Pläne in Düsseldorf vorgestellt 14 Kommunen wollen Olympia 2032 nach Nordrhein-Westfalen holen

Ministerpräsident Armin Laschet und Sportmanager Michael Mronz haben die Planung für eine mögliche Olympiabewerbung vorgestellt. Die Spiele in NRW sollen nachhaltig sein und die "Menschen abholen".

Michael Mronz (links) und Armin Laschet
DPA

Michael Mronz (links) und Armin Laschet


Olympische Spiele jenseits von Gigantomanie: 14 nordrhein-westfälische Kommunen wollen sich für bodenständige und nachhaltige Sommerspiele 2032 an Rhein und Ruhr bewerben. Mehr als 80 Prozent der benötigten Sportstätten seien bereits vorhanden. Das sagte Michael Mronz, der Begründer der Initiative "Rhein Ruhr City 2032" in Düsseldorf bei der Präsentation der Planungsbroschüre. Die Bevölkerung soll von Anfang an einbezogen werden. "Es ist wichtig, die Menschen abzuholen", sagte Mronz.

Eine landesweite Volksabstimmung zu möglichen Spielen 2032 an Rhein und Ruhr sei in NRW nicht geplant, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). "Die Spiele müssen nachhaltig und bodenständig sein, so wie unser Land es ist", sagte Laschet. Vertreter mehrerer Kommunen betonten, dass die Befürwortung der Bevölkerung der austragenden Städte Voraussetzung sei. Olympia-Bewerbungen von Hamburg und München waren zuletzt am Widerstand der Bevölkerung gescheitert.

Die Olympischen Spiele und Paralympics 2032 werden 2025 vergeben. 2023 müsse das Bewerbungsverfahren eingeleitet werden. Bis 2021 müsse der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über eine deutsche Bewerbung entscheiden. Die letzten Olympischen Spiele in Deutschland fanden 1972 in München statt.

mru/dpa



insgesamt 33 Beiträge
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rainerwäscher 18.04.2018
1. Plebiszit
Vielleicht fragt man frühzeitig die Bevölkerung. Das könnte Millionen sparen, die man zur Vorbereitung gar nicht erst ausgeben muss.
dwalle99 18.04.2018
2. Was soll das denn jetzt?
Hat der Ruhrpott keine anderen Sorgen, als dem IOC und seinen korrupten Funktionären die Taschen vollzustopfen? Statt sich mit so einem abgehobenen Projekt wie Olympia im Pott zu beschäftigen kann das Geld der Steuerzahhler weitaus sinnvoller ausgegeben werden, entweder für die marode Infrastruktur, die wir brauchen (also Strassen, Schulen etc.und keine gigantomanischen Sportstätten) oder aber durch Steuersenkungen denen zurückgeben, die dafür auch geschuftet haben. Schon die Idee einer Olympiade im Pott ist wahnwitzig, dafür muss man nun wirklich keinen müden Cent ausgeben.
der_rookie 18.04.2018
3. Hm
Wenn man keine Volksabstimmung macht, woher will man dann wissen was das Volk will. Hoert man dann einfach auf die lautesten Schreihaelse? Meine Meinung: Keine Sondergesetze die dem IOC Steuerfreiheit oder seinen Repraesentanten Straffreiheit zusagen und keine Einschraenkung der Freiheiten lokalen Wirtschaft (siehe Diskussion bei Fussball WM ob Kneipen gezwungen werden nur noch die Biermarke des FIFA-Sponsors auszuschenken)
dr.schnabel 18.04.2018
4. etwa
Langeweile? Zu viele Ressourcen? Da könnte man doch einfach ein bisschen in punkto Verbrechensprävention, -aufklärung, -ahndung investieren. Nein, ich meine nicht Falschparker, sondern die mittleren Deliktsgruppen wie Raub, Einbruch und Betrug, in denen sich ja heute oft ungestört arbeiten lässt. Ach, ich vergaß, so kann man ein paar Berater- und Planerposten vergeben an den Neffen und zehn halbvergessene Zehnkämpfer, Volleyballer oder 5000-Meter-Läufer.
hegoat 18.04.2018
5.
Auweia, ich sehe schon wieder Millionen Euro, die im Rachen des IOC begraben werden. Mronz verdient sich eine goldene Nase, Laschet und die Ruhrgebietsbürgermeister dürfen sich auf Ehrentribünen sonnen und die Zeche zahlt der Kumpel aus dem Pott, dessen Kommunalverwaltung danach heillos überschuldet ist. Super Idee!
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