfacht. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid widersprach der Kritik von Bastian Schweinsteiger, der während der EM mangelnden Zusammenhalt konstatiert hatte. "Ich habe gespürt, dass wir eine Einheit waren", so Özil. http://www.spiegel.de/sport/fussball/oezil-widerspricht-schweinsteiger-nach-kritik-an-dfb-elf-a-860698.html
Schweinsteiger plappert halt nach, was der grosse Hoenessvorschwafelt. Durch den Teamgeist hat Löw doch den Schweinsteiger in der Mannschaft gelassen, obwohl der grottenschlechtgespielt hat. Ist halt einfacher, dem Trainer die Schuld fürs Versagen zu geben, anstatt mal ehrlich zu sagen: "Ich bin mit-schuld, denn ich habe beschissen gespielt."
4. naja....
ramirez1964 11.10.2012
...ich denke Herr Schweinsteiger sollte sich eingestehen das er eine mißerabele EM gespielt hat und das sicherlich nicht weil die anderen gemein zu ihm waren oder nicht genug gejubelt haben. Es gibt auch Trainer die hätten ihn zu der Zeit seines Leistungsniveaus nicht zur EM mitgenommen. Jetzt wo seine Formkurve scheinbar(ich könne es ihm) wieder nach oben steigt scheinen sich einige Fakten für ihn zu verschleiern...
5. Teamgeist
gg1963 11.10.2012
Zitat von sysopdapdMesut Özil hat die Teamgeist-Diskussion in der Nationalmannschaft neu entfacht. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid widersprach der Kritik von Bastian Schweinsteiger, der während der EM mangelnden Zusammenhalt konstatiert hatte. "Ich habe gespürt, dass wir eine Einheit waren", so Özil. http://www.spiegel.de/sport/fussball/oezil-widerspricht-schweinsteiger-nach-kritik-an-dfb-elf-a-860698.html
DAs da kein Teamgeist vorhanden war, sah man deutlich sogar am Bildschirm zu Hause. Im Spiel gegen Italien und das war das erste anspruchsvolle für die Mannschaft, in dem sie mal hätte kämpfen müssen und auch einen Rückstand aufholen, hat sie gespielt wie Flasche leer, was erlauben diese Mannschaft. Auch das nicht Singen der Hymne zeigt eine Einstellung, wie sie Söldner haben, aber nicht wie Spieler, die mit Herz und Verstand bei der Sache sind. Kein Kampfgeist, keine Emotion, kein Wille. Lieber wieder die alten Rumpelfußballer der 80er und 90 er Jahre, die haben wenigstens ab und zu einen Titel geholt !!!!
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Das deutsche Aufgebot
Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Ron-Robert Zieler (Hannover 96), Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach)

Abwehr: Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Holger Badstuber (alle Bayern München), Heiko Westermann (Hamburger SV), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Per Mertesacker (FC Arsenal)

Mittelfeld: Mario Götze, Marco Reus (beide Borussia Dortmund), Mesut Özil, Sami Khedira (beide Real Madrid), Toni Kroos, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (alle Bayern München), André Schürrle (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (FC Arsenal)

Angriff: Miroslav Klose (Lazio Rom)

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