Protest gegen Japan Südkoreaner Park erhält doch Olympiamedaille

Sechs Monate musste der Südkoreaner Park Jong-Woo auf seine olympische Bronzemedaille warten, jetzt bekommt er sie doch vom IOC zugesprochen. Der Fußballer hatte bei den Sommerspielen in London gegen das Nachbarland Japan protestiert und war dafür zunächst abgestraft worden.

Fußballer Park: Bronzemedaille mit einem halben Jahr Verspätung
AFP

Fußballer Park: Bronzemedaille mit einem halben Jahr Verspätung


Hamburg - Sieben Monate nach den Olympischen Spielen von London erhält der südkoreanische Fußball-Nationalspieler Park Jong-Woo nun doch seine bislang verwehrte Bronzemedaille. Das entschied das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag nach einer Anhörung des 23-Jährigen in Lausanne. "Die Disziplinarkommission hat ihn für sein Verhalten verwarnt, aber er wird die Medaille erhalten", sagte ein Sprecher des südkoreanischen NOK der Nachrichtenagentur AFP. In London hatte das IOC Park wegen einer politischen Botschaft von der Medaillenvergabe ausgeschlossen.

Der Mittelfeldspieler hatte am 10. August nach dem 2:0 im kleinen Finale gegen Japan ein Schild mit dem Schriftzug "Dokdo ist unser Territorium" in die Luft gehalten. Die beiden Länder streiten seit mehr als hundert Jahren um die unbewohnte und felsige Inselgruppe. Der Fußball-Weltverband Fifa hatte den Spieler wegen des Vorfalls Anfang Dezember für zwei Spiele gesperrt und zu 3500 Schweizer Franken (etwa 2900 Euro) Strafe verurteilt.

Außerdem hat die IOC-Exekutive dem russischen Gewichtheber Oleg Perepetschenow nachträglich dessen Bronze-Medaille von den Olympischen Spielen 2004 in Athen wegen Dopings aberkannt. Bei Nachuntersuchungen der eingefrorenen Dopingproben des Athleten seien Spuren des verbotenen Mittels Clenbuterol gefunden worden, teilte das IOC mit.

Das Nationale Olympische Komitee Russlands wurde aufgefordert, Perepetschenows Medaille in der Klasse bis 77 Kilogramm so schnell wie möglich ans IOC zurückschicken. Über den Nachrücker will das IOC zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Der Türke Reyhan Arabacioglu hatte in Athen Platz vier belegt.

aha/max/sid/dpa



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kahabe 12.02.2013
1. Hätte
Frau Park sonst dem IOC die Gelder aus Südkorea streichen lassen? Ganz unpolitisch kommerziell.
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