Paco Alcácer Darum braucht der BVB Barças Edeljoker

Borussia Dortmund hat im Sommer kräftig investiert. Doch der Klub ist weiterhin auf der Suche nach einem neuen Mittelstürmer. Als heißer Kandidat gilt Paco Alcácer. Was zeichnet den Spanier aus?

Lionel Messi, Paco Alcacer
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Lionel Messi, Paco Alcacer

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Wer ist Paco Alcácer?

Paco Alcácer zählte vor vielen Jahren zu den hoffnungsvollsten Talenten im spanischen Fußball. Bereits als 12-Jähriger schloss er sich der Nachwuchsabteilung des FC Valencia an. Bei der U17-EM 2010 wurden erstmals Topklubs auf ihn aufmerksam, als er mit sechs Treffern Torschützenkönig wurde. Der Wechsel zum FC Barcelona erfolgte im Sommer 2016, nachdem Alcácer in der Vorsaison ein Drittel aller Valencia-Tore erzielt hatte. Doch seither stagniert der spielstarke Angreifer in seiner Entwicklung. Seine Bilanz beim aktuellen Meister: 37 Ligaspiele, zehn Tore.

Warum spielt er beim FC Barcelona nicht?

Seine Reservistenrolle bei Barça ist allerdings keine Überraschung. Mit dem fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi, Superstar Luis Suárez, dem ehemaligen Dortmunder Ousame Dembélé und dem 160-Millionen-Transfer Philippe Coutinho verfügen die Katalanen über die wohl beste Offensive der Welt. Alcácer wurde in der Saison 2017/2018 fünfmal nicht für den Kader nominiert, elfmal saß er, ohne eingewechselt zu werden, auf der Ersatzbank. Das würde sich auch in dieser Saison nicht ändern.

Warum braucht der BVB den Spanier?

Dortmund war seit der Verpflichtung von Lucas Barrios 2009 auf der Mittelstürmerposition bestens besetzt. Auf den Paraguayer folgten unter anderem Robert Lewandowski, Pierre-Emerick-Aubameyang und zuletzt Michy Batshuayi. Doch Letzterer entschied sich nach seiner Leihe gegen den BVB. Somit steht Dortmund unter Trainer Lucien Favre immer noch ohne echten Mittelstürmer da. Im DFB-Pokal agierte Marco Reus auf der zentralen Sturmposition. Doch dessen Qualitäten kommen bekanntlich auf der Außenbahn eher zur Geltung. Auch Maximilian Philipp wäre nur eine B-Lösung. Fakt ist: Will Dortmund sowohl in Bundesliga als auch in der Champions League bestehen, braucht der Verein einen gelernten Angreifer in seinen Reihen.

Lucien Favre gilt als großer Fan von Alcácer
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Lucien Favre gilt als großer Fan von Alcácer

Wie teuer wäre ein möglicher Transfer?

Die "Bild"-Zeitung nannte Alcácer hochstilisiert den "100-Mio-Stürmer". Tatsächlich soll der Spanier in seinem Vertrag eine festgeschriebene Ablöse von 100 Millionen Euro stehen haben - für die spanische Liga nichts Ungewöhnliches. Eine Summe, die der Bundesligist natürlich nicht zahlen wird. Stattdessen käme - wie schon bei Batshuayi - ein Leihgeschäft infrage. Laut "Bild"-Zeitung soll Dortmund bereit sein, das komplette Gehalt zu übernehmen. Ein Wechsel steht laut spanischen Medienberichten unmittelbar bevor.

Wie würde Alcácer ins Dortmunder System passen?

Alcácer gilt als extrem spielstarker Stürmer, sein Passspiel im Angriffsdrittel zählt zu seinen Stärken. Lucien Favre, der auf viel Ballbesitz setzt, soll deshalb ein großer Fan des Barcelona-Spielers sein. Im insgesamt gut besetzten Kader des BVB wäre Alcácer das letzte fehlende Puzzleteil. Alcácer wäre beim BVB unumstrittener Stammspieler. Sein einziger Konkurrent, Alexander Isak, scheint in den Planungen von Favre keine Rolle zu spielen und wird immer wieder als möglicher Abgang gehandelt. Mit Alcácer wäre Dortmund der klare Favorit auf den Platz hinter dem FC Bayern.

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
dieter.wessel 24.08.2018
1. Ballbesitz
...wenn er auf Ballbesitz setzt, glaube ich nicht mehr an die CL...
roninger2000 24.08.2018
2. Pure Verzweiflung
wäre eine Verpflichtung Paco Alcacers. Wirklich niemand konnte damals verstehen, dass ein so junger talentierter Spieler zu Barça geht, obwohl er genau wusste, dass er nie spielen wird. Sagt alles über die Einstellung eines jungen Fußballers, der seinen Top Club Valencia nur der Kohle wegen verlässt. Aus Barça Sicht verständlich, dass man ihn jetzt wenigstens von der payroll runter kriegt. Und bei Dortmund hat man wohl überhaupt keinen Plan B.
Oihme 24.08.2018
3. Weshalb ...
Zitat von roninger2000wäre eine Verpflichtung Paco Alcacers. Wirklich niemand konnte damals verstehen, dass ein so junger talentierter Spieler zu Barça geht, obwohl er genau wusste, dass er nie spielen wird. Sagt alles über die Einstellung eines jungen Fußballers, der seinen Top Club Valencia nur der Kohle wegen verlässt. Aus Barça Sicht verständlich, dass man ihn jetzt wenigstens von der payroll runter kriegt. Und bei Dortmund hat man wohl überhaupt keinen Plan B.
... ... soll die Verpflichtung eines "jungen, talentierten" Barca-Spielers "pure Verzweiflung" eines angeblich über keinen Plan B verfügenden BVB sein? Diese Logik erschließt sich mir leider nicht.
gibmichdiekirsche 24.08.2018
4.
Zitat von Oihme... ... soll die Verpflichtung eines "jungen, talentierten" Barca-Spielers "pure Verzweiflung" eines angeblich über keinen Plan B verfügenden BVB sein? Diese Logik erschließt sich mir leider nicht.
Wo keine Logik ist, kann sich auch keine Logik erschließen - es ist pure Polemik. Obwohl ich immer noch meine, dass Milli Philipp konsequent als zentraler Stürmer aufgebaut werden sollte - so wie es zuvor auch mit Auba geschah -, wäre Alcácer vom spielerischen Potential her eine sinnvolle Verpflichtung. Eine gescheitere allemal als z.B. einen Sandro Wagner für einen guten Plan B zu halten.
gammoncrack 24.08.2018
5. Ein witziger Kommentar, der zeigt, dass Sie den Artikel inhaltlich
Zitat von roninger2000wäre eine Verpflichtung Paco Alcacers. Wirklich niemand konnte damals verstehen, dass ein so junger talentierter Spieler zu Barça geht, obwohl er genau wusste, dass er nie spielen wird. Sagt alles über die Einstellung eines jungen Fußballers, der seinen Top Club Valencia nur der Kohle wegen verlässt. Aus Barça Sicht verständlich, dass man ihn jetzt wenigstens von der payroll runter kriegt. Und bei Dortmund hat man wohl überhaupt keinen Plan B.
nicht komplett erfasst haben. Wenn ein Verein Lionel Messi, Luis Suárez, Ousame Dembélé und Philippe Coutinho im Kader hat, dann wird ein schwächerer Stürmer nun eben einmal auf der Bank sitzen. Nun sind Sie nun einmal viel klüger als Paco Alcacers, der bedauerlicherweise zum Zeitpunkt seines Wechsels nach Barcelona nicht ahnte, dass diese Demble und Coutinho verpflichten. Sie hätten das natürlich gewusst und hätten dort nie unterschrieben. Sie sollten entweder nach Delphi umziehen, besser wäre es aber, derart unqualifizierte Kommentare zu unterlassen.
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